Passgenauigkeit trainieren

Als Fußballfan kennt man die regelmäßig beeindruckenden Statistiken zur Passgenauigkeit des FC Barcelona oder des FC Bayern München. Bei der vergangenen WM waren zudem vor allem die fast unglaublichen Werte eines Toni Kroos in aller Munde. Dass eine hohe Passgenauigkeit wichtig ist, dürfte sicher ohne große Erklärung einleuchtend sein. Wie aber trainiert man diese am besten?

Je nachdem welche Taktik man für ein Spiel wählt, unterscheidet sich die Passgenauigkeit von vornherein. Schnelles Spiel in die Spitze ist automatisch mit einem höheren Risiko eines Fehlpasses behaftet, als wenn man Ballkontrolle im Mittelfeld als oberste Prämisse ausgibt. Unabhängig von der Taktik jedoch, ist eine möglichst hohe Erfolgsrate beim Passspiel natürlich von Vorteil. Daher ist es ohne Frage wichtig, dass dies im Training immer wieder geübt wird – wie fast alle Aspekte des Fußballspiels natürlich unter möglichst wettbewerbsnahen Bedingungen.
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Für eine hohe Passgenauigkeit sind aber niemals nur die Fähigkeiten des Passgebers allein verantwortlich. Es ist immer auch wichtig wie und wie gut Mitspieler sich frei laufen, wie einfach sie anzuspielen sind oder wie gut oder schlecht Mit- und Gegenspieler Spielsituationen antizipieren können.
Zudem ist ein genauer und sinnvoller Pass auch immer nur dann möglich, wenn der Passgeber auch in der Lage ist bzw. war, selbst einen Pass gut anzunehmen, im Vorfeld schon zu wissen wohin er ihn weiterleiten wird oder er die Laufwege seiner Mitspieler kennt.
Eigene und fremde Ballkontrolle, Bewegung und Antizipation sind dem erfolgreichen Passspiel also vor- wie auch nachgelagert und bilden einen großen Teil des erfolgreichen Passens, der ebenso geschult werden kann und muss.

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Im Training übt man die Passgenauigkeit zunächst (vor allem im Jugendbereich) mit „Trockenübungen“, bei denen Automatismen des Passens und Ballannehmens entstehen sollen. Anschließend kombiniert man sie mit Übungen, bei denen auch das Automatisieren von Laufwegen und Angriffsmustern gefördert wird. Hat man gewisse Fertigkeiten entwickelt, wird die Passgenauigkeit natürlich auch in Spielformen verbessert, die der Wettbewerbssituation am nächsten kommen.
In der Vergangenheit war ein gutes Passspiel oftmals bloß ein Kriterium für Offensivspieler, da diese mit ihrer KrPass3eativität und ihren technischen Fähigkeiten verantwortlich für gelungene Torabschlüsse waren. Mittlerweile hat sich der Spielaufbau mehr und mehr nach hinten verlagert, sodass auch Innenverteidiger über eine hohe Passsicherheit verfügen müssen. Unter Umständen mehr noch als Offensivspieler, da das Risiko eines gegnerischen Torerfolges bei Ballverlust eines Defensivspielers noch einmal ungleich höher ist. Paradebeispiel für einen Verteidiger mit hoher Qualität im Passspiel ist sicher der Dortmunder Mats Hummels, der sowohl kurze Bälle, als auch lange Flugbälle mit hoher Präzision spielt und somit in seinem Team bereits eine Art Teilzeitspielmacher einnimmt.

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Gute Übungen, um Passspiel und -genauigkeit zu schulen, werden wir euch in Kürze an dieser Stelle vorstellen. Solltet ihr weitere Übungen kennen, die Ihr uns nicht vorenthalten wollt, zögert nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf eure Vorschläge!

Weitere Links zum Thema „Gegenpressing“:
1. Übung „Annehmen, Passen, Sprinten mit 6 Stationen
2. Übung „Passen, Prallen, Schuss antäuschen
3. Übung „Passen im Stern
4. Übung „Annehmen hinter Hütchen, Passen
5. Trainingskartothek „Modernes Kurzpassspiel
6. Trainingskartothek „Tempofußball (One Touch)

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