Schnee sorgt bei vielen Amateur-Vereinen zu Trainingsausfällen

Alle Jahre wieder: der Winter ist da. Zwar kann von einer Schneekatastrophe, wie von den Medien herbeigeorakelt, vielerorts keine wirkliche Rede sein, dennoch stellt der Schnee viele Vereine alljährlich vor echte Probleme: die Rasenflächen werden von den Stadtgärtnereien oftmals nicht zur Räumung freigegeben, um Schäden an der Grasnarbe zu vermeiden. An Ausweichflächen mangelt es jedoch fast überall: gerade im Amateurbereich sind Stadien mit beheizbarem Rasen und regelmäßiger Neubegrünung, wie in der Bundesliga Standard, nicht finanzierbar.

Vorteile haben hier nur die Amateur-Kader von Bundesliga-Vereinen: die können mitunter in den Stadien ihrer Profi-Kader trainieren und sichern sich wertvolle Trainingseinheiten gegenüber anderen Vereinen, die über einen solchen Zusammenschluss nicht verfügen. Dennoch fallen vielerorts angesetzte Spiele buchstäblich ins Wasser: verschneite Plätze, vereiste Fußwege und Parkplätze ermöglichen teils gar nicht erst den Zugang zum Platz. Hier können sich gerade Hobbyvereine, denen es an finanzkräftigen Sponsoren mangelt, nur mit Kooperationen über Wasser halten: der Wuppertaler SV beispielsweise hat mit Düsseldorfer Vereinen ein Abkommen, das es ihnen ermöglicht, auf den meist schneeärmeren Düsseldorfer Plätzen zu trainieren und sich mit einem Freundschaftsspiel zu revanchieren. Denn auch Hallentraining ist oftmals keine Alternative: die meisten Sporthallen sind restlos ausgebucht und zudem oftmals marode, weil auch den Kommunen Gelder für die Instandhaltung fehlen. Und auch Soccerhallen, die in den vergangenen Jahren immer beliebter wurden, haben für die Vielzahl von Vereinen und Veranstaltungen zuwenig Kapazitäten – kurzum: vielerorts wird erst mit Einbruch des Frühjahrs wieder ein echtes Training möglich sein.

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