Sechs Direkttickets nach Brasilien zu vergeben

In der deutschen Qualifikationsgruppe C ist alles klar. Deutschland fährt nach Brasilien, Schweden muss in die Qualifikation, Österreich bleibt wieder einmal zuhause. In vielen anderen Gruppen ist jedoch noch keine Entscheidung gefallen.

England zittert. Alles andere als ein Sieg gegen Polen hieße, dass die „Three Lions“ in die Qualifikation müssten, da sie von der Ukraine – die in San Marino antritt – sonst wohl abgefangen werden. Dort drohen einige prominente Mannschaften zu landen. Portugal etwa, Schweden, Griechenland bzw. Bosnien, Frankreich oder Kroatien. Wo ist es noch spannend, wo ist alles entschieden? Nachfolgend ein kleiner Überblick über den letzten Spieltag in der UEFA-Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2014.

Alles entschieden ist in den Gruppen A, B und C. Belgien fährt nach Brasilien, in die Quali muss Kroatien. Die Gruppe B hatte Italien schon im September entschieden, dahinter gibt es einen Vierkampf (!) um Platz zwei zwischen Armenien, Tschechien, Dänemark und Bulgarien, alles ist offen. Doch es wird wohl keinem der Teams etwas nützen, denn der schlechteste Gruppenzweite wird wohl aus dieser Gruppe kommen. Und darf somit nicht an den K.O.-Spielen im November teilnehmen. Nach dem unnötigen 1:2 der Österreicher in Schweden ist die Gruppe C ebenfalls entschieden. Dass die deutsche Elf direkt nach Brasilien darf, war erwartet worden, und wie von den meisten Beobachtern prophezeit, sicherte sich Schweden Platz zwei.

Hochspannung um Bosnien, Griechenland, England und die Ukraine

In Gruppe D (qualifiziert: Holland) hat Rumänien die besten Chancen auf Rang zwei, ein Heimsieg gegen Estland vorausgesetzt. Etwas dagegen haben die Türken, die punktglich mit Rumänien sind – aber Holland empfangen. Ein türkischer Sieg ist also Pflicht, schwer genug. In der Gruppe E hat sich die Schweiz direkt qualifiziert, Island belegt Rang zwei und hat die besten Aussichten, erstmals eine Qualifikation mit diesem Ergebnis abzuschließen, die Relegation winkt. Auch das wäre ein Novum. In Gruppe F genügt Russland ein Pünktchen in Aserbaidschan zur Direktreise nach Brasilien, Portugal könnte Luxemburg dann so hoch schlagen, wie es wollte. Die Gruppe G sieht Bosnien und Griechenland vor dem letzten Spiel punktgleich.

Ein bosnischer Sieg in Litauen bedeutete das WM-Ticket für das Team um Ibisevic, Dzeko und Misimovic. Griechenland empfängt Liechtenstein und hofft auf einen Ausrutscher des Konkurrenten aus Bosnien. In der Gruppe H zittert England vor Polen. Im direkten Duell in London ist ein Heimsieg absolute Pflicht, da ansonsten die Ukraine, die in San Marino spielt, die Engländer wohl überholen dürfte. Polen selbst spielt zwar nur um die Ehre, ist aber nicht zuletzt dank der Bundesligaprofis aus Dortmund stark besetzt und könnte den Insulanern in die Suppe spucken. Gruppe I sieht sehr wahrscheinlich die Spanier als Gruppensieger, ein Punkt im Heimspiel gegen Georgien reicht dafür. Frankreich empfängt Finnland, Platz zwei ist jetzt schon sicher.

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