Zum Punkten verdammt

Ein Spiel, das richtungsweisend ist: Am Samstag treffen mit Nürnberg und Freiburg die beiden einzigen noch sieglosen Teams aufeinander. Am Freitagabend trifft Dortmund auf Stuttgart, Bayern und Leverkusen müssen auswärts ran.

Borussia Dortmund, Meister von 2011 und 2012, pflegt seine Heimspiele oft sehr deutlich zu gewinnen. Nicht so gegen den VfB. Die letzten vier Heimpartien gegen die Schwaben endeten remis, darunter war auch das legendäre 4:4 am 30. März 2012, eins der besten Bundesligaspiele der letzten Jahre. Die Stuttgarter wären dieses Mal garantiert mit einer Punkteteilung zufrieden, die Dortmunder wollen zumindest über Nacht mit einem Sieg die Tabellenführung erobern. Es könnte wieder zu einem Torfestival kommen: Dortmunds Torverhältnis liegt bei 25:8, das des VfB bei 20:14, und das nach zehn Spielen. Am Samstag gastiert Bayern in Hoffenheim und Leverkusen in Braunschweig. Die Gästeteams sind dabei jeweils klar favorisiert.

Nach dem 1:3 im Derby gegen Dortmund bekommt es Schalke am elften Spieltag mit dem nächsten Lieblingsfeind zu tun. Die Hürde für die Knappen liegt in Berlin dabei nicht eben niedrig. Wer das Duell gewinnt, schnuppert an der Champions League. Vorausgesetzt, die Gladbacher Borussia bleibt ihrer eklatanten Auswärtsschwäche in Hamburg treu. Lediglich einen von 15 möglichen Zählern holten die Fohlen in der Fremde. Allerdings ist auch der HSV nicht eben heimstark, nur einen Sieg (4:0 gegen Braunschweig) fuhren die Norddeutschen bis dato vor eigenem Publikum ein. Unter Trainer van Marwijk hat sich der HSV allerdings erkennbar stabilisiert.

Hannover ist auswärts noch punktlos

Im Abstiegskampf gilt für Freiburg in Nürnberg: auf keinen Fall verlieren. Denn dann betrüge der Abstand zum Relegationsplatz schon fünf Punkte. Zwar konnte noch keines der beiden Teams in der laufenden Saison einen Dreier einfahren, doch hat der Club mit sieben Unentschieden zumindest den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze halten können. Die Gäste aus dem Breisgau haben nach dem 0:3 gegen Hamburg Punkte bitter nötig. Zuletzt ließ Freiburgs Coach Streich die Spieleröffnung üben. Immerhin können beide Trainer personell aus dem Vollen schöpfen. Das trifft allerdings weniger auf die Frankfurter und die Wolfsburger zu, die sich am Samstagabend gegenüber stehen. Der Eintracht fehlen in Schwegler und Rosenthal weiter wichtige Stützen, der VfL muss Dost, Vierinha, Träsch und Felipe ersetzen. Dennoch gehen die Niedersachsen als leichte Favoriten ins Spiel.

Von ihren Landsmännern aus Hannover lässt sich das beim Spiel in Bremen nicht behaupten. Vier Auswärtspartien, vier Niederlagen lautet die Bilanz von Slomkas Team. Allerdings ist Werder mit bislang fünf Punkten zuhause auch nicht eben eine Macht. Aus den letzten drei Heimauftritten gegen Frankfurt, Nürnberg und Freiburg gab es gerade mal zwei Punkte. Gar nur einen Punkt aus den letzten fünf Bundesligaspielen holte Augsburg, nur unwesentlich besser lief es für Mainz. Schwer einzuschätzen, wer am Sonntag die Nase vorn haben wird.

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