Mehr Disziplin für Dein Team!

Ob Bundesliga, Champions-League, Kreisklasse oder Weltmeisterschaft – Immer häufiger werden Disziplinlosigkeiten von Fußballern an den Pranger gestellt. Schiedsrichter sind nicht selten überfordert und selbst mit Verwarnungen und Platzverweisen ist die Sache nicht in den Griff zu kriegen. Das WM-Finale 2006 beispielsweise hatte nur ein Thema: Das Foul von Zidane an Materazzi.
Damals empörten sich Fans, Spieler und Funktionäre noch. Journalisten aus aller Welt schrieben über den unschönen Abgang des Weltfußballers Zinédine Zidane. Auch Maradonas Drogensucht wurde öffentlich diskutiert und als Form der höchsten Disziplinlosigkeit beschrieben. Was damals noch die Massen bewegte und entsetzte, gehört heute längst zum Fußballalltag dazu. Der Schalker Geis tritt den Mönchengladbacher Hahn im Bundesligaspiel derartig gegen das Knie, dass dieser für Monate ausfällt und operiert werden muss. Auch Uruguays Suarez macht bei der WM in Brasilien Schlagzeilen mit einem Biss gegen den Italiener Giorgio Chiellini. Doch nicht nur in Sachen Fouls herrscht Disziplinlosigkeit. Auch in anderen Bereichen verlieren immer häufiger auch namhafte Stars die Kontrolle. So glänzte der Madrider Starspieler Pepe (Lima Ferreira) beim Champions-League-Finale 2016 nur durch unschöne Schauspieleinlagen und brachte damit das ganze Team in Misskredit. Der Nationalspieler Kevin Großkreutz warf einem Fan sogar grundlos einen Döner an den Kopf. All diese Szenen machen deutlich, dass Disziplin im Fußball heute zu den wichtigsten Aspekten gehört. Die DFB-Verantwortlichen haben längt erkannt, dass dringend etwas getan werden muss. Schon in den unteren Altersklassen wird auf Disziplin großen Wert gelegt. Doch wie kann man Disziplin fördern? Worauf sollte man achten? Kann übermäßige Disziplin sogar ins Gegenteil umschlagen? Nachfolgend erfahrt Ihr, wie Ihr Euer Team zu Disziplin-Weltmeistern machen könnt und dass sich Disziplin auf einfache Weise fördern lässt.

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Die Bedeutung von Disziplin im Fußball

Deutschland ist eine Fußballnation. Gerade Kinder und Jugendliche himmeln Fußballstars fanatisch an. Sie nehmen Bundesligastars zum Vorbild, tragen ihre Schuhe und Frisuren, hören die gleiche Musik und trainieren ihre Spielweisen. Fußballer sind heute Vorbilder und sollten sich so auch benehmen. Daher sollte Disziplin zum obersten Gebot gehören. Aber nicht nur in der Bundesliga ist Disziplin wichtig. Auch in den unteren Klassen garantiert Disziplin einen reibungslosen Spielbetrieb. Faire Teams sind gerne gesehen. Unfaire und disziplinlose Mannschaften werden dagegen vom Spielbetrieb ausgeschlossen. Fußball ist ein Mannschaftssport. Er lebt vom Zusammenhalt und vom Miteinander. Das gilt sowohl im eigenen Team, als auch im Umgang mit gegnerischen Mannschaften. Fußball ist die belAuslaufen2iebteste Sportart überhaupt. Doch der Spaßfaktor steht nur dann im Vordergrund, wenn die Disziplin uneingeschränkt gelebt und anerkannt wird. Foulspiele gehören zum Fußball dazu. Allerdings will man keine groben und absichtlichen Fouls sehen. Auch jede Art von Tätlichkeit hat auf einem Fußballplatz nichts zu suchen. Ob Fußballer, Trainer, Eltern, Fans oder Funktionäre! Sie alle tragen eine große Mitverantwortung und können dafür sorgen, dass im Fußball wieder mehr Disziplin gefördert wird.

Die Unterschiedlichen Formen der Disziplin

Spricht man von Disziplin im Fußball, dann meint man damit meist den Umgang mit dem Gegner. Allerdings hat die fußballerische Disziplin viele Aspekte:

  • Disziplin im Umgang mit dem Gegner
  • Disziplin in der eigenen Mannschaft
  • Disziplin im Umgang mit Fans
  • Disziplin im Umgang mit Trainern und Funktionären
  • Eigene Disziplin im Umgang mit Verantwortung
  • Disziplin im Umgang mit öffentlichen Dingen
  • Disziplin gegenüber dem eigenen Körper
  • Disziplin im Umgang mit Rassismus etc.

Schwarze Schafe im Team, die Disziplin mit Füßen treten, schwächen ihre eigene Mannschaft. Das gilt erst Recht, wenn sich die Disziplinlosigkeit gegen Spieler des eigenen Teams richten. Disziplin im Umgang mit Fans kann sogar Fanausschreitungen verhindern. Nimmt man zum Beispiel sogenannte Risikospiele zwischen Köln und Mönchengladbach oder zwischen Schalke und Dortmund. Spieler und Funktionäre können durch einen disziplinierten Umgang mit dem Gegner bereits die Luft herausnehmen und den Fans signalisieren, dass der Fußball und nicht die Randale im Vordergrund stehen. Ein weiterer Aspekt ist der Umgang mit Trainern und Funktionären. Trainer sind autoritäre Personen, die man mit Achtung behandeln sollte. Die Disziplin gegenüber Funktionären sorgt für Ruhe im Bereich Transfer und Spielbetrieb. Prominente Fußballer tragen auch Disziplinverantwortung, wenn es um Rassismus oder öffentlich diskutierte Dinge geht. Zwar sollten Fußballer nicht direkt politisch Stellung beziehen, aber gegenüber Rassismus (Siehe Beispiel Gauland gegen Boateng) müssen klare Worte gesprochen werden. Ein weiteres Beispiel sind die Anschläge von Paris, die ein direkter Angriff gegen den Fußball waren. Disziplin sollte aber auch als Verantwortung gegenüber der Mannschaft und sich selber gesehen werden. Das beginnt schon beim Jugendfußball. Wer morgens um 9 Uhr ein Spiel hat, der sollte am Abend zuvor diszipliniert handeln und früh ins Bett gehen. Unausgeschlafen schadet ein Spieler der Mannschaft und verhält sich disziplinlos gegenüber den Spielerkollegen, die ausgeschlafen erscheinen. Ebenso wichtig ist der Umgang mit dem eigenen Körper. Zum Sport gehört eine gesunde Ernährung. Diese fördert man durch Disziplin im eigenen Essverhalten.

Disziplin im Team

Fußball ist ein Mannschaftssport. Nur, wenn der Zusammenhalt und die Disziplin im Team stimmen, stimmen auch Leistung und Erfolg. Das beste Beispiel bietet auch hier wieder die Fußballbundesliga. Mario Basler und Stefan Effenberg waren schon immer für ihre Disziplinlosigkeiten bekannt. Obwohl sie fußballerisch Weltruhm erlangten, schwächten sie ihre eigenen Teams durch Disziplinlosigkeit. Effenberg wurde sogar während der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 von Bundestrainer Vogts aus dem Team geworfen, als er den Fans den ausgestreckten Mittelfinger zeigte. Das Team fand danach nicht mehr zu seiner Form zurück und schied gegen Bulgarien im Viertelfinale aus. Solche Unruhen lassen sich vermeiden, indem man das Mannschaftsgefühl stärkt. Es ist wichtig, dass im Team Probleme besprochen werden und, dass man gemeinsam nach Lösungen sucht. Disziplin und Verantwortung hat man aber auch gegenüber Mitspielern. Es ist menschlich, dass sich nicht alle Spieler gleich gut verstehen. Trotzdem sollte man die anderen Spieler achten und mit Disziplin behandeln. Hier sind Trainer und in jungen Jahren auch Eltern in der Verantwortung. Das Miteinander muss gefördert werden. Ein gemeinsames Trainingslager oder Ausflüge abseits des Spielbetriebes können Wunder bewirken. Manchmal reicht es schon aus, dass man den Mitspieler einfach mal näher kennenlernt. Vorurteile legen sich dann manchmal von selbst.

Disziplin auf dem Platz

Disziplin auf dem Platz und während des Spielgeschehens gehören zu den wichtigsten Aspekten. Der Gegner muss mit Respekt behandelt werden. Sollte es trotzdem mal zu einem unschönen Foul kommen, dann sollte sich der Verursacher beim gegnerischen Spieler entschuldigen. Diese Fairness kann man schon in jungen Jahren fördern, indem sich Spieler vor und nach dem Spiel die Hand geben und sich ein faires und schönes Match wünschen. Bei Fouls reicht man sich die Hand und entschuldigt sich. Trainer und Spieler haben solche Situationen meist im Griff. Die größere Gefahr geht hier von Fans und in den Jugendklassen von den Eltern aus. Gerade Eltern verlieren gerne die Kontrolle, wenn es um die Förderung des eigenen Nachwuchses geht. Hier helfen Gespräche mit dem Trainer. Der muss den Eltern ganz klar verdeutlichen, dass man dem eigenen Kind damit nur schadet und dass der Zugang zu Auswahlmannschaften durch Disziplinlosigkeit versperrt bleibt. Es ist auch wichtig, dass der Trainer die Kinder stärkt. Von sich selbst überzeugte und disziplinierte Kinder weisen nicht selten die eigenen Eltern in die Schranken. Das reicht oft schon aus, um die Eltern zum Umdenken zu bewegen. Eine gute Orientierung bieten auch hier die großen Fußballstars. Werden sie von aufgebrachten Ultras provoziert, reagieren sie gelassen und konzentrieren sich nur auf das Spiel.

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Disziplin gegenüber Funktionären und Fans

Spieler sind gerade im Umgang mit Fans in der Verantwortung, weil einige Fans leider immer wieder durch Disziplinlosigkeit auffallen. Nicht selten reagieren dann auch Spieler ungehalten. Gutes Beispiel aus längst vergangener Zeit ist Lothar Matthäus. Schon lange vor dem Pokalfinale 1983 brodelte es zwischen Borussia Mönchengladbach und Bayern München, weil der Wechsel von Lothar Matthäus zu den Bayern bereits beschlossene Sache war. Als er dann im Finale den alles entscheidenden Elfmeter für die Borussia verschoss, eskalierte die Situation. Die Gladbacher Fans beschimpften Matthäus als Judas und er schoss mit gleichen Waffen zurück. Auch Jahre später sind die Fronten noch verhärtet. Taucht Matthäus als Kommentator im Borussia-Park auf, wird er von den Fans gnadenlos ausgepfiffen. Das es auch diszipliniert gehen kann bewiesen Dortmund und Bayern in Pokalfinale 2016 im Umgang mit Hummels. Der Dortmunder Trainer Tuchel ließ es gelassen angehen und behandelte Hummels bis zum letzten Tag noch immer als hundertprozentiges Mitglied der Dortmunder Mannschaft. Auch Funktionäre und Verantwortliche hatten aus dem Fall Matthäus gelernt. Sie ließen Medien und Fans keinerlei Platz für Spekulationen, äußersten sich sehr diszipliniert zum Wechsel und zogen spielbezogene Themen vor. Das Verhalten führte dazu, dass auch zwischen den Fans keine Eskalationen aufkamen. Hier zeigt sich, dass man durch Disziplin gegenüber Fans und Funktionären, gerade in Sachen Wechselspekulationen und Transfers, viel erreichen kann. Es schickt sich nicht, wenn man sich abwertend über Spielerwechsel äußert. Der Spieler hat immer gute Gründe für den Wechsel und die Entscheidung trifft er alleine.

Disziplin in Bezug auf Ernährung

Gesunde Ernährung steht heute immer im Fokus. Selbst der normale Bürger ohne jegliche Profisportambitionen legt Wert auf vollwertige und gesunde Nahrung. Trainer sollten schon im Jugendalter den Spielern Ernährungsdisziplin antrainieren. Das hilft gerade den schon gefährdeten und bereits übergewichtigen Kindern. Es ist nicht ratsam, wenn das „Dickerchen“ im Team wegen mangelnder Laufleistung ins Tor verbannt wird. Viel wichtiger ist hier Aufklärung, die auch in Gesprächen mit den Eltern stattfinden sollte. Kinder, die sich in Sachen gesunder Ernährung auskennen und die Wichtigkeit erkennen, verzichten auch gerne auf Süßigkeiten und Dickmacher. Vielen Eltern mangelt es auch an Aufklärung. Gerade in den unteren Schichten fehlt es oft an Information. Die Eltern orientieren sich an den Werbeslogans und bewirken dann das Gegenteil. Eine kleine Schulung durch den Trainer oder durch andere Eltern bringt den gewünschten Erfolg. Der Trainer kann den Umgang mit Lebensmitteln auch auf spielerische Art fördern. So können Süßigkeiten auch ein guter Anreiz für Leistungen sein. In keinem Fall sollten aber strikte Ernährungsweisen vorgeben werden. Das führt nur dazu, dass die Spieler die Lust an gesunder Ernährung verlieren. Hier muss die Devise ganz klar lauten, dass Ausnahmen die Regel bestimmen. An Geburtstagen oder bei besonderen sportlichen Ereignissen sollte auch ungesunde Nahrung erlaubt sein.
Bälle Kinder

Disziplin sollte schon im Kindesalter anerzogen werden

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Diese Weisheit hat auch in Sachen Fußball und Disziplin oberste Priorität. Gerade Sportvereine mit gutem Ruf achten neben dem fußballerischen Training auch auf die sozialen Kompetenzen der Spieler. Dieser Aspekt wird noch viel wichtiger innerhalb von Auswahlteams. Ein Trainer kann nie früh genug damit beginnen, den Kindern auch Disziplin anzutrainieren. Es sollte schon in jungen Jahren selbstverständlich sein, dass sich Spieler nach Foulspielen beim Gegner entschuldigen und so erst gar keine Situation mit Konfliktpotenzial entstehen lassen. Wichtig ist auch die Achtung vor der gegnerischen Mannschaft. Hier hilft der direkte Kontakt. So schütteln sich Spieler vor und nach dem Spiel gegenseitig die Hand oder klopfen sich auf die Schulter. Noch wichtiger ist der faire Umgang im Team und mit Gegnern. Den Kindern muss klar sein, dass sich Konfliktsituationen oder geballter Ärger nicht immer vermeiden lassen. Wichtig ist, dass der Trainer schon in jungen Jahren den gesunden Umgang damit trainiert. Er muss den Kindern erklären, dass man seinen Frust nicht einfach entladen kann und ihn schon gar nicht an anderen Spielern oder am Schiedsrichter auslassen darf. Den Kindern muss suggeriert werden, dass sich Stars wie Zidane, der seinem Gegner eine Kopfnuss verpasst oder Klinsmann, der vor lauter Ärger in eine Werbetonne trat, sich selbst ins Abseits kicken. Besonders konfliktbetonte Spieler sollten in der eigenen Mannschaft kaum eine Lobby haben. Trainer und Spieler müssen schon im Kindesalter klar Stellung beziehen. Nur wer fair spielt, hat einen festen Platz im Team.

Spieler ohne Disziplin gehören nicht auf den Platz

Trainer und Verantwortliche müssen unterscheiden, wie man Disziplinlosigkeit im Fußball oder im eigenen Team definiert. Es kann nämlich durchaus vorkommen, dass bis dahin sehr diszipliniert agierende Spieler plötzlich ausrasten. Dies zeigt auf, dass Spieler auch nur Menschen sind. Bleibt der Ausraster ein einmaliges Erlebnis, dann reicht meist ein kurzes Gespräch zwischen Trainer und Spieler aus. In der Regel erkennen die sonst disziplinierten Spieler auch schnell, dass ihr Handeln falsch war. Anders sieht es aus bei Spielern die durch Disziplinlosigkeit andauernd den Spielbetrieb stören oder sogar ganze Teams ins Abseits befördern. Hier hilft nur ein deutliches Signal von Trainer, Verantwortlichen und Mitspielern. Sie alle müssen klare Signale senden. Wer unfair und undiszipliniert vorgeht, hat in dieser Mannschaft nichts zu suchen. Meist helfen klare Worte oder Sanktionen gegen den Spieler. Das kann beispielsweise der Ausschluss vom Training sein oder im bezahlten Fußball die Zahlung einer Geldstrafe. Der Spieler kann auch aus dem Team fliegen und auf die Tribüne verbannt werden. Reichen diese Maßnahmen nicht aus, sollte auch über einen Wechsel nachgedacht werden.

Taktische Probleme bei Disziplinlosigkeit

Disziplinlose Spieler schaden in erster Linie dem eigenen Team. Der Trainer steht nicht selten vor taktischen Problemen. Die können ganz unterschiedlicher Natur sein. Oft sind es gelbe und rote Karten, die völlig unnötig verursacht werden und zu Spielsperren führen. Der Trainer muss dann für das nächste Spiel taktisch umstellen. Das ist besonders in den unteren Spielklassen problematisch, da oft Alternativen fehlen. Taktische Probleme können auch auftreten, wenn der Spieler durch Disziplinlosigkeit vom Platz fliegt. Hier bleiben dem Trainer nur wenige Minuten, um sein Team taktisch umzustellen. Das ist besonders tragisch, wenn das Auswechslungspotenzial bereits erschöpft ist. Taktische Probleme können das Team schnell in Bedrängnis bringen. Es ist daher wichtig, dass der Trainer in Sachen Disziplin auch die damit verbundenen taktischen Umstellungen ins Gespräch bringt. Der Mannschaft muss klar sein, dass unnötige Fouls in jedem Fall zu verhindern sind. Das gilt erst Recht, wenn Spieler bereits verwarnt sind und das nächste Foul zwangsläufig zu einem Platzverweis führen wird. Der Trainer kalkuliert diese Probleme ein, wechselt den belasteten Spieler aus und stellt taktisch um. Spieler, die dauerhaft mit roten Karten belastet sind, schwächen ein Team. Trainer und Verantwortliche müssen auch hier klare Worte finden. Sollte der negative Trend anhalten, tut der Verein gut daran, wenn er sich von dem disziplinlosen Spieler trennt.

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Übergewicht und falsche Ernährung

Übergewichtige Spieler haben in höheren Klassen sowieso keine Chance mehr auf einen Spieleinsatz. Das gilt auch dann, wenn sie eigentlich ein herausragendes Talent haben. Übergewicht führt zu mangelnder Fitness und die spielt dem Gegner in die Hände. Hier ein Beispiel: Der talentierte, aber übergewichtige Spieler erobert aufgrund seines Könnens den Ball und trickst gleich mehrere Spieler aus. Der Weg auf das Tor ist frei. Doch der übergewichtige Spieler hat keine Kraft und keine Schnelligkeit. Blitzschnell haben die gegnerischen Spieler ihn eingeholt. Die hundertprozentige Torchance wird im Keim erstickt. Trainer und Verantwortliche sollten den Spielern bereits in jungen Jahren klarmachen, dass Sport und Übergewicht nicht zusammenpassen. Das wirksamste Mittel ist die Aufklärung. Bei Kindern reicht es oftmals schon aus, wenn man die Bundesligaspieler als Vorbild ins Gespräch bringt. Erkennen Sie bewusst, dass man nur dann Profi werden kann, wenn Gewicht und Fitness stimmen, ist die richtige Ernährung ein Selbstläufer.

Wie sorge ich in einem Fußballteam für Disziplin?

Disziplin kann man genauso antrainieren wie Dribblings oder Passspiel. Gefragt sind hier in erster Linie die Trainer und die Verantwortlichen. Im Jugendfußball ist auch das Mitwirken der Eltern unerlässlich. Sie alle müssen den Spielern deutlich machen, dass Disziplinlosigkeit die Mannschaft schwächt und die eigene Karriere hemmt. Bestimmte Rituale, wie ein gemeinsames Einschwören auf das Spiel oder ein besonderes Erkennungsmerkmal fKinder Asien Sonnenuntergangördern das Miteinander im Team. Das effizienteste Mittel gegen Disziplinlosigkeit ist ein gutes Miteinander und der Zusammenhalt in der Mannschaft. Auch bestimmte Fairness-Aktionen, wie die Begrüßung per Handschlag oder ein gegenseitiges Abklatschen fördern Disziplin. Konfliktsituationen im eigenen Team sollen erst gar nicht entstehen. Kommt es doch dazu, dann helfen Gespräche in der Kabine. Trainer müssen dafür sorgen, dass disziplinlose Spieler nicht die Oberhand im Team gewinnen. Spieler, Trainer und Verantwortliche müssen klar aussprechen, dass solche schwarzen Schafe im Team nicht erwünscht sind. Wer sich disziplinlos verhält muss mit Konsequenzen rechnen. Im Wiederholungsfall kann es nur den Ausschluss aus der Mannschaft geben!

Der Umgang mit Disziplin in den unterschiedlichsten Altersklassen

Kinder kann man noch am einfachsten erziehen. Für sie ist der Trainer oft ein Vorbild und sie hören auf seine Worte. Vermittelt der Trainer eine gewisse Autorität, dann fällt es leicht ein disziplinloses Kind zu einem fairen Spieler zu erziehen. Hier hilft schon ein spielerisches Gespräch mit dem Kind. Nicht immer ist es ratsam Eltern hinzuzuziehen. Das gilt erst Recht, wenn der Grund der Disziplinlosigkeit im Verhalten der Eltern zu suchen ist. Helfen Gespräche nicht weiter, dann müssen schon im Kindesalter Konsequenzen folgen. Das kann auch hier der Ausschluss für Spiele sein. Geschieht die Disziplinlosigkeit beim Training, können auch sportliche Bestrafungen hilfreich sein. Dazu gehören zusätzliche Liegestützen oder Laufrunden. Schwieriger wird der Umgang mit Disziplin im Jugendalter. Gerade pubertierende Jugendliche möchten die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und fallen durch halbstarkes Getue auf. Hier lautet das oberste Gebot Gelassenheit! Der Trainer sollte es gelassen hinnehmen und den Situationen nicht zu große Aufmerksamkeit schenken. In der Pubertät fallen oft Spieler auf, die bis dahin sehr diszipliniert agiert haben. Es handelt sich hier meist um Lebensphasen, die so schnell gehen, wie sie gekommen sind. Trainer und Schiedsrichter kennen diese altersbedingten Probleme. Der ruhige Umgang und viel Verständnis sind hier die beste Lösung. Tritt Disziplinlosigkeit bei älteren Spielern auf, dann hilft nur ein konsequentes Vorgehen von Trainern und Verantwortlichen.

Fazit:

Alle genannten Beispiele zeigen, dass Disziplin im Fußball ein wichtiger Aspekt ist, der von Trainern, Funktionären, Mitspielern und Eltern gefördert werden muss. Mangelnde Disziplin schwächt das eigene Team und kann es im Spielbetrieb und in der Liga in Misskredit bringen. Gerade Spieler, die sich dauerhaft disziplinlos verhalten, sind für ein Team untragbar. Das Antrainieren von Fairness und Disziplin ist schon in den Kinder- und Jugendklassen unerlässlich. Das Miteinander, der Zusammenhalt im Team und ein gutes Verhältnis zum Trainer sind die stärkste Waffe gegen Disziplinlosigkeit. Wer sportlich Erfolg haben will, der muss der Disziplin viel Achtung schenken!

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