Das A und O der Trainingsgestaltung

Um die Inhalte von einzelnen Trainingseinheiten oder um detaillierte Übungen geht es hier bei Fussballtraining.de ja eigentlich – doch nicht an dieser Stelle. Hier wollen wir vielmehr darauf hinweisen, wie man als Trainer während einer Einheit einen optimalen Ablauf garantieren kann und muss. Es handelt sich dabei keinesfalls um komplizierte Dinge, vielmehr geht es, wie der Name schon sagt, um das A und O der Gestaltung einer Einheit.

So sollte ein Trainer etwa dafür sorgen, dass er im Vorlauf einer bestimmten Übung deren Ziel erläutert – und darauf pochen, dass die Verfolgung dieses Zieles konsequent umgesetzt wird. Die Spieler können die Übung so konzentrierter angehen; sie sind motivierter, wenn sie verstehen, warum etwas wie durchgeführt werden soll. Ein Trainer sollte aber nicht erwarten, dass jede Übung sofort funktioniert. Der Lerneffekt für die Spieler besteht darin, die Übung zu wiederholen, Abläufe dadurch zu erlernen, sie zu verbessern, zu variieren und schlussendlich zu stabilisieren. Der Trainer hat dafür zu sorgen, dass zwischen diesen verschiedenen Stufen halbwegs fließende Übergänge enthalten sind, um die Anforderung nicht schlagartig erhöhen zu müssen beim Übergang in die nächsthöhere Stufe.

Als Maßstab für die Trainerarbeit dürfen nicht nur die Einheiten selbst als Erkenntnis bringend herangezogen werden. Insbesondere Spielformen im Training, besonders jedoch „richtige“ Spiele – also Freundschafts- oder Punktspiele – müssen für den Trainer Anhaltspunkte sein, wie er das Training zu gestalten hat. Im Optimalfall weiß er, welche Akzente er kurzfristig und welche er mittel- bis langfristig in das Training einzubeziehen hat.

Wichtige Maximen existieren auch in Bezug auf das Torschusstraining. Erste Regel hier: Der Trainer muss seine Spieler dazu ermutigen, den Abschluss zu suchen, besonders innerhalb des Strafraums. Hier sollten in den Einheiten entsprechende Schwerpunkte gesetzt werden, um Automatismen zu erzeugen, die dann im Spiel leichter umgesetzt werden können. Dazu gehört, Schwerpunkte für das Offensivspiel zu setzen und diese mittels entsprechend mittelfristiger Planung im Training auch konsequent umzusetzen. Prinzipiell gilt daher für jede Einheit, dass ein Torschusstraining bzw. das Einüben offensiver Kombinationen mit Torabschluss zwingend stattfinden muss. Dabei sollten die unterschiedlichen Übungen aufeinander aufbauen, und zwar dahingehend, dass so bald wie möglich eine Stufe erreicht wird, die einen hohen Wettkampfcharakter enthält.

Damit die Spieler die Torschussübungen konzentriert absolvieren, sollten diese nicht erst am Ende eines Trainings stattfinden – besonders dann nicht, wenn neue Spielzüge einstudiert werden oder taktische Komponenten hinzukommen sollen. Am Ende einer Einheit sind die Spieler meist müde und lernen nicht mehr effizient genug, um die Übungen zu verinnerlichen. In jedem Fall gilt aber: Das Torschusstraining sollte sehr abwechslungsreich gestaltet werden, um die Motivation hochzuhalten. Dazu gehört etwa, auch neue Abschlusstechniken in die Übungen mit einzubeziehen (etwa Flugkopfbälle, Volleyabnahmen etc.).

Dabei ist zu beachten: Während Kinder- und Jugendtrainer immer angehalten sind, alle Spieler die gleichen Übungen durchführen zu lassen, defensiv wie offensiv, müssen Trainer der aktiven Mannschaften positionsspezifisch trainieren lassen.

One thought on “Das A und O der Trainingsgestaltung”

  1. SirVivaljunior says:

    Super Artikel!

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