Kellerduelle in Berlin und Bremen

Vor der Länderspielpause steht in der Bundesliga über das verlängerte Wochenende der siebte Spieltag an. Dabei kommt es zu zwei direkten Duellen in der Abstiegszone – was vermutlich den HSV freuen wird.

Denn die Hamburger reisen zu den zuletzt drei Mal in Folge sieglosen Dortmundern, die unbedingt drei Punkte brauchen, um nicht schon den Anschluss nach oben zu verlieren. Beim 3:0 in Anderlecht zeigte die Borussia aufsteigende Form. Alles andere als ein Heimsieg wäre eine dicke Überraschung. Da trifft es sich für den HSV ziemlich gut, dass die vier Mitkonkurrenten am Tabellenende in direkten Duellen aufeinandertreffen – so reißt der Kontakt zu mindestens zwei dieser Clubs für die Hamburger zumindest nicht komplett ab, sollte die Mannschaft in Dortmund tatsächlich verlieren. Eröffnet wird der Spieltag am Freitag in Berlin, wo die Hertha den VfB empfängt, der gegen Hannover und Dortmund zuletzt vier Punkte holen konnte. Der Druck in dieser Partie liegt wohl eher auf den Gastgebern, die unbedingt punkten müssen, um den VfB nicht vorbeiziehen zu lassen.

Am Samstag dann treffen mit Bremen und Freiburg der Vorletzte und der Letzte aufeinander, beide Teams sind in dieser Saison noch sieglos. Während der Sportclub im Angriff schwächelt, ist bei Werder wieder einmal die Defensive das Sorgenkind, 15 Gegentore nach sechs Spielen sprechen Bände. Ein Heimsieg ist für Bremen schon fast Pflicht. Auch der furios gestartete 1. FC Köln hat als 13. inzwischen direkten Kontakt zur Abstiegszone. Der Trend von vier sieglosen Spielen in Folge soll nun ausgerechnet bei der aufstrebenden Frankfurter Eintracht gestoppt werden. Doch die möchte die Tuchfühlung zu den internationalen Rängen sicher nicht freiwillig an die Konkurrenz abtreten.

Auch Spitzenduelle stehen an

Und diese Konkurrenz heißt für Frankfurt Wolfsburg und Augsburg – zwei Mannschaften, die sich am Sonntag in Niedersachsen duellieren. Beide Teams dürften derzeit Selbstvertrauen haben nach starken Auftritten in der Bundesliga. Punktgleich mit den Wölfen lauert Schalke auf die Chance, weiter nach oben zu klettern, hat mit der Auswärtspartie in Hoffenheim (Platz 4, bisher ohne Niederlage) allerdings eine schwere Aufgabe vor der Brust. Schalke indes ergatterte beim 3:0 in Bremen und beim 2:1 im Ruhrpottderby zuletzt sechs Punkte, kam in der Champions League gegen Maribor dann allerdings nur zu einem mageren 1:1 vor heimischer Kulisse. Bei einer Niederlage gegen die TSG entfernen sich die Knappen von den oberen Tabellenregionen, Hoffenheim hingegen könnte sich in der Spitzengruppe festsetzen. Der Tabellenführer aus München indes ist im Heimspiel gegen Hannover wie immer der haushohe Favorit.

Zar läuft die Offensivabteilung beim Meister noch nicht so rund wie gewohnt, doch stellen die Bayern die beste Abwehr und – zusammen mit Leverkusen – mit elf Toren dennoch den besten Sturm. Auch Bayer kann sich oben etablieren, ist gegen zuletzt zwei Mal unterlegene Paderborner (allerdings gegen München und Mönchengladbach) Favorit. Apropos Mönchengladbach: Im Borussia-Park empfangen die Fohlen am Sonntagabend die wie Gladbach selbst ebenfalls noch ungeschlagenen Mainzer, derzeit punkt- und torgleich mit Hoffenheim auf Rang vier. Gladbach möchte Position zwei mit einem Sieg festigen, gelingt Mainz ein Auswärts-Dreier, so zieht der FSV an der Borussia vorbei.

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