Schiedsrichterpfeife

Trainingshilfen - Schiedsrichterpfeife

Die Schiedsrichterpfeife ist ein wichtiges Hilfsmittel in einem Fußballspiel. Mit einem lauten Pfiff ist es sogar in einem großen Stadion möglich, die Aufmerksamkeit aller Spieler und Zuschauer zu erlangen. Doch die Schiedsrichterpfeife ist nicht nur bei einem Spiel sehr nützlich. Jeder Trainer sollte eine Schiedsrichterpfeife besitzen, denn im Training gibt es viele Möglichkeiten, mit einem Pfiff ein unmittelbares Kommando zu geben. Im Gegensatz zu einem gerufenen Kommando ist ein Pfiff deutlich besser zu verstehen und zudem auch noch viel schneller. In der Zeit, in der ein Kommando ausgesprochen wird, kann ein Trainer bei Bedarf sogar mehrere Pfiffe abgeben.

Eine gute Schiedsrichterpfeife ist eine Anschaffung für ein ganzes Trainerleben. Da aber selbst die besten Pfeifen sehr günstig zu bekommen sind, lohnt sich der Kauf von zwei Pfeifen, so dass immer eine Reserve vorhanden ist. Eine gute Schiedsrichterpfeife hält zwar sehr lange, aber aufgrund der Größe kann es vorkommen, dass eine Schiedsrichterpfeife verloren oder vergessen wird. Wenn in der Sporttasche immer eine Ersatzpfeife zu finden ist, kann der Trainer in einer solchen Situation ganz gelassen reagieren. Gute Trainer achten auch bei den Trainingshilfen darauf, dass sie auf alle Eventualitäten vorbereitet sind. Schließlich kann das Training nicht ausfallen, nur weil der Trainer seine Schiedsrichterpfeife verloren hat.

Beim Einsatz der Schiedsrichterpfeife ist es sehr wichtig, dass die Spieler genau wissen, welche Anweisung mit dem Pfiff verbunden ist. Einfache Anweisungen wie „Antritt!“ oder „Richtungswechsel!“ können auch während einer laufenden Übung erläutert werden. Wenn hingegen komplexe Anweisungen mit Pfiffen umgesetzt werden sollen, ist es zweckmäßig, den Spieler vor der Übung präzise die Vorgehensweise zu erläutern.

Beispielübung 1: Lauftraining

Trainingshilfen - Schiedsrichterpfeife 1

Eine ganz klassische Aufwärm- oder Konditionsübung, die von vielen Trainern genutzt wird, sieht so aus: Alle Spieler laufen nebeneinander und führen dabei Übungen aus. Es ist empfehlenswert, die Spieler quer über den Platz laufen zu lassen, weil dann die Distanz bestens geeignet ist für alle möglichen Laufübungen. Die Spieler laufen auf einer Höhe und der Trainer steht mitten auf dem Platz.

Sprintausdauer

Um die Sprintausdauer zu trainieren, ist es sinnvoll, Belastungsphasen und Erholungsphasen in eine gute Balance zu bringen. Der erste Pfiff kann das Spurtkommando sein, während das zweite Kommando den Spurt beendet und die Erholungsphase einleitet.

Steigerungslauf

Ein Steigerungslauf kann mit mehreren Pfiffen initiiert werden, wobei die Spieler vorher wissen müssen, wie viele Pfiffe kommen. Eine sinnvolle Abfolge könnte z.B. so aussehen:

1. Pfiff: Tempo langsam anziehen
2. Pfiff: auf mittleres Tempo steigern
3. Pfiff: 70 Prozent Spurttempo
4. Pfiff: 90 Prozent Spurttempo
5. Pfiff: 100 Prozent Spurttempo
6. Pfiff: Ende des Steigerungslaufs (Doppelpfiff)

Ganz nebenbei wird dabei auch noch die Aufmerksamkeit der Spieler gefördert. Nur ein Spieler, der genau zuhört, kann die Übung ordnungsgemäß durchführen. Auf diese Weise ist es möglich, auch beim Lauftraining die mentalen Fähigkeiten zu schulen.

Beispielübung 2: Gegenpressing

Trainingshilfen - Schiedsrichterpfeife 2

Gegenpressing ist eine Schlüsselstrategie des modernen Fußballs. Eine einfache Methode, um das Gegenpressing zu trainieren, zeigt die folgende Übung:

Zwei Mannschaften (4-6 Spieler) spielen auf relativ engem Raum zunächst miteinander. Die Spieler bewegen sich eigenverantwortlich in lockerem Tempo über das Spielfeld und passen sich dabei den Ball zu. Kleine Dribblings sind ebenfalls erlaubt. Mit einem Pfiff verändert der Trainer die gesamte Situation:

Das Team, das beim Pfiff nicht in Ballbesitz ist, spielt Gegenpressing. Dazu spurten alle Verteidiger, die in der unmittelbaren Nähe zum ballführenden Spieler sind, auf ebendiesen zu. Sie machen dies so, dass die Passwege bei der Attacke zugestellt werden. Die weiter entfernten Spieler sprinten in die möglichen Passwege und stellen die Anspielstationen zu.

Gegenpressing wird direkt nach einem Ballverlust gespielt. Mit dieser Übung wird ein Ballverlust simuliert. Zudem werden die Spieler dazu erzogen, ohne jegliche Verzögerung in das Gegenpressing zu gehen. Das ist die Grundvoraussetzung für jedes erfolgreiche Gegenpressing.

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