Gipfeltreffen am Rhein

Schon in der ersten DFB-Pokalrunde hatte es einige Zweitligisten erwischt, nun sind noch ein paar dazugekommen. Dafür ist die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga relativ ausgeglichen. Nur ganz unten und ganz oben gilt das nicht.

Denn 1860 München ist das einzige Team, das nach elf Spieltagen einen einstelligen Punktestand aufweist. Die Löwen sind sportlich gebeutelt, die letzten drei Partien gingen verloren. Am Sonntag reisen die Münchner nach Bochum, das nun auch schon seit fünf Partien auf einen Dreier wartet. Gegen 1860 soll dieser eingefahren werden, um den Abstand zu den Aufstiegsplätzen – derzeit vier Punkte auf Rang drei – nicht größer werden zu lassen. Einen Punkt vor den Löwen liegt der VfR Aalen, der momentan eine Achterbahn der Gefühle erlebt. Vorletzter in der Liga, aber im Pokal nach einem glänzenden 2:0 gegen Hannover 96 für das Achtelfinale qualifiziert. Am Sonntag gastieren die Schwaben in Braunschweig. Beim Bundesligaabsteiger läuft es nicht richtig rund, Platz zehn ist sicher weniger, als man sich an der Hamburger Straße erwartet hat.

Apropos Hamburg: nur einen Punkt vor Aalen liegt auf Rang 16 der FC St. Pauli. Nach zuletzt zwei Punktspielpleiten soll nun in Nürnberg Zählbares her. Der Club schien sich etwas berappelt zu haben, wurde allerdings am vergangenen Spieltag beim Aufsteiger in Darmstadt mit 0:3 demontiert. Immerhin lagen vergangene Saison noch zwei Spielklassen zwischen beiden Teams. Die ungeliebten Nachbarn aus Fürth haben derzeit auch keinen Lauf, was die „eisernen“ Berliner von Union ausnutzen wollen. Die haben sich zuletzt mit zwei Siegen in Folge immerhin auf Platz 13 vorgearbeitet und wollen gegen Fürth nachlegen. Die Bilanz der Köpenicker gegen die SpVgg ist jedoch desaströs. In 14 Begegnungen gelang nur ein Sieg bei sieben Remis und sechs Niederlagen. Und dieser Sieg datiert vom 24. August 2003!

Siegt Lautern endlich auch auswärts?

Während am Freitagabend die favorisierten Karlsruher im badischen Duell auf Sandhausen treffen, steigt in Düsseldorf das absolute Spitzenspiel – die Fortuna, ungeschlagen seit acht Spielen, empfängt Tabellenführer Ingolstadt, der bei sieben Siegen und vier Remis in dieser Spielzeit noch gar nicht verloren hat. Sollten die Oberbayern (zuletzt viermal 1:0-Sieger) gewinnen, würden sie schon acht Punkte zwischen Düsseldorf und sich bringen. An Spannung und Intensität sollte es dieser Partie also wohl kaum fehlen, schließlich stellt die Fortuna mit 20 Treffern gemeinsam mit Heidenheim die beste Offensive der Liga. Ingolstadt dagegen musste in elf Begegnungen erst sechs Gegentore hinnehmen.

Heidenheim, einer der drei Aufsteiger und die zweite Mannschaft von der rauen Schwäbischen Alb neben Aalen, empfängt Mitaufsteiger Darmstadt. In der Liga zeigte die Tendenz der Gastgeber zuletzt etwas nach unten, nach durchaus furiosen Auftritten gegen Nürnberg und Kaiserslautern. Darmstadt liegt aktuell auf Rang vier, das sagt alles über die Stärke der Hessen. Zweiter hessischer Club ist der FSV Frankfurt, der die punktgleichen Auer empfängt – Prognose unmöglich, wenn man sich den bisherigen Saisonverlauf anschaut. Im zweiten Spitzenspiel reist Kaiserslautern am Montag nach Leipzig. Der Trend spricht zwar eher für die Gäste, allerdings zeigten sich die Sachsen zuhause bislang stark, während die „Roten Teufel“ auswärts bisher noch nicht gewinnen konnten.

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