Trainings-Gurt

Trainingshilfen - Trainings-Gurt

Trainings-Gurte ohne dehnbares Element gibt es in diversen Versionen. Mit einem Trainings-Gurt kann z.B. der Partner ein Zuggewicht bilden beim Sprinttraining. Aber es sind z.B. auch Reaktions-, Kräftigungs- und Torwartübungen möglich. In der einfachsten Variante hat nur ein Spieler einen Schultergurt um und der andere Spieler hält den Trainings-Gurt fest. Bei Modellen mit 2 Schultergurten sind viele andere Übungen möglich, insbesondere wenn die Verbindung mit einem Klettverschluss stattfindet. Der Klettverschluss löst sich, wenn Spannung auf den Gurt kommt. Mit dieser Trainingshilfe kann man Handlungsschnelligkeit und Reaktion sehr gut trainieren.

Grundsätzlich ist es wichtig, beim Kauf von Trainings-Gurten auf Qualität zu achten. Es entstehen z.T. große Kräfte, die der Gurt problemlos aushalten muss. Dennoch ist es auch bei einem hochwertigen Trainings-Gurt wichtig, vor der Übung zu kontrollieren, ob der Gurt in Ordnung ist. Ein kleiner Schnitt im Gurt kann z.B. beim Sprinttraining mit Zuggewicht zu einem Problem führen. Trainings-Gurte sollten trocken und in Innenräumen gelagert werden. Auch das beste Material leidet, wenn es ständig feucht ist und großen Temperaturunterschieden ausgesetzt ist. Für den Anfang reichen wenige Trainings-Gurte aus. Optimal ist es natürlich, wenn beim Training alle Spieler zeitgleich Übungen mit einem Trainings-Gurt durchführen können. Mit 10-15 Trainings-Gurten sollte jede Mannschaft aber auskommen. Nicht nur in der Vorbereitung kann diese Trainingshilfe wertvolle Dienste leisten und neue Trainingsreize ermöglichen.

Beispielübung 1: Sprinttraining mit dem Trainings-Gurt

Trainingshilfen - Trainings-Gurt 1

Bei dieser Übung wird ein Trainingsgurt eingesetzt, der an beiden Seiten an einem Schultergurt befestigt werden kann. Die Verbindung zwischen den beiden Spielern ist fest, d.h. es gibt keinen Klettverschluss, der sich bei Belastung löst. Die Pylonen werden mit einem Abstand von 20 Metern aufgebaut. Die Paar stellen sich in die Mitte und bringen den Trainings-Gurt auf Spannung. Auf Kommando versuchen die Spieler, die Pylone zu erreichen. Bei dieser Übung wird die Kraft in den Beinen trainiert. Durch den Wettkampfcharakter haben die Spieler meist sehr viel Spaß bei dieser Aufgabe.

Damit die Übung gut funktioniert, müssen die beiden Spieler ungefähr gleich stark sein. Ansonsten zieht der stärkere Spieler den schwächeren Spieler ohne Mühe zur Pylone. Die ganze Übung kann auch zu einem großen Turnier werden. Dann sollte allerdings immer nur ein Durchgang stattfinden, da ansonsten die Belastung zu groß wird. Alternativ können aber auch die Pärchen zusammenbleiben und dann einen Wettkampf mit mehreren Durchgängen machen. Kurze Pausen sind sinnvoll, denn die Muskulatur sollte vor jedem Durchgang die Möglichkeit zur Erholung bekommen. Die Schwierigkeit der Übung kann erhöht werden, indem die Distanz zwischen den Pylonen vergrößert wird. Wenn die Spieler bei dieser Übung auf den Knien robben, ist das eine gute und unterhaltsame Übung.

Beispielübung 2: Reaktionsschnelligkeit mit dem Trainings-Gurt trainieren

Trainingshilfen - Trainings-Gurt 2

Bei dieser Übung wird ein Trainings-Gurt verwendet, der in der Mitte einen Klettverschluss hat. Sobald die Spannung auf dem Gurt zu groß wird, reißt das Band zwischen den Spielern. Dieser besondere Trainingsgurt kann sehr gut für das Reaktionstraining genutzt wird. In diesem Fall wird auch noch gleichzeitig die Sprintschnelligkeit bzw. die Sprintausdauer trainiert. Beim ersten Kommando spurtet der vordere Spieler los und sein Hintermann folgt ihm. Beim zweiten Kommando traben die Spieler wieder ganz locker. Die Sprintstrecke sollte nicht mehr als 10 Meter betragen. Der vordere Spieler darf auch Richtungswechsel einbauen, die der Hintermann nachvollziehen muss.

Damit die Übung flüssig funktioniert, müssen die Spieler ungefähr gleich schnell sein. Ansonsten entsteht nicht der gewünschte Effekt. Ein Trainings-Gurt mit Klettverschluss kann auch eingesetzt werden, um Seitwärts-Bewegungen mit einer Reaktionsübung zu verbinden. Dazu ist es auch möglich, dass die Spieler den Gurt so befestigen, dass sie sich in die Augen schauen. Ein Spieler gibt dann die Bewegung vor und der andere muss ihm folgen. Das ist eine Fähigkeit, die im Spiel immer wieder verlangt wird, z.B. wenn ein Verteidiger einen Angreifer decken muss.

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