Südschlager in Berlin

Die Teilnehmer für das Berliner Pokalendspiel stehen fest. Wenig überraschend ist der FC Bayern dabei und trifft dort auf den VfB Stuttgart. In der Bundesliga zittern mit Hoffenheim, Augsburg und Düsseldorf drei Teams im Abstiegskampf – und auch Werder Bremen ist noch nicht gesichert.

Dass die Bayern im Heimspiel den VfL Wolfsburg klar bezwingen würde, das hatte man geahnt. Dass der VfB dem Südrivalen ins Finale des DFB-Pokals folgen würde, war indes weniger klar. Doch mit einer engagierten Leistung bezwangen die Württemberger den SC Freiburg, dem die erste Endspielteilnahme somit weiterhin verwehrt bleibt. Klar, dass der FC Bayern am 1. Juni in Berlin der haushohe Favorit ist.

Immerhin haben sich die Stuttgarter zuletzt stark verbessert gezeigt. Das zeigt sich, neben dem 2:1 über Freiburg, aber auch in der Bundesliga, wo der VfB den Abstiegskampf wohl endgültig hinter sich gelassen hat. Seit ein paar Wochen spielt der VfB nämlich in einer anderen taktischen Grundausrichtung, mit Arthur Boka für den völlig außer Form befindlichen William Kvist im defensiven Mittelfeld. Der Ivorer zeigt dort, was Aggressivität ist, dabei erzielte er auch noch das 1:0 – und das Gegenpressing der Mannschaft funktioniert auf einmal wieder gut. Und auch die Abwehr wirkt deutlich stabiler. Im Mittelfeld zeigt Winterneuzugang Alexandru Maxim, was für ein toller Techniker er ist und was gute Eckbälle und Freistöße sind. Ob er das auch im Punktspiel (wieder gegen Freiburg!) am Sonntag beweist?

Vier Teams zittern

Der VfB bekommt also mit dem Finale ein Highlight und ist zudem erneut für die Europa League qualifiziert. Ein Ansinnen, das vor der Saison auch die TSG Hoffenheim ausgegeben hatte. Inzwischen wäre man dort heilfroh, die Klasse halten zu können – auch, wenn unter dem neuen Trainer Markus Gisdol zuletzt vier Punkte in zwei Partien herausgesprungen sind. Von den vier Teams, die noch zittern (s. oben) haben die Kraichgauer mit dem Auswärtsspiel in Leverkusen am 30. Spieltag die wohl schwierigste Aufgabe zu bewältigen.

Mit einem Heimsieg gegen Wolfsburg kann sich Bremen am Samstag wohl ans rettende Ufer ziehen. Die beiden anderen Kandidaten aus Augsburg und Düsseldorf müssen in Mönchengladbach bzw. Hamburg ran, die Trauben hängen hier wie dort relativ hoch. Zwar gibt man sich bei der Fortuna nach nur zwei Punkten aus den letzten fünf Partien gelassen, doch bei einer weiteren Niederlage könnte sich die Lage bedrohlich zuspitzen. Immerhin wartet auf Düsseldorf mit Hamburg, Dortmund (H), Frankfurt (A), Nürnberg (H) und Hannover (A) ein beinhartes Restprogramm.

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