Was bringen Intervall-Läufe?

Gerade erst haben wir euch erklärt, warum Steigerungsläufe Teil eines Trainingsplans sein können. Eine weitere Art des Laufens in verschiedenen Tempi sind sogenannte Intervall-Läufe. Der Unterschied zu den Steigerungsläufen wird dabei durch die unterschiedlichen Bezeichnungen ja quasi schon vorweggenommen.

Beim Steigerungslauf wird die Laufgeschwindigkeit kontinuierlich erhöht, während sie beim Intervall-Lauf regelmäßig in beide Richtungen varriiert bzw. verändert wird. Das bedeutet es wird abwechselnd schneller und dann wieder langsamer gelaufen. Innerhalb einer schnellen bzw. langsamen Phase bleibt das Tempo dann aber gleich. In den langsamen Phasen findet dabei eine Art aktive Erholung statt, in den schnellen Phasen dagegen die eigentliche Belastung.

 

Nach der BelastungspassaIntervallLäufege bleibt der Körper also in Bewegung, jedoch in einem geringeren Tempo. Es verringert sich in dieser Zeit zum Beispiel die Pulsfrequenz – jedoch nicht bis zu einem Wert wie vor der Belastung. Bevor die Herzfrequenz wieder im Normalbereich ist, beginnt die nächste Belastungsphase.
Der Körper gerät dabei schnell in eine anaerobe Belastung, das heißt einen zustand der Sauerstoffschuld. Der Muskel kann durch das Blut nicht mehr mit genügend Sauerstoff versorgt werden und es bildet sich Laktat (Milchsäure). Er reagiert anschließend umgehend mit einer Art Anpassung während der Regenerationsphase, die in einer Verbesserung seiner Schnelligkeitsausdauer mündet. Ein optimaler Trainingseffekt, der den Kicker sehr gut auf die Belastung in anstehenden Wettkämpfen vorbereitet.

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Sinn macht ein solcher Intervall-Lauf jedoch nur dann, wenn der Athlet bereits über eine gewisse Grundlagenausdauer verfügt – etwas, dass in einer Fußballmannschaft eigentlich jederzeit eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Anschließend kommt die Intensität der Intervall-Läufe natürlich immer darauf an, in welcher körperlichen Verfassung das Team sich derzeit befindet und welche es erreichen möchte bzw. soll.

Aufgrund der vielen verschiedenen Geschwindigkeiten, mit denen Fußballer während eines Spiels unterwegs sind, bieten sich Intervall-Läufe absolut an, um eine Gewöhnung an diese Tempoveränderungen zu gewährleisten und den Spieler auf diese Art der Belastung vorzubereiten. Anders als ein Marathonläufer, läuft ein

Pyramide

Fußballer während dem Spiel niemals 90 Minuten im selben Tempo, daher muss auch sein Training anders aussehen, als in der Wettkampfvorbereitung einfach Langstreckenläufe in gleichbleibender Geschwindigkeit zu absolvieren.

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Eine besondere Form der Intervall-Läufe sind sogenannte Pyramiden-

Läufe. Die Intensität der Intervalle nimmt dabei zunächst kontinuierlich zu, bis sie anschließend ebenso kontinuierlich wieder zurück gefahren wird. Stellt man sich die Belastungen bildlich vor, sehen diese aus wie eine Pyramide, daher der Name. Ein Pyramidenlauf könnte daher wie in unserem Schaubild dargestellt aussehen.
Weitere Links zum Thema „Intervall-Läufe“:

Artikel „Weitere Unterscheidungen des Intervalltrainings
Trainingskartothek „Saisonvorbereitung

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Bildquelle: Paolo Bona / Shutterstock.com

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