Schiri-Beleidigung: Platzverweis für Mourinho

José Mourinho, Trainer von Real Madrid, hat sich das Spiel der Königlichen gegen Drittligisten Real Murcia offenbar anders vorgestellt. Nur bis zur 37. Spielminute durfte er das Spiel vom Platz aus verfolgen, dann zückte der Unparteiische die Rote Karte und verbannte den temperamentvollen Trainer nach nur wenigen Monaten Amtszeit bei Real Madrid auf die Tribüne.

Der Stein des Anstoßes: Real Madrid lag mit einem 1:0 in Führung, als Schiedsrichter Paradas Romero die Gelbe Karte gegen Diarra zückt – bereits die Vierte für einen Spieler von Madrid. José Mourinho verliert darauf die Contenance und geht den Schiedsrichter mit unflätigen Ausdrücken an – was angesichts der Tatsache, dass der Unparteiische seine Karten ohnehin schon recht locker in der Tasche stecken hat, für Mourinho logische Konsequenzen hatte: Romero stand der Sinn offenbar nicht nach Diskussionen und verwies Mourinho vom Platz, der daraufhin auf der Tribüne Platz nahm und zunächst noch einen zahlenden Zuschauer von seinem Platz verscheuchen wollte.

In der anschließenden Pressekonferenz erklärt Mourinho: „Ich weiss nicht, ob er ein guter Schiedsrichter ist oder ein schlechter. Ich selber bin ein ganz schlechter in den Trainingsspielchen. Aber dieses Spiel hätte jeder pfeifen können“, und legte anschließend noch die Statistik obendrauf: „Der hat keine 50 Spiele in der Primera Division gepfiffen, aber bisher 250 Gelbe und dazu 14 oder 15 Rote verteilt.“

Dem Spiel hat Mourinhos Abwesenheit wenig geschadet: es endete mit einem 5:1 für Real Madrid. Und gänzlich neu ist die Situation für den Startrainer ohnehin nicht: als portugiesischer Trainer flog er dreimal durch denselben Schiedsrichter vom Platz, als Coach von Inter Mailand sogar ganze viermal.

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