Die richtige Kommunikation auf dem Platz fördern

Gute Kommunikation ist ein wesentliches Element einer erfolgreichen Fußballmannschaft. Es gibt Mannschaften mit sehr guten Einzelspielern, die nicht dazu in der Lage sind, untereinander sinnvoll zu kommunizieren. Dieses Thema ist für jeden Trainer sehr wichtig. Wenn Sie Spieler haben, die sich gegenseitig auf dem Platz niedermachen, hilft Ihnen auch das beste Taktiktraining nicht. Deswegen sollten Sie daran interessiert sein, von Anfang an eine gute Kommunikation zu etablieren. Allerdings ist das nicht ganz so einfach, wie es vielleicht scheinen mag.

So sollte nicht auf dem Platz kommuniziert werden

„Du kannst ja gar nichts“, „Dich spiel ich nicht mehr an!“, „Trainer, entweder du wechselst XY aus oder ich gehe vom Platz“, „Du bist ein [beliebiges Schimpfwort]!“, „Das war heute mein letztes Spiel in diesem [beliebige Abwertung] Team!“ – Schon mal gehört? Es gibt wohl kaum einen Fußballer/Trainer, der nicht schon einmal derartige Sprüche erlebt hat. Aber noch nie ist eine Mannschaft durch solche Sätze besser geworden. Stattdessen entstehen negative Emotionen, die meist dazu führen, dass die Gesamtleistung deutlich schlechter wird. Als Trainer sollten Sie darauf hinarbeiten, dass die Spieler konstruktiver miteinander umgehen.

Klare Anweisungen und klare Hierarchien

Wenn das Team noch keine klare Hierarchie hat, liegt es an Ihnen, die Wortführer auf dem Platz zu bestimmen. Zwei oder drei Spieler sollten das Recht haben, Anweisungen zu geben. Wenn diese Spieler von Ihnen gestützt werden, steigt die Akzeptanz innerhalb des Teams. Zudem ist es wichtig, dass die Spieler klare und konstruktive Ansagen machen. „Deck deinen Gegenspieler enger!“ ist eine wesentlich sinnvoller Anweisung als „Spiel endlich mal besser!“ Durch Gespräche mit Ihren Führungsspielern, aber auch durch unmittelbare Korrekturen beim Training können sie dafür sorgen, dass die Qualität der Anweisungen ein hohes Niveau erreicht.

Positive Unterstützung statt egoistischer Meckerei

Für jeden Fußballer ist es schwierig zu ertragen, wenn die Mitspieler negative Kommentare geben. Das wird sich nie ganz vermeiden lassen, aber grundsätzlich sollte ein Klima im Team herrschen, in dem es normal ist, dass mehrere Spieler einen aufmunternden Kommentar geben, wenn ein Spieler einen Fehler macht. Wenn ein Spieler nicht nur schlecht ist, sondern auch durch mangelnden Einsatz auffällt, kann es vielleicht auch einmal angemessen sein, dass ein Führungsspieler einen harschen Kommentar loslässt. Aber das muss die Ausnahme sein. Mannschaften, in denen sich die Spieler gegenseitig fertig machen, können niemals ihr maximales Leistungspotenzial ausschöpfen.

Bei jedem Training die richtige Kommunikation anmahnen

Im Training legen Sie auch bei der Kommunikation innerhalb des Teams die Grundlage für das Spiel. Wenn Sie es zulassen, dass sich die Spieler im Training angiften und beleidigen, dürfen Sie sich nicht wundern, wenn dies auch im Spiel passiert. Wenn Sie vom ersten Tag an sofort eingreifen, wenn ein Spieler negativ kommuniziert, können Sie diese Unsitte sehr wirkungsvoll unterbinden. Wenn Ihre Spieler verstehen, dass negative Kommunikation unter Ihrer Leitung weder erwünscht noch toleriert wird, ergeben sich viele Dinge von ganz alleine. Fordern Sie Ihre Spieler immer wieder dazu auf, sich gegenseitig zu bestärken, insbesondere bei misslungenen Situationen.

Kritischer Umgang außerhalb des Platzes als wichtige Ergänzung

Ein kritischer Umgang untereinander ist für jedes Team wichtig. Allerdings gehört die Kritik nicht auf den Platz. Wenn Sie eine Kommunikationskultur herstellen, in der die Spieler sich außerhalb des Platzes gegenseitig konstruktiv kritisieren können, sind Sie schon sehr weit. In funktionierenden Mannschaften werden die positiven Entwicklungen nicht alleine vom Trainer, sondern auch von den Spielern angestoßen. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, indem Sie jede Kritik mit einer konstruktiven Lösung versehen! Es hilft einem Spieler nichts, wenn Sie Ihm sagen, was er falsch gemacht hat, wenn Sie Ihm nicht gleichzeitig aufzeigen, wie er es beim nächsten Mal besser machen kann. Genau so sollten auch die Spieler miteinander umgehen.

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