Werder trotz 3:0 gegen Inter Mailand ohne Jubel

Bei Werder Bremen will trotz des 3:0-Siegs gestern abend im Weserstadion über Inter Mailand kein rechter Jubel aufkommen: Schuld daran ist nicht nur der Umstand, dass dieses Spiel für Inter Mailand völlig überflüssig war, weil die Qualifikation ohnehin längst erfüllt war und die Italiener dementsprechend lustlos und defensiv gekickt haben, sondern auch die Tatsache, dass trotz dieses Sieges für Werder an dieser Stelle Schluss in der Champions League ist.

Ein Umstand, an den trotz des gestrigen Sieges auch Thomas Schaaf und Geschäftsführer Klaus Allofs nochmals erinnern: „Die Leistung war gut, aber wir sind trotzdem nicht über die Gruppe hinausgekommen. Also müssen wir jetzt nicht überschwänglich jubeln“, kommentiert Thomas Schaaf den Abschluss der Champions League verdrießlich, und Klaus Allofs setzt nach: „“Das ist sehr ärgerlich. Wir brauchen das Geld aus der Champions League und müssen genau hinschauen, wen wir in der Winterpause verpflichten.“ Wenigstens 800.000 Euro konnte der angeschlagene Nordclub aus der gestrigen Begegnung mit einem Gegner, der ohnehin nur mit einem B-Kader aufgefahren ist, in seine Vereinskasse spülen und so aus der Champions League rund 1,8 Millionen Euro ziehen – was nichts daran ändert, dass teure Einkäufe für die Wintersaison zwangsläufig gestrichen werden müssen. Die unkonstante Leistung des Clubs seit Saisonbeginn sorgt auch im Verein für Verunsicherung. Per Mertesacker kommentiert die spielerischen Leistungen so: „Ich weiß nicht, wie wir damit zurecht kommen, dass wir jetzt nur noch einmal die Woche spielen. Ob das einen Ruck gibt für die Bundesliga. Darauf müssen wir jetzt einfach setzen. Wir sind schon oft im zweiten Halbjahr aus der Champions League ausgeschieden und haben dann eine Serie gestartet.“

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