Verlässt Armin Veh den HSV doch vorzeitig?

Es scheint so, als sei das zerrüttete Verhältnis zwischen dem gebeutelten Hamburger SV und Coach Armin Veh nicht mehr zu kitten. Der HSV glänzt mit einem Auf und Ab, die Leistungen bleiben meist im Mittelmaß – daran änderte sich auch nichts im Mai 2010, als Bruno Labbadia aus dem Nordclub verbannt wurde und Armin Veh an seine Stelle trat. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass auch die Ära Veh beim HSV bald Geschichte sein wird.

Die Verpflichtung von Matthias Sammer scheiterte, Ruud van Nistelrooys Transferträume zu Real Madrid brachten weitere Unruhen in den Verein, die Verpflichtung des neuen Sportchefs Arnesen sorgt für Ärger: Armin Veh dürfte davon genug haben. Bis zum 31. Mai hat er noch Zeit, aus seinem Vertrag auszusteigen – hierzu befragt, erwartet die Presse nur eine nebulöse, wenngleich vielsagende Antwort: „Ich werde mich zeitnah mit einem klaren Statement zu diesem Thema äußern. Ich kann die Dinge selbst entscheiden und habe keine Lust herumzueieren.“

Dieses Statement wäre allerdings längst fällig, denn die Ungewissheit nagt vor allem am Verein selbst – ein Team, an dessen Spitze nichts als Querelen schwelen, kann dauerhaft nicht erfolgreich sein, und so wird auch das von Veh selbst nach wie vor verfolgte Ziel Champions League mehr als fraglich. Zwar ist es ebenso müßig, jede zweideutige Antwort zu interpretieren und einseitige Deutungen zu kolportieren, sicher ist jedoch: im Interesse des Vereins sollten hier bald Fakten geschaffen werden. Möglicherweise in Gestalt von RDC Mallorca-Coach Michael Laudrup als Nachfolger für Armin Veh. In jedem Fall aber mit Klarheit.

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