Die Kunst des Angriffsfussballs 1

Führt es zu weit, wenn offensiver Fußball, der ständig im Begriff ist, Torchancen zu kreieren und dem Gegner das Defensivspiel aufzuzwingen, wenn dieser Fußball also mit dem Begriff der Kunst in Verbindung gebracht wird? Dazu ein klares: Nein! Denn mal ehrlich: Wenn man in den letzten Jahren den FC Barcelona mit Messi, Xavi, Iniesta und Konsorten hat spielen sehen, wem ist der Begriff Kunst dabei noch nicht in den Sinn gekommen? Auch die Spiele der deutschen Nationalelf in Südafrika, etwa gegen Australien, England, Uruguay und ganz besonders gegen Argentinien lassen sich durchaus einem hohen künstlerischen Wert zuordnen.

Und auch, wenn der Leitfaden „Die Kunst des Angriffsfußball“ von Norbert Elgert und Peter Schreiner schon ein wenig älter ist: Offensiver Fußball ist zeitlos attraktiv, und Offensivfußball so zu spielen, dass dabei viele Chancen herauskommen, war schließlich schon immer eine Kunst für sich. Dazu bedarf es der „Fähigkeit aller Spieler auch unter größtem Druck präzise, schnell und direkt zu kombinieren“, wie es Micheal Skibbe im Vorwort ausdrückt. Denn „ausgeklügelte Defensivkonzepte“ machen im modernen Fußball die Räume enger, was dazu führt, dass der „Gegner- und Zeitdruck für den Spieler am Ball immer größer“ wird, so Skibbe weiter.

Im ersten Band ihrer zweiteiligen Serie, die im Carolus-Verlag erschienen ist, widmen sich Elgert und Schreiner den für offensive Spieler nötigen Gegenmaßnahmen: direkt spielen, blitzschnell kombinieren, erfolgreich angreifen. Auf 48 Seiten stellen sie zunächst ihr Konzept vor, wie die komplexen Trainingsformen, derer es dazu bedarf, richtig vermittelt werden und wie die im Training erlernten Muster auch auf das Spiel anwendbar sind. In den folgenden sieben Kapiteln betrachten die Autoren 29 unterschiedliche, durch Grafiken unterlegte Trainingsübungen, die helfen sollen, das Offensivspiel vielleicht nicht gleich zur Kunst, aber doch zumindest zum herrschenden Prinzip des Fußballspiels zu erheben. Dabei befassen sie sich nach grundlegenden Übungen hauptsächlich mit dem direkten Spiel, mit schnellen Passfolgen und urplötzlichen Antritten, die nötig sind, um Räume zu schaffen.

Die Mannschaft, die technisch und taktisch in der Lage ist, nach dem Ballgewinn schnell auf die Offensive umzuschalten, hat nach Meinung der Verfasser die größeren Chancen, das Spiel zu gewinnen, und diese These ist durch die Statistik auch belegt. Die meisten Tore fallen innerhalb weniger Sekunden nach der Balleroberung und nach weniger als fünf aufeinanderfolgenden Pässen. Und genau auf diese Punkte versuchen Elgert und Schreiner einzugehen, was ihnen auch prima gelingt. Trainern, die offensiv denken, sei das Studium dieses Heftes damit empfohlen.


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Die fussballtraining.de-Meinung:

Schnell und direkt nach vorn! Wirklich guten Mannschaften wie der FC Arsenal, der FC Barcelona, Manchester United etc. ist eines gemeinsam: das schnelle Umschalten von Defensive auf Offensive, um zum Torabschluss zu kommen. Wenn die gegnerische Abwehr noch nicht wieder formiert ist, sind die Chancen dafür am besten. Doch nützt das alles nichts, wenn die Präzision und die Sicherheit beim Passspiel nicht vorhanden sind? Die Autoren Norbert Elgert und Peter Schreiner geben mit „Die Kunst des Angriffsfußballs I“ ein Übungsheft heraus, das es versteht, die für das schnell vorgetragene Offensivspiel wertvolle Tipps zu liefern, indem es sich bei den vorgeschlagenen Übungen eng an tatsächlichen und komplexen Spielsituationen orientiert.

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