Freiburg Training in der Woche der Wahrheit

Will der SC Freiburg in der Europa League überwintern möchte, so muss er am Donnerstag gegen den Tabellenführer FC Sevilla die drei Punkte in Freiburg behalten. Die „Woche der Wahrheit“ hätte allerdings nicht schlimmer starten können. Eine herbe 0:3-Klatsche setzte es gegen den VfL Wolfsburg.

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Dementsprechend schlecht gelaunt war Christian Streich trotz des tollen Wetters in Freiburg-Littenweiler. Das Training verbrachte er sitzend auf einem Medizinkoffer, ohne auch nur ein Wort an die Mannschaft zu richten, lediglich in den Trinkpausen führte er kurze Gespräche mit einzelnen Spielern.

Laufschule und kurze Dehnung als Erwärmung

Die neun anwesenden Feldspieler erwärmten sich mit einer ausführlichen Laufschule und wurden dabei von den verletzten Spielern Jonathan Schmid, Julian Schuster, Mensur Mujdza, Vegar Hedenstad und Hendrick Zuck aufmerksam beobachtet. Die genannten Spieler drehten zu Beginn der Trainingseinheit einige Runden bevor es für sie wieder in die warmen Kabinen ging. Nur Jonathan absolvierte ein persönliches Training unter Leitung von Physiotherpeut Uwe Vetter.

Torwarttrainer Andreas Kronenberg machte die beiden Torhüter Daniel Batz und Alexander Schwolow wieder fit für mögliche kommende Einsätze. Besonderen Wert legte er dabei auf die fußballerischen Fähigkeiten der beiden Jungtorhüter. Dabei ging es vor allem um das Passspiel, die Ballan- und mitnahme. Später sollten die Torhüter noch zur Mannschaft stoßen.

5-gegen-5 auf drei Tore

Iraklis Metaxas teilte die Feldspieler in zwei Teams ein, wobei er ein Team aufgrund der ungeraden Spieleranzahl persönlich unterstützen musste. Die kommende Übung war einfach und schnell erklärt In einem runden Feld von der größe des Mittelkreises wurde 5-gegen-5 gespielt. Auf der äußeren Feldmarkierung waren drei Minitore aufgestellt.

In der ersten Form gab es keine Kontaktbegrenzung, die einzigen Regeln bestanden darin, dass die torerzielende Mannschaft in Ballbesitz blieb und nun auf eins der beiden anderen Minitore angreifen musste.





Nach fünf Minuten wurde die Übung kurz unterbrochen und die Spieler mussten zwei Bahnen locker laufen. Nachdem sie das erledigt hatten wurde die Übung ein wenig schwerer gestaltet. Es gab nun zwei Pflichtkontakte, was das Spieler deutlich schneller machte. Unnötige Dribblings blieben weg und die Handlungsschnelligkeit der Spieler wurde erheblich stärker gefordert.





Wiederum nach fünf Minuten wurde die Übung von Streich-Assisten Metaxas unterbrochen und die Spieler hatten nun leichte Ballarbeit in kleinen Gruppen als Aufgabe. Dabei wurden alle möglichen Varianten des Passspiels durchgespielt. Ob kurz oder lang, flach, halbhoch oder hoch, direkt oder mit Annahme, alles wurde gefordert und entsprechend in die Tat umgesetzt.

Schnelles Spiel auf dem Halbfeld

Nun wurden die Torhüter mit eingespannt. Auf einem Spielfeld mit den Maßen des Halbfeldes spielten die beiden eingeteilten Mannschaften nun ohne Unterbrechung gegeneinander. Die Marschroute war aber nicht das gewohnte Pressing, sondern die Spielkontrolle.

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So waren kaum riskante Pässe zu sehen, vor allem aber lange Ballbesitzzeiten und sehr konsequentes verschieben in der Verteidigung. Das Trainerteam wollte vor allem Torabschlüsse anstatt von riskanten Dribblings und Ballverlusten sehen, wenn sich die Möglichkeit bot.





Zum runterkommen und durchatmen wurde im Anschluss eine Torschussform durchgespielt. Die zweite Variation davon ist in der nachstehende Grafik zu sehen. Der Spielaufbau erfolgt er quer, bevor Spieler B den Doppelpass mit C sucht, der Ball gelangt nun zu D, der nur noch quer auf C ablegt. Nach dem Abschluss von C spielen E und F auf der Außenbahn einen Doppelpass, C und D kreuzen im Strafraum die Laufwege und verwerten daraufhin die Flanke.


Die einfachere Form ist die, dass C dem Pass von B aus dem Weg geht, sodass D direkt den Ball bekommt und nur noch quer legt. Damit fällt der vorige Doppelpass von B und C weg. Diese Übungsform wurde über beide Seiten gespielt und in einer letzten Form legten die Spieler selber fest, welche der beiden Varianten sie durchspielen.

Dabei kommt es vor allem auf die Reaktionsschnelligkeit von B und D an, die auf die Bewegung von C achten müssen. Entwerder fordert dieser aktiv den Ball von B oder dreht ab und geht dem Pass aus dem Weg.





Enges Spielfeld zum Abschluss

Die letzten zehn Minuten des Trainings wurde auf einem sehr kleinen Spielfeld von der Größe des 16ers 4-gegen-4 gespielt. Dabei lag das Augenmerk vor allem auf den Torabschlüssen.

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Die Spieler feuerten nun aus allen Lagen auf das Tor und verschafften sich so viel Selbstvertrauen. Der sonst so oft eingeforderte Kombinationsfußball blieb hier auf der Strecke, wobei das ausdrücklich von den Trainern eingefordert wurde.

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