Freiburger U23: Nach kalter Dusche Umstellung auf 4er Kette

Die ersten beiden Saisonspiele konnte die Freiburger Reservemannschaft siegreich gestalten, doch der FSV Bissingen war eine Nummer zu groß. Mit einer auf drei Positionen umgestellten Startformation, im Vergleich zu den vorherigen Spielen, ging die Mannschaft von Christian Preußer in das Spiel. Für Kolja Hermann verteidigte Constantin Schöttgen rechts hinten und Rico Wehrle wurde durch Mohammed Dräger ersetzt. Außerdem rückte Fabian Rüdlin für Amir Farlahen in die Startelf, dessen Position von Kapitän Felix Roth eingenommen wurde.

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Schock in der ersten Minute

Das Spiel wollten die Freiburger direkt an sich reißen, doch bereits der dritte Pass wurde abgefangen. Nach einem Pass in die Tiefe und einer Ablage nach Rechtsaußen, war es schließlich der Bissinger Stürmer, welcher vom Elfmeterpunkt einschieben konnte. Diese kleine Unachtsamkeit warf den Matchplan von Trainer Preußer komplett über den Haufen. In der Anfangsphase versuchten die Freiburger noch den Spielaufbau aus einer untypischen Dreierkette.

Da mit Kai Brünker nur ein nomineller Stürmer auf dem Platz stand und Roth seine Rolle eher als hängende Spitze interpretierte, waren die Voraussetzungen dafür nicht die schlechtesten. Weiss ließ sich dafür aus dem defensiven Mittelfeld zwischen die Innenverteidiger fallen, die Außenverteidiger schoben weit nach vorne und Roth unterstützte Rüdlin im zentralen Mittelfeld. (siehe nachfolgendes Foto)

Die Freiburger nur mit ihrem Durchsteck-Spielzug gefährlich

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Nachdem es aber vor allem über die rechte Freiburger Seite zu vielen Fehlpässen und Ballverlusten kam, wurde wieder aus der gewohnten Viererabwehrkette aufgebaut. Die hatte den Vorteil, dass Roth nun weiter vorne agieren konnte und das Spiel nicht wie zuvor über die Außen aufgezogen werden musste.

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Gefährlich wurden die Breisgauer im ersten Durchgang nur einmal. Ein Diagonalball von Müller landete weit links bei Lickert, der auf den in die Tiefe gehenden Rodas durchstecken konnte. Diesen Spielzug haben die Freiburger verinnerlicht, er ist jedoch nur zu möglich, wenn sich der Außenverteidiger durch einen beherzten Sprint von seinem Gegenspieler lösen kann und die gegnerische Abwehrkette nicht schnell genug verschiebt, sich somit eine Lücke zwischen Innen- und Außenverteidiger auftut.


Die Bissinger zeigten sich zu Beginn und am Ende der Halbzeit am effektivsten. In der 44. Minute konnten sie wiederum einen Pass von Constantin Schöttgen abfangen, weshalb sich eine zwei gegen zwei Situation gegen die Innenverteidiger des SC ergab. Ein ausbleibendes Kommando, dass der Stürmer im Rücken von Müller kreuzte, ließ dem Bissinger Stürmer die entscheidende Sekunde Vorsprung haben, um auf 2:0 zu erhöhen.


Mittelzonen-Pressing verhindert Offensivfeuerwerk

Durch die Positionsgetreuen Einwechslungen von Hermann und Wehrle für Schöttgen und Lickert sollte ein Freiburger Offensivfeuerwerk abgefackelt werden. Einzig die Abwehr wurde bei Zeiten außer Acht gelassen. Die Bissinger Abwehrreihen verschoben gut und warteten auf die entscheidenden Momente, um das Spiel auf den Außenpositionen eng zu machen und zu Ballgewinnen im Bereich der Mittellinie zu kommen. So auch vor dem 3:0, als Hermann den Ball verlor und der Bissinger Linksaußen nach einem diagonalen Dribbling einen flachen Diagonalpass auf sein Pendant auf der rechten Seite spielen konnte. Dieser konnte sich gegen den nicht konsequent agierenden Rodas durchsetzen und in die lange Ecke vollenden.

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Freiburger stecken nicht auf


Nur zwei Zeigerumdrehungen später in der 56. Minute verlor Müller als letzter Mann den Ball und der Stürmer hatte alleine vor Eisele keinerlei Probleme zum 4:0 zu vollenden. Das Spiel war damit gelaufen, doch die Breisgauer steckten nicht auf und erspielten sich einige gute Chancen. Die beste Chance resultierte aus einer eigenen Ecke. Den abgewehrten Ball brachte Hermann zu Rodas an die linke Außenbahn. Durch einen direkten Doppelpass mit Roth konnte Rodas abermals von der Grundlinie in die Mitte flanken, wo sich jedoch kein Abnehmer fand.

Von Lars Petersson

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