Drei jenseits von Gut und Böse

In der 2. Bundesliga ist der Kampf um die direkten Aufstiegsplätze wohl zugunsten von Hertha BSC und Eintracht Braunschweig entschieden. Es geht noch um den Relegationsplatz, um den sich gleich sieben Clubs streiten. Am Tabellenende ist es genauso spannend.

Hier scheint lediglich Regensburg schon als Absteiger festzustehen, sieben Punkte sind es für den Jahn auf Relegationsrang 16. Davor geht es eng zu: Von Sandhausen auf Platz 17 (21 Punkte) bis hinauf zu Aue (13. Platz, 27 Punkte) machen fünf Teams einen weiteren direkten Absteiger und den Relegationsrang untereinander aus. Klare Tendenzen sind derzeit nicht auszumachen, alle Teams haben in den letzten zehn Partien etwa gleich viele Punkte geholt.

Nur drei Zweitligateams können dagegen recht sorgenfrei in die verbleibenden neun Spieltage gehen: Paderborn, St. Pauli und Aufsteiger Aalen, die mit 32, 32 und 31 Zählern allesamt in der Komfortzone jenseits von Gut und Böse beheimatet sind. Diese Teams können die letzten Spiele fast schon als Fußball-Vorbereitungsplan für die kommende Saison nutzen.

Von FCK bis Ingolstadt: harte bis zarte Aufstiegshoffnungen

Auf Platz neun beginnt mit dem FC Ingolstadt die Phalanx jener Mannschaften, die sich zumindest noch leise Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen bzw. machen dürfen. Siebens Teams sind es insgesamt, die zumindest ein bisschen in Richtung Rang drei schielen dürfen. Neben Ingolstadt haben dabei die „Eisernen“ von Union Berlin die schlechtesten Karten, beide Clubs liegen mit jeweils 35 Zählern sechs Punkte hinter dem 1. FC Kaiserslautern, der Stand jetzt das Relegationsspiel gegen den 16. der ersten Liga bestreiten dürfte. Platz 6 und 7 belegen mit je 37 Punkten der FSV Frankfurt und 1860 München, einen Punkt mehr haben die Cottbuser auf Rang 5 bis jetzt ergattert.

Die Mannschaft der Stunde in der 2. Liga ist jedoch ohne Frage der 1. FC Köln, der 20 Punkte aus den letzten zehn Spielen holte, dabei kein einziges Mal verlor und inzwischen schon auf Platz 4 vorgerückt ist. Im Liga-Topspiel am Montag muss der FC nach Dresden und ist gewarnt: vor zwei Wochen hat Dynamo den Spitzenreiter aus Berlin im Heimspiel geschlagen. Apropos Berlin: Die Hertha hat 14 Punkte Vorsprung auf Platz 3, der direkte Wiederaufstieg dürfte damit klar sein. Auch Eintracht Braunschweig, zuletzt mit nur fünf Punkten aus fünf Spielen, liegt elf Punkte vor den „Roten Teufeln“ vom Betzenberg. Da es müsste schon mit dem Teufel zugehen, ließen sich diese beiden Teams noch abfangen – schließlich sind es keine Freizeitfußballer.

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