Nachwuchsleistungszentren und Talentförderung beim DFB (Teil 3)

Die Erfolge der Nachwuchsförderung

Der Erfolg der zur Jahrtausendwende angestoßenen Reformen in der Nachwuchsarbeit ist eine an Ergebnissen messbare Größe. Im Jahr 2009 war Deutschland gleichzeitig Europameister der Jahrgänge U21, U19 und U17.
Dies ist vorher und nachher keinem anderen Verband in Europa gelungen. Vor diesem Hintergrund war der ganz große Wurf bei der WM 2014 in Brasilien fast schon eine logische Folge. Zahlreiche Weltmeister gehörten vor wenigen Jahren noch zu den Junioren-Europameistern und schafften später den Sprung in die A-Nationalmannschaft.
Nicht zuletzt konnte sich erstmals seit 1988 wieder eine deutsche Mannschaft für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro qualifizieren. Auch dieser Erfolg kann auf die flächendeckende und konsequente Umsetzung des DFB-Nachwuchskonzepts zurückgeführt werden.

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Die DFB-Nachwuchsförderung im internationalen Vergleich

Der Verlockung, sich auf den Lorbeeren des Titelgewinns bei der WM 2014 in Brasilien auszuruhen, konnte der DFB widerstehen. Es wurde ein größerer Umbruch eingeleitet und die zurückgetretenen Leistungsträger durch vielversprechende Nachwuchsspieler ersetzt. Damit nimmt man einen kleinen Rückschritt auf sportlich sehr hohem Niveau in Kauf, wird aber mittelfristig weiterhin eine der stärksten Nationalmannschaften der Welt stellen können. Der internationale Vergleich zeigt, dass die Nachwuchsförderung in Deutschland von vielen Verbänden als beispielhaft bezeichnet wird, während andere große Fußballnationen im Begriff sind, sich selbst ihrer fußballerischen Zukunft zu berauben.
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Als Negativbeispiel dient die Premier League in England. Die Vereine auf der Insel ließen sich für einen Milliarden-Deal aus der TV-Vermarktung feiern und stecken dieses Geld zu einem Teil in Stars, zum anderen Teil in mittelmäßig begabte Spieler aus dem Ausland. Der eigene Nachwuchs bleibt auf der Strecke, was sich in seit Jahrzehnten fehlenden Erfolgen der Nationalmannschaft bemerkbar macht. Von einem Umdenken scheint man in England aber weit entfernt zu sein. Andere große Fußball-Nationen wie Frankreich, Spanien oder zuletzt eben Deutschland haben gezeigt, dass sich internationale Erfolge im Vereinsfußball und eine auf höchstem Niveau konkurrenzfähige Nationalmannschaft nicht zwangsläufig ausschließen müssen.

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