Kompletter Fehlstart für vier Clubs?

Nach dem dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga wird meist ein kleines Resümee gezogen und, je nachdem, von einem gelungenen Auftakt oder einem Fehlstart gesprochen. Für vier Mannschaften sind die Prognosen für dieses Wochenende dafür eher düster.

Es handelt sich dabei um einen Club aus dem Norden und drei aus dem Süden, darunter zwei „alte Bekannte“ aus dem Abstiegskampf der vergangenen Saison. Gemeint sind der HSV und der VfB Stuttgart, beide mit nur einem Zähler aus zwei Partien, beide am vergangenen Spieltag mit Heimpleiten gegen die Aufsteiger Paderborn (HSV, 0:3) und Köln (Stuttgart, 0:2). Der HSV hat in dieser Spielzeit noch kein Tor erzielt und muss am dritten Spieltag bei den gut gestarteten Hannoveranern antreten. Der VfB hatte zwar am ersten Spieltag in Mönchengladbach gut mitgehalten und stand beim 1:1 sogar knapp vor dem Sieg, doch inzwischen geht die Angst vor einer weiteren verkorksten Saison am Neckar um. Beim Auswärtsspiel in München haben die Württemberger zwar nichts zu verlieren, aber alles andere als eine Fortsetzung der Negativserie – das Pokalaus in Bochum inbegriffen – wäre eine Überraschung.

Zwei weitere Südclubs stehen ebenfalls mit dem Rücken zur Wand. Der SC Freiburg (ein Punkt, null erzielte Tore) gastiert beim BVB, der FC Augsburg, einziges zählerloses Team, muss bei den formstarken Frankfurtern ran. Niederlagen wären jeweils nicht überraschend, allerdings wäre der Fehlstart – wie in Hamburg und Stuttgart – dann komplett. Und der Abstand nach oben bereits am dritten Spieltag der neuen Saison groß, was natürlich von den Ergebnissen der Konkurrenz abhängt.

Paderborn empfängt Köln

Denn auch Hertha, Schalke und Wolfsburg krebsen mit nur einem Zähler im unteren Drittel des Tableaus herum. Die Berliner empfangen Mainz und haben damit eine halbwegs lösbare Aufgabe, während Schalke nach dem verdienten 1:1 gegen die Bayern in Mönchengladbach gastiert. Eine Niederlage würde die Westfalen allerdings wieder zurückwerfen. Vier Tage vor dem Auftakt in der Champions League (beim FC Chelsea) wäre ein verpatzter Bundesligastart für den Revierclub sicher auch nicht gerade förderlich. Ebenfalls kein leichtes Los erwartet die Wolfsburger, die drei Punkte mehr auf dem Konto haben könnten, hätte Malanda in München und gegen Frankfurt seine Chancen genutzt. Er vergab beide Male allein direkt vor dem leeren Tor. In Hoffenheim sollte sich Wolfsburgs Offensive als treffsicherer erweisen, sonst droht im Kraichgau eine weitere Auswärtspleite.

Und der Tabellenführer aus Leverkusen (sechs Punkte)? Eröffnet den dritten Spieltag am Freitag mit einem Heimspiel gegen die bei zwei Remis noch ungeschlagenen Bremer. Leverkusen mit seinem Sechs-Tore-Sturm gilt dabei als haushoher Favorit und will sich drei Tage vor der Champions-League-Paarung beim AS Monaco noch einmal Selbstvertrauen holen. Werder indes konnte in den ersten beiden Spielen nach Rückständen jeweils noch punkten, wobei die Bremer am ersten Spieltag in Berlin bereits mit 0:2 zurückgelegen hatten.

Bleiben die Aufsteiger, Paderborn und Köln, in der Tabelle auf Platz zwei und vier gelistet. Der Vizemeister der letzten Zweitliga-Saison empfängt in Paderborn den Meister der letzten Zweitliga-Saison, ein zu diesem Zeitpunkt interessantes Match. Der Sieger bleibt ganz oben mit dabei. Auch ein Remis käme allerdings beiden Clubs sicher nicht ungelegen.

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