Union im Toppspiel leicht favorisiert

Was ist eigentlich in der zweiten Liga so los? Außer dem 1. FC Köln scheint kein Team ernsthaft aufsteigen zu wollen. Von Platz zwei zu Rang sieben sind es gerade einmal drei Punkte – sechs Teams dürfen also hoffen. In Cottbus dagegen ist der Klassenerhalt ganz weit entfernt.

14 Punkte aus 22 Spielen hat Energie auf der Habenseite stehen – das ist natürlich viel zu wenig. Aus den letzten zehn Spielen sprang gerade einmal ein Punkt heraus, beim 2:2 in Aalen. Am Freitag empfangen die Lausitzer Kaiserslautern, das derzeit selbst schwächelt, die letzten beiden Partien gingen verloren. Hält die Serie an, kann sich Paderborn zeitgleich am Freitag (gegen Bochum) von den Pfälzern absetzen. Die Ostwestfalen holten 16 Punkte aus den letzten sechs Partien. Auf Platz 15, aber fünf Punkte vor dem Relegationsplatz liegen Neururers Bochumer, die eine unberechenbare Saison spielen. Zum Beispiel gewann der VfL vor zwei Wochen überraschend auf St. Pauli.

Die dritte Freitagspartie lautet Düsseldorf gegen Bielefeld, die zwischenzeitlich so starke Arminia muss bei den zwischenzeitlich so schwachen Fortunen etwas holen, wenn sie vorhat, Rang 17 (22 Punkte) zu verlassen. Den gleichen Zählerstand weist übrigens Dresden auf Rang 16 auf und muss am Sonntag nach Ingolstadt, das zuletzt zwei Mal gewinnen konnte. Dynamo dagegen konnte nur drei Punkte aus den letzten sechs Begegnungen erzielen. Mit 27 Punkten auf Platz 14 steht der FSV Frankfurt – ob beim Gastspiel in Fürth etwas dazukommt, ist fraglich. Immerhin konnten die Franken zuletzt beim 1:1 in Köln punkten. Dennoch, die Fürther Bilanz ist eine wilde Achterbahnfahrt.

Aue empfängt Köln

Nur einen Zähler hinter Fürth lauert auf Platz drei der KSC, am Sonntag zu Gast in Aalen. Die Badener haben seit Ewigkeiten kein Spiel mehr verloren, aber auch die Aalener Tendenz zeigt nach oben – zuletzt gelang ein 2:1-Erfolg in Kaiserslautern. Sollten die Karlsruher nicht gewinnen, so werden sie mit Sicherheit von hinten überholt, dort lauern vier Teams (zwei davon punktgleich mit dem KSC). Der Blick auf die Tabelle war für 1860 in dieser Saison auch schon mal angenehmer, nach nun fünf sieglosen Spielen ist der Aufstiegszug wohl schon abgefahren. Der punktgleiche Gegner aus Sandhausen ist diese Saison nicht berechenbar.

Zwei Siege sind Aue in den letzten beiden Partien gelungen, dementsprechend selbstbewusst tritt man im Erzgebirge gegen den Tabellenführer aus Köln an. Wie der zu schlagen ist, haben die Paderborner schließlich vor vier Wochen gezeigt – und zwar sogar auswärts. Am Montagabend kommt es in Hamburg zu einem echten Schmankerl, wenn St. Pauli (zuletzt durchwachsen) auf Union Berlin (fünf Mal ungeschlagen bei elf Punkten) trifft. Das waren zuletzt immer rassige und hochklassige Partien mit vielen Toren und oft dem besseren Ende für die Köpenicker, die auch dieses Mal leicht favorisiert ins Toppspiel gehen.

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