Freiburger U23 Spiel: 4-4-2 und 4-3-3 im Wechsel

Die Vorsaison verlief enttäuschend. Der verpasste Aufstieg von Waldhof Mannheim in der Relegation zur dritten Liga hatte ein Absteigen der Freiburger U23 in die Oberliga Baden-Württemberg zur Folge.

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Ein Umstand, der durch den Aufstieg der Profis in die Bundesliga umso ärgerlicher ist. Ein Wechsel auf der Trainerposition und zahlreiche Neuzugänge, darunter ein halbes Dutzend Jugendspieler, sollen nun frischen Wind bringen.

Freiburger provozieren Überzahlsituationen

Auch unter dem neuen Trainer der Freiburger Reservemannschaft wurde das Freiburger 4-4-2 nicht verändert. Gegen den Mitabsteiger SV Spielberg begann die junge Mannschaft forsch. Dabei wurde durch die offensiv agierenden Außenverteidiger Druck auf die Spielberger Defensivreihen aufgebaut.

Die Freiburger Innenverteidiger postierten sich im Spielaufbau sehr breit und wurden durch einen zurückfallenden Mittelfeldspieler unterstützt. Dieser Umstand hatte zur Konsequenz, dass die Spielberger, mit nur einem Stürmer spielend, Probleme im ballorientierten Verschieben hatten und somit immer wieder einer der beiden Innenverteidiger scharfe Pässe in die Zwischenräume spielen konnte.

Vor allem über die rechte Außenverteidigerposition wurde das Spiel stark nach vorne getragen. Der agile Kolja Herrmann bot sich oft in den Halbräumen zwischen offensivem Mittelfeldspieler und linkem Spielberger Flügelspieler an. Der Flügelspieler wurde somit Richtung Zentrum gezogen und ein Pass auf den sehr breit stehenden Freiburger Außenbahnspieler Eric Lickert wurde möglich. Da sich Hermann schon im Halbraum befand konnte das Spiel nun verlagert oder eine Überzahlsituation geschaffen werden.

Freiburger mit Diagonalbällen zum Erfolg

Der Freiburger Führungstreffer jedoch wurde, ebenso wie der zweite Treffer im zweiten Spielabschnitt, über die linke Seite erzielt. Die Spielberger verschoben weit auf die andere Seite, weshalb die ballferne linke Seite durch einen langen Diagonalball des Freiburger Innenverteidigers Constantin Schöttgen freigespielt werden konnte.
Dort konnte der Linksverteidiger Rodas Steeg den Ball direkt auf den durchstartenden Rico Wehrle weiterleiten. Dieser flankte von der Grundlinie und nach einigem Hin und Her konnte Rodas Steeg vollenden.

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Die U23 phasenweise in einem 4-3-3

Defensiv agierte der Sportclub mit einer hoch stehenden Abwehrkette. Die Stürmer störten die Innenverteidiger schon bei der Ballannahme und lenkten den Ball geschickt auf die Außenverteidiger. Dort konnte mit Unterstützung der zentralen Mittelfeldspieler ein ums andere Mal der Ball gewonnen werden.
Weiterhin gab es Situationen, in denen sich ein Spielberger Mittelfeldspieler zwischen die Innenverteidiger fallen ließ. Die Ordnung der Freiburger sah in so einem Fall ein Nachrücken eines eigenen Mittelfeldspielers vor. Somit agierten die Freiburger phasenweise in einem 4-3-3 in defensiver Ordnung.


Spielberger stellen sich ein

Die Spielberger konnten sich ab der Mitte der ersten Hälfte auf das Freiburger Spiel einstellen. Das breite Flügelspiel wurde durch bessere Bewegungen der zentralen Mittelfeldspieler eingedämmt. Die Flügelspieler hatten so die Möglichkeit zur Verhinderung der langen Pässe aus der Innenverteidigung. Die Sportvereinigung wurde selber lediglich durch Standardsituationen gefährlich.

Offensivere Spielberger mit Pressing in Halbzeit Zwei

Die Spielberger verschoben ihre Abwehrreihen nun um einige Meter nach vorne und durch die Hereinnahme eines weiteren Stürmers wurde nun mit zwei Stürmern Pressing gespielt. Die Spieleröffnung der Freiburger Innenverteidiger sollte so verhindert werden, doch diese nutzten nun vermehrt lange Bälle auf die Flügelspieler.
Das Spielberger Defensivverhalten war in der Umsetzung nicht konsequent genug, weshalb sich den Freiburgern in nahezu jeder Situation Anspielmöglichkeiten boten. Somit konnte Freiburg auch weiterhin einen gepflegten Angriffsfußball spielen.

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Freiburger kontern nun

Dieser wurde aber vermehrt von Kontern geprägt, wenn auch das zweite Tor abermals durch eine Ballstafette über die linke Seite zustande kam. Aus dem rechten Halbraum wurde ein Flügelwechsel gespielt, welcher wieder durch einen schnellen Pass in die Tiefe weitergeleitet wurde. Ein flacher Pass in den Rückraum führte nun zum Ausbau der Führung.
Die Freiburger Führung konnte trotz dem Spiel wenig zuträglichen Auswechslungen und dem daraus resultierenden Anschlusstreffer der Spielberger nach einem langen Ball über die Abwehrkette, welcher durch die Stürmer nicht verhindert wurde, über die Zeit gerettet werden.

Autor: Lars Petersson

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