Laufgewichte

Trainingshilfen - Laufgewichte

Laufgewichte werden verwendet, um beim Laufen eine zusätzlich Belastung einzubauen. Der große Vorteil dieser Trainingshilfe ist, dass die Gewichte dort angebracht werden können, wo sie den besten Effekt haben, nämlich am Fußgelenk. Die Beine werden im wörtlichen Sinne dadurch schwerer, denn bei jeder Laufbewegung muss zusätzliches Gewicht bewegt werden. Wenn ein Spieler eine Weile mit Laufgewichten unterwegs ist und sie dann abnimmt, kann er sofort den positiven Trainingseffekt spüren. Allerdings sollten Laufgewichte nur dann verwendet werden, wenn bereits eine gute Fitness vorhanden ist. Wenn das normale Lauftraining schon anspruchsvoll für einen Spieler ist, braucht er keinen zusätzlichen Belastungsreiz. Aber ein fitter Spieler, der seine Leistung verbessern will, kann mit Laufgewichten viel erreichen.

Moderne Laufgewichte werden mit Klettverschlüssen am Bein befestigt. Deswegen gibt es eine Einheitsgröße, die allen Sportlern passt. Üblich sind Gewichte zwischen 250 und 1000 Gramm, wobei 2 Kilo Zusatzgewicht an den Beinen bereits eine sehr große Zusatzbelastung darstellen. Deswegen sollte man mit kleinen Zusatzgewichten starten und dann langsam steigern. Nicht nur beim Konditionstraining sind Laufgewichte hilfreich. Sie können im Prinzip bei allen Übungen und Trainingsspielen eingesetzt werden. Beim Sprungtraining kann ein Zusatzgewicht z.B. den Schwierigkeitsgrad erhöhen. Beim gemeinsamen Waldlauf können die konditionsstärksten Spieler in Form von Laufgewichten eine zusätzliche Herausforderung verordnet bekommen, so dass die Leistungsunterschiede innerhalb der Gruppe kleiner wird. Zudem wird mit Laufgewichten in dieser Konstellation dafür gesorgt, dass alle Spieler einen guten Trainingseffekt erreichen, auch wenn sie gemeinsam in einer Gruppe unterwegs sind.

Beispielübung 1: Schnelligkeitstraining mit Laufgewichten

Trainingshilfen - Laufgewichte 1

Schnelligkeitstraining kann mit Laufgewichten eine ganz neue Herausforderung bekommen. Bei allen Übungen, die im Schnelligkeitstraining zum Einsatz kommen, können Laufgewichte zur Verbesserung des Trainingseffekts genutzt werden.

A: Steigerungslauf.

B: Sprint zur ersten Pylone und zurück, Sprint zur zweiten Pylone und zurück, usw.

C: Mit rechtem und linkem Fuß abwechselnd über die Muldenhauben springen.

D: Stakkato (2-8 Mal jeden Fuß in jedem Feld aufsetzen).

Die Laufgewichte stören den Spieler auch nicht bei anspruchsvollen Übungen, denn sie sitzen eng am Körper. Durch den Klettverschluss rutschen sie nicht beim Springen und Sprinten. Nicht zuletzt aus psychologischen Gründen sollte der letzte Durchgang immer ohne Laufgewichte erfolgen. Für die Spieler ist es wichtig, dass sie am eigenen Körper spüren, dass ein guter Trainingseffekt vorhanden ist. Sobald die Beine von den Laufgewichten befreit sind, fühlen sie sich viel leichter an als zuvor. Das ist ein spannender Effekt, der z.B. auch beim Sprintschlitten oder anderen Trainingshilfen mit Zusatzgewichten entsteht. Übertreiben sollte man das Training mit Laufgewichten allerdings nicht. Es ist viel sinnvoller, gelegentlich zusätzliche Reize einzubauen, um die Spannung hoch zu halten.

Beispielübung 2: Torwarttraining mit Laufgewichten

Trainingshilfen - Laufgewichte 2

Auch ein Torhüter kann von Laufgewichten profitieren. Selbst wenn der Name anderes suggeriert, ist es sogar möglich, die Gewichte an den Armgelenken zu befestigen. Beim Fangen und Werfen muss der Torwart dann ein zusätzliches Gewicht bewegen. Das hat nicht nur eine höhere Belastung zur Folge. Auch die Koordination wird schwieriger, denn beim Ausholen wirken zusätzliche Radialkräfte. Deswegen werden beim Training mit Gewichten an den Armen Muskulatur und Koordination gleichermaßen trainiert. Bei manchen Übungen ist es auch sinnvoll, Laufgewichte an Armen und Beinen zugleich anzubringen.

A: Ein Spieler wirft den Ball hoch und der Torwart muss den Ball fangen.

B: 2 Torhüter werfen den Ball abwechselnd auf einen Rebounder. Der Torwart ohne Ball muss den Ball fangen bzw. halten.

C: Die Torhüter stellen sich in einem Abstand von 10-20 Metern auf und rollen/werfen/ schießen sich den Ball gegenseitig zu. Diese Übung kann auch mit einer lockeren Bewegung über den gesamten Platz kombiniert werden.

Laufgewichte sind auch für das individuelle Training sehr nützlich. Wenn ein Spieler in seiner Freizeit zusätzliches Konditionstraining machen will oder soll, können Laufgewichte eine wertvolle Trainingshilfe sein.

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