Personalsorgen? Der 1. FC Köln mit 17 Spielern zum Trainingsauftakt

Dem plötzlichen Wintereinbruch im Rheinland zum Trotz präsentierten sich die Bundesliga-Profis des 1. FC Köln zum Start der Rückrunden-Vorbereitung am Montag etwa 100 Zuschauern im Franz-Kremer-Stadion am Geißbockheim. Bei 2 Grad Außentemperatur ließen die Stars ihre Anhänger allerdings eine halbe Stunde lang warten und erschienen erst um 15:31 Uhr auf dem Rasen. Danach absolvierte das Team einen 60-minütigen „Aufgalopp“ bei lockerer Atmosphäre.

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Neuzugänge sehr wahrscheinlich

Der Kader zeigte sich nach den Winter-Abgängen von Linksverteidiger Filip Mladenovic (Standard Lüttich) und Innenverteidiger Mergim Mavraj (Hamburger SV) arg ausgedünnt: Von den verbliebenen 23 Profis im Kader waren lediglich 17 (2 Torhüter plus 15 Feldspieler) einsatzfähig, der FC hat weiterhin zahlreiche verletzte Akteure – darunter Stammkräfte wie Timo Horn, Marcel Risse und Leonardo Bittencourt – zu beklagen. Dagegen mit von der Partie: Rückkehrer Christian Clemens (FSV Mainz 05). Dass der Club bis zum Liga-Start am 22. Januar in Mainz gerade für die Defensive noch auf dem Transfermarkt nachlegen wird, scheint sicher.

Aufwärmprogramm und die ersten Ballkontakte

Während Torwarttrainer Alexander Bade die beiden Keeper Sven Müller und Thomas Kessler warmschoss, drehte der Rest zunächst einige Runden in lockerem Tempo um den Platz. Athletik-Coach Yann-Benjamin Kugel rief danach zu einem intensiveren Warm-Up. Die verschiedenen Bewegungen wie Skippings, Sidesteps, Kniehebellauf und Anfersen verpackte er dabei in einen kleinen Rundlauf-Aufbau mit zwei Gruppen. Zwischendurch unterbrach er, um am Startpunkt Dehnübungen auf der Stelle ausführen zu lassen. Das Tempo für den Rundlauf wurde stetig gesteigert, nach den Skippings über kleine Hürden sollte schließlich sofort ein Sprint angezogen werden.


Gegen 15:45 Uhr durften die Spieler erstmals im neuen Jahr an die Bälle: Trainer Peter Stöger ließ seine Schützlinge auf einer Spielhälfte frei mit einigen Bällen kombinieren, zunehmend wurden auch längere Flugpässe eingestreut.

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Abschlussspiel 8 gegen 8 mit freiem Mann – ohne den letzten Ernst

Im Anschluss konnten die FC-Kicker 45 Minuten lang wieder in den Spielrhythmus finden: Stöger setzte ein freies Spiel auf Tore über den halben Platz mit 8 gegen 8 an, die Mannschaft in Ballbesitz agierte durch einen freien Mann stets in Überzahl. In gemächlichem Tempo schlichen sich zunächst einige Fehler und Ungenauigkeiten ein, mit der Zeit fanden beide Teams aber besser in die Partie. Das Trainerteam hielt sich mit Anweisungen merklich zurück und griff in der ersten Einheit des Jahres 2017 kaum ein. Highlight: Marco Höger forderte nach einem vermeintlichen Foulspiel im Strafraum einen Elfmeter, den Stöger jedoch abwinkend verweigerte. Beide hatten gut lachen über die Szene.

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Personalsorgen verschärfen sich

Weniger lustig dürften die Verantwortlichen den vorzeitigen Trainingsabbruch von Yuya Osako (Probleme am Sprunggelenk) und die leichte Hüftblessur von Anthony Modeste nach einem Zweikampf während des Abschlussspiels finden. Zumindest konnte Top-Torjäger Modeste die Einheit beenden, wenn auch sichtlich unter Schmerzen. Die Partie wurde nach Osakos Ausfall ohne freien Mann fortgesetzt. In den nächsten Tagen stehen stets zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, bevor am Samstag mit dem Testspiel beim Zweitligisten VfL Bochum der erste Härtetest folgt; möglicherweise schon mit neuem Personal.

von Tom Trilges

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