Wer beißt in den sauren Apfel?

Während es für die Clubs aus München und Dortmund sowie für jene sieben Vereine zwischen Platz neun bis fünfzehn am letzten Spieltag nur noch um die „Goldene Ananas“ geht, wird andernorts noch kräftig gehofft – oder gezittert. Je nach Ausgangslage.

Wobei es für jene Mannschaften, die gegen den Abstieg kämpfen, wohl ein Luxusproblem sein muss, wenn man sich wie Augsburg, Mainz, Mönchengladbach, Wolfsburg, Leverkusen und Schalke um jene Plätze streitet, die zur Teilnahme an Europa League oder Champions League berechtigen. Natürlich, keiner dieser Clubs möchte leer ausgehen oder aus den Champions-League-Rängen in die Europa-League-Platzierungen zurückfallen, was eh nur noch für Schalke (gegen Nürnberg) und Leverkusen (gegen Bremen) gilt. Ein Ausrutscher der Werkself gegen Werder indes würde für Wolfsburg und Gladbach bedeuten, dass beide Teams mit einem Sieg auf Platz vier springen und sich somit zumindest den Qualifikationsrang zur Königsklasse sichern könnten.

Das Problem: die beiden Clubs spielen am Samstag gegeneinander, und zwar mit Heimrecht für Wolfsburg. Der Vorteil für beide ist aber auch, dass nach unten nichts mehr schief gehen kann, da die sechstplatzierten Mainzer zu weit entfernt sind, sich im Heimspiel gegen Hamburg aber gegen die wiederum nur einen Zähler hinter dem FSV platzierten Augsburger wehren müssen, die die Frankfurter Eintracht zu Gast haben. In all diesen Partien wird sich entscheiden, wer neben Bayern München und Borussia Dortmund die Bundesliga in der kommenden Saison in der Champions League vertreten wird und wen die DFL als Vertreter in die Europa League entsendet, die für die deutschen Clubs in der ablaufenden Spielzeit kein Glücksbringer war.

Nürnberg mit den schlechtesten Chancen auf den Relegationsplatz

Bleiben die Paarungen um die Goldene Ananas und den sauren Apfel. Von den neun oben erwähnten Teams treffen sechs direkt aufeinander: München empfängt Stuttgart, Dortmund reist nach Berlin (schon eine Woche vor dem Pokalfinale) und Hannover spielt gegen Freiburg. In allen Partien geht es nur darum, sich ordentlich aus der Saison zu verabschieden – auch das sehen jene Vereine, die sich mit aller Macht gegen den direkten Abstieg stemmen, wohl als Luxusproblem. Doch das haben sie sich in Braunschweig, Nürnberg und Hamburg selbst eingebrockt.

Denn von „gegen den Abstieg stemmen“ kann nicht die Rede sein. Der HSV und Braunschweig haben die letzten vier, Nürnberg gar die letzten sechs Spiele verloren, die Torverhältnisse der letzten vier Begegnungen dieser drei Clubs lauten: 0:9 (Braunschweig), 2:12 (Nürnberg), 4:12 (HSV). Wie erwähnt tritt Hamburg in Mainz an, Nürnberg spielt auf Schalke – und Braunschweig in Hoffenheim, für das es um nichts mehr geht. Stehen die Chancen für Braunschweig also besser? Nicht unbedingt, denn nur ein Sieg hilft, ein Punkt wäre zu wenig. Die schlechtesten Chancen hat Nürnberg: Schalke will in die Champions League und braucht dafür unbedingt einen Punkt.

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