Der Kampf um Platz vier

Wird Bayern am Wochenende schon Meister, oder gewinnt Dortmund beim VfB und zwingt die Münchner, weiter zu warten? Gleichzeitig wird es im Keller und beim Kampf um die europäischen Plätze in der Bundesliga immer enger.

Die Rechnung ist einfach. Wenn Dortmund am Samstag um 15.30 Uhr in Stuttgart nicht gewinnt, ist um 20.15 Uhr wohl der FC Bayern Meister – wenn er den HSV schlägt. Die Münchner hätten dann, bei noch verbleibenden sieben Spielen, mehr als 21 Punkte Vorsprung. Noch nie stand so früh fest, wer Deutscher Meister ist. Oder kann Klopps Truppe es noch einmal hinauszögern? Gegen den VfB ist die Bilanz jedoch deutlich negativ, erst recht in den Auswärtsspielen (44 Heimspiele für Stuttgart, nur neun BVB-Erfolge). In den letzten neun Vergleichen, egal wo, gelang Dortmund nur ein einziger Sieg.

Doch wichtiger ist es ohnehin in anderen Tabellenregionen, etwa ganz unten. Kann Augsburg den Rückstand auf Düsseldorf, derzeit fünf Punkte, weiter verkürzen? Die Fortuna empfängt den Champions League-Aspiranten aus Leverkusen. Und: Rutscht Werder noch tiefer hinein in den Kreis der Abstiegskandidaten? Die Nerven liegen blank an der Weser vor dem Gastspiel in Mainz, einige Zeitschriften berichten von handfesten Auseinandersetzungen zwischen Sokratis und Arnautovic im Training. Trainer Thomas Schaaf räumte anschließend immerhin einen „Zweikampf mit Emotionen“ ein. Zu Deutsch: es ist also richtig hoch hergegangen bei dem Zoff.

Holt Barça Gündogan und Hummels?

Ebenfalls sehr eng geht es im Kampf um die internationalen Plätze zu. Die drei direkten Ränge zur Champions League sind wohl vergeben, um Platz vier tobt ein Streit. Dort steht die seit sechs Spielen sieglose Eintracht aus Frankfurt (39 Punkte), gefolgt den von punktgleichen Schalkern und drei Teams mit 38 Zählern: Mainz, Mönchengladbach und Hamburg. Dahinter lauern Freiburg und Nürnberg, wobei mit dem SCF und der Borussia vom Niederrhein zwei direkte Kontrahenten aufeinandertreffen. Die vermeintlich leichtesten Aufgaben haben dabei Schalke 04 (gegen Hoffenheim) und Frankfurt (in Fürth) vor der Brust.

Noch einmal zum Noch-Meister – die Gerüchteküche am Borsigplatz brodelt und brodelt und kommt einfach nicht zur Ruhe. Nach den Mutmaßungen rund um Robert Lewandowski, die ganz Dortmund im Februar fest im Griff hatte, gibt es nun zwei neue Objekte der Begierde: Mats Hummels und Ilkay Gündogan. An beiden soll der FC Barcelona Interesse signalisiert haben, energische Dementi gab es in beiden Fällen bis dato nicht wirklich. Besonders bei Gündogan sollen es die Dortmunder eilig haben, den bis 2015 datierten Vertrag vorzeitig zu verlängern.

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