Dortmund kommt langsam unter Druck

Nach dem Sturz auf den letzten Tabellenplatz merkt Borussia Dortmund, dass die Befreiung aus dem Keller kein Spaziergang wird. Eine weitere Niederlage gegen Hoffenheim darf sich das Team nicht leisten. Aber auch anderswo kommt es zu reizvollen Begegnungen.

Etwa in Stuttgart, wo Schalkes Jahrhunderttrainer Stevens, inzwischen zum zweiten Mal beim VfB unter Vertrag und beim ersten Spiel in Freiburg gleich erfolgreich, auf seine ehemalige Mannschaft auf Gelsenkirchen trifft. Die Schalker stehen zwar auf Rang sechs, doch das bisherige Auf und Ab hat auch Unzufriedenheit entstehen lassen. Dennoch ist eher der VfB zum Siegen verdammt, schließlich möchte der Club bis zur Winterpause ein wenig Abstand nach unten gewinnen. Das plant auch Hertha BSC, hat mit der Partie in Mönchengladbach aber ebenfalls eine schwere Partie vor der Brust – obwohl (oder gerade weil) die Borussia nun drei Mal in Folge unterlegen war und langsam aus den internationalen Rängen zu fallen droht. Die Hertha indes konnte von den letzten vier Partien auch nur eine gewinnen, die anderen drei gingen verloren.

Ein Wort, das man in München, jedenfalls auf die Bundesliga bezogen, schon gar nicht mehr kennt. Am Samstagabend reist mit Leverkusen zwar der Tabellendritte an, doch alles andere als einen Sieg der Münchner erwartet niemand. Immerhin dürften die Gäste, im Vergleich zu anderen Mannschaften in München, zumindest ein wenig mitspielen wollen. Das will Wolfsburg in Hannover vermutlich auch, und beim derzeitigen Leistungsvermögen – siehe etwa der Sieg gegen Mönchengladbach – reisen die Wölfe sogar als Favorit zu Derby. Zwei 96-Pleiten in Folge und die nach Hamburg schwächste Defensive stehen vor dem 14. Spieltag zu Buche. Ebenfalls erst 13 eigene Treffer hat Köln erzielt, dazu zweimal in Folge verloren. Logisch, dass der FC gegen Augsburg (derzeit Vierter!) im Nachteil scheint, zumal der FCA seine letzten drei Partien für sich entscheiden konnte. Dreimal nacheinander sieglos war zuletzt Paderborn, gegen unbeständige Freiburger soll wieder ein Erfolgserlebnis her.

Setzt Mainz die Negativserie fort?

Genau das – also einen Erfolg – benötigt kein Team so dringend wie Dortmund, das den Spieltag am Freitag gegen Hoffenheim einläutet. Die Gäste konnten zuletzt Hannover 4:3 bezwingen, scheinen aber von der Topform zu Saisonbeginn weit entfernt. Aber was soll die Borussia sagen? Die meisten Liga-Niederlagen, Rückschläge in Form von Verletzungen, immer wieder Gerüchte um einen Wechsel von Marco Reus, der letzte Tabellenplatz. Auch, wenn der Abstand zu den anderen Teams mit nur einem Sieg überwunden sein kann, ist Dortmund nun unter Druck und Zugzwang. Seit Wochen erklärt Klopp jedes Spiel zum Endspiel, seit Wochen lässt die Mannschaft bei aller spielerischen Klasse den Erfolg vermissen.

Apropos Verletzungen, auch der HSV hat diesbezüglich einen Rückschlag erlitten und muss für mehrere Wochen auf Verteidiger Westermann verzichten. Gegen völlig aus der Spur geratene Mainzer (fünf Spiele in Serie ohne Sieg) sind die Hamburger dennoch leicht favorisiert. Im Spiel Frankfurt gegen Bremen ist die Heimmannschaft trotz der jüngsten Skripnik-Erfolge bei Werder wohl leicht im Vorteil, da Werder auswärts erst einmal siegen konnte. Mit einem Erfolg schnuppert die Eintracht sogar an jenen Rängen, die zur Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb berechtigen.

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