Der SC Freiburg trainiert das Verteidigen

Die letzten Wochen waren für den Sportclub sehr unbefriedigend, ärgerliche Niederlagen in der Liga und das Ausscheiden im DFB-Pokal, gepaart mit einer nachlassenden Spielkultur, haben die anfängliche Euphorie verfliegen lassen. So kam es, dass die Mannschaft mit 45 Minuten Verspätung den Trainingsplatz betrat. Auffällig war zudem, dass alle Spieler Schienbeinschoner trugen, es deutete sich an, dass das Training intensiv sein würde.

Spielnahe Passform zur Erwärmung

Die Spieler erwärmten sich zu Beginn des Trainings selbstständig. Anschließend übernahm Co-Trainer Patrick Baier das 20-minütige Passspiel. Der Aufbau kann der nachfolgenden Grafik entnommen werden, die Markierungen standen 12m vom Mittelpunkt entfernt. Bei der ersten Spielform hielten sich Tempo und Schwierigkeit in Grenzen.

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Der Startspieler spielte einen Doppelpass mit dem außen, an der Stange postierten Spieler und leitete den Ball dann in die Tiefe weiter, von wo aus die gleiche Passfolge gespielt wurde. Passsicherheit und -genauigkeit, sowie das richtige Freilaufen wurden von Baier kontrolliert und angesprochen.



Für die zweite Passform wurde die Passfolge beibehalten, jedoch simulierte der Startspieler nach dem Pass in die Tiefe einen Abwehrspieler, indem er seinem gespielten Pass hinterherlief und somit der Doppelpass forciert wurde.




Als letzte Passform, welche am längsten gespielt wurde, gab es ein Überlaufen des Außenspielern durch den Startspieler.


Es wurde ein weiterer Pass hinzugefügt: der linke Außenspieler spielte einen Querpass auf den rechten Außenspieler, welcher wiederum den Ball für den Startspieler diagonal in die Tiefe spielte. Da hier die jeweils gegenüberliegenden Gruppen zwischen ihren beiden Ausgangspositionen pendelten, wurden nach 1,5 Minuten die Positionen zwischen Start- und Außenspielern getauscht.



Verschieben und Verteidigen im Mannschaftsverbund

Mensur Mujdza befand sich bei der bosnischen Nationalmannschaft, zudem fehlte Christian Günther verletzt, sodass für die folgende Übung Mike Frantz und Jonas Föhrenbach als Außenverteidiger aushelfen mussten. Die nominellen Abwehr- und Mittelfeldreihen spielten im Defensivverbund und auf normaler Spielfeldgröße einen Angriff nach dem anderen über sich ergehen lassen und bei Gelegenheit kontern.

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Sie sahen sich den Stürmern, sowie Ergänzungsspielern gegenüber. Ergänzt wurde diese Mannschaft durch Patrick Baier und Lars Voßler, welche die Innenverteidiger mimten. So befand sich der reguläre Defensivverbund in Unterzahl.

Die Verschiebungsabläufe sollten so aussehen, dass sich eine 6er-Kette ergab, wenn der Ball im Zentrum geführt wurde, die äußeren Mittelfeldspieler ließen sich neben die Außenverteidiger fallen und attackierten den Ballführenden Spieler, wenn die defensiven Mittelfeldspieler es schafften, den Ball auf die Außen zu lenken.

So sahen sich die Angreifer dort erheblichem Pressing ausgesetzt. Es gelang der Defensive so, in 20 Minuten zwei Tore durch Konter zu erzielen und lediglich eins, eingeleitet durch einen traumhaften Pass von Lars Voßler, zu kassieren.




Autor: Lars Petersson

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