Kölner Profis festigen das 4-4-2-System

Fünf Tage vor dem Rückrunden-Auftakt in Mainz haben die FC-Profis nach einem intensiven Stationentraining das 4-4-2-System in einem ausgiebigen Trainingsspiel weiter gefestigt. Sowohl die Formation als auch die taktische Herangehensweise für den Pflichtspielauftakt scheinen klar. Lediglich personell ist noch vieles offen. Die Optionen von Trainer Peter Stöger sind dabei auch ohne Neuzugänge größer geworden.

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Kugel bittet zum Warm-Up an fünf Stationen

Nach zwei lockeren Runden um den Platz zu Beginn der Trainingseinheit rief Athletik-Coach Yann-Benjamin Kugel die 21 Feldspieler – nur noch Sehrou Guirassy, Marcel Risse und Torwart Timo Horn sind verletzt – in einer Platzecke zusammen und teilte sie in fünf annähernd gleichgroße Gruppen ein. An den verschiedenen Stationen sollten die Akteure den Ball dribbeln, Skippings (1 x seitlich, 1 x frontal) ausführen, Hürden im Laufschritt überqueren (seitlich und frontal im Wechsel) und schnelle Sidesteps absolvieren.

Regelmäßig wechselten die Gruppen ihre Station. Nach dem ersten kompletten Durchlauf streute Kugel für alle Spieler einige Dehn- und Stabilisationsübungen ein. Danach wurde die laufende Trainingsform leicht abgeändert fortgesetzt: Nach den jeweiligen Übungen an den Stationen sollten die Spieler einen Sprint von etwa 10 Metern Länge anziehen. Innerhalb von weniger als 15 Minuten vereinte Kugel somit viele relevante Anforderungen in einer abwechslungsreichen Form.


Torwarttrainer Alexander Bade arbeitete derweil in verschiedenen mit Thomas Kessler und Sven Müller in drei verschiedenen Varianten an der Schnelligkeit und Explosivität aus den Beinen heraus.

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11 gegen 11 im 4-4-2 mit freiem Mann

Nachdem sich die Feldspieler gut fünf Minuten locker mit einigen Bällen frei über den Platz bewegt hatten, stand auch schon das Trainingsspiel auf dem Programm. Trainer Stöger schickte zwei gleichwertige Teams auf den Platz, Rückschlüsse auf die Startelf beim 1. FSV Mainz 05 am Sonntag wären daher spekulativ. Dass der Coach zum Start ein 4-4-2 bevorzugt, deutet sich dagegen immer stärker an. Beide Mannschaften agierten über die komplette Spielzeit in dieser Anordnung.

Mal früher Druck, mal zurückgezogen

Die FC-Spielweise ähnelte der im einzigen öffentlichen Testspiel der Rückrundenvorbereitung beim VfL Bochum: Der Trainer möchte einen situativen Wechsel von aggressivem Angriffspressing auf ein zurückgezogenes Mittelfeldpressing sehen. Durch Hikmet Ciftci als freiem Mann befand sich das ballführende Team zudem stets in Überzahl. Dies führte zunächst allerdings nicht zu mehr Torchancen, das Geschehen spielte sich weitgehend im Mittelfeld ab.

Risiko des frühen Störens wird offensichtlich

Nach zahlreichen Ballgewinnen durch überzeugendes Stören im Angriffsdrittel zu Beginn zeigte sich derweil auch die Schattenseite eines taktisch mutigen Auftretens: Mit zunehmender Dauer häuften sich Tore nach zu einfachem Überspielen der ersten Angriffsreihe. Im Endeffekt wird es wohl auf die Dosis des Einsatzes von überfallartigem Gegnerdruck ankommen, ob es eher produktiv oder gefährlich für die Resultate des FC ist.

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Nach insgesamt 60 Minuten auf dem Rasen erteilte Stöger seinen Kickern Feierabend und hatte sicher einige neue Erkenntnisse mitgenommen. Das Rennen um die Stammplätze läuft, externe Verstärkung für die in der Breite dünn besetzte Defensive ist weiterhin nicht ausgeschlossen.

von Tom Trilges

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