Bringt Stevens den VfB in die Spur?

Wie schon in der vergangenen Saison soll Huub Stevens den VfB Stuttgart wieder vor dem Abstieg bewahren. Gelingt das erneut? Spannend wird auch sein, wie die Teams, die unter der Woche international im Einsatz waren, in der Liga abschneiden.

Dabei treffen die beiden Europa-Ligisten Wolfsburg und Mönchengladbach am Sonntag im direkten Duell aufeinander. Zweiter gegen Dritter, ein echter Spitzenspiel also, bei dem geklärt wird, wer die beste Mannschaft der Liga ist, wenn man Bayern München außer Acht lässt. Die Gastgeber verloren zuletzt auf Schalke, Mönchengladbach reist sogar mit zwei Niederlagen in Serie (Dortmund und Frankfurt) an. Und just diese beiden Gladbach-Bezwinger begegnen sich – ebenfalls am Sonntag – in Frankfurt direkt. Während die Eintracht nach zuvor fünf Niederlagen in Mönchengladbach siegen konnte, war der Dortmunder Aufschwung vielleicht doch nur ein Strohfeuer, wie das 0:2 bei Arsenal und zuvor das 2:2 in Paderborn trotz 2:0-Führung vermuten lässt.

Paderborn wiederum reist nach Bremen, das unter Skripnik ebenfalls auf dem Boden der Tatsachen anzukommen scheint, wie das armselige 0:2 in Hamburg zeigt. Der Aufsteiger wäre an der Weser wohl dennoch mit einem Punkt zufrieden, um den Abstand nach hinten zumindest zu wahren. Den hat inzwischen auch die Berliner Hertha, wenn auch nicht allzu dicke, muss allerdings im Heimspiel gegen den Meister befürchten, dass kein weiteres Punktepolster dazukommt. Alles andere als ein klarer Sieg der Münchner wäre verblüffend, obwohl die Berliner zuletzt auch auswärts gewinnen konnten, und zwar mit 2:1 in Köln. Der FC wiederum tritt beim rheinischen Rivalen in Leverkusen an, die Hausherren sind dabei klar favorisiert und wollen Rang vier zumindest festigen. Köln liegt scheinbar unspektakulär auf Platz elf, doch nach oben und nach unten ist es jeweils nicht weit.

Zeigt sich Schalke erholt?

Eher nach oben geht der Blick aktuell bei den Teams aus Hoffenheim und Hannover, die sich am Samstagabend zum Toppspiel in Sinsheim treffen. Doch nach drei Pleiten in Serie sind die Gastgeber auf die drei Heimpunkte angewiesen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Hannover (Rang fünf) hat dagegen direkten Kontakt zu jenen Plätzen, die zur Teilnahme an der Champions League berechtigen. Diesen Kontakt muss Schalke (Platz sieben) nach der beinahe historischen Pleite beim 0:5 gegen Chelsea erst herstellen, nach der Achterbahnfahrt in der Liga kein leichtes Unterfangen. Gegner Mainz hingegen muss aufpassen, aus den letzten acht Partien steht nur ein Sieg bei fünf Remis und zwei Niederlagen zu Buche.

Mit jeweils zwei Siegen im Gepäck trifft der FCA zuhause auf den HSV, der zwei Siege aus drei Begegnungen auf der Haben-Seite hat. Die Hamburger sind dennoch zum Punkten verdammt, der Abstand auf die Abstiegsplätze ist minimal. Augsburg hingegen grüßt von Europapokalplatz sechs. Tabellenregionen, von denen Stuttgart nur noch träumen kann – nach dem ebenso bitteren wie unglücklichen 0:1 gegen Augsburg kündigte Trainer Veh, nur einen Tag später war Stevens zurück, der den VfB im Frühjahr gekonnt vor dem Abstieg bewahrt hat. Soll das noch einmal gelingen, so müssen am Freitag in Freiburg (zuletzt sieben Punkte aus drei Spielen) Zähler her, bevor der Abstand zu groß wird.

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