Welches Getränk nach dem Fußballtraining? (Teil 2)

Besonders wichtig ist hierbei bei diesen Produkten für Sportler die Konzentration von Natrium, da beim Fußballtraining erfahrungsgemäß viel Flüssigkeit in Form von Schweiß abgegeben wird. Dieser enthält auch eine nicht unerhebliche Menge Salz, so dass der Natriumhaushalt nach dem Training wieder ausgeglichen werden sollte. Allerdings sollte man sich auch darüber im Klaren sein, dass die Trainingsintensität in den meisten Amateurclubs niemals den Bereich erreicht, ab dem isotonische Getränke sinnvoll werden würden.

Der Nutzen dieser Getränke macht sich normalerweise erst bei langfristigen Ausdauerbelastungen bemerkbar. Dann kann es dazu kommen, dass die im Körper vorhandenen Nährstoffe nicht mehr ausreichen, um die Muskeln mit der nötigen Energie zu versorgen. Marathon-Läufer sprechen hier vom allseits bekannten „Mann mit dem Hammer“ etwa ab Kilometer 35. Dieser Fall tritt allerdings gewöhnlich im Amateur-Fußballtraining nicht ein. Für Amateursportler spricht daher nichts dagegen, sich für das Training nach dem Sport an kostengünstigere Alternativen wie natriumreiches Mineralwasser oder eine leichte Fruchtschorle zu halten.

Das Weizenbier: Mythos oder Alternative?

Gerade im Amateursport hat es sicherlich jeder schon einmal gehört: Der echte Fußballer gönnt sich, dem Fußballfan vor dem Fernseher nicht unähnlich, nach dem erfolgreich absolvierten Training erst einmal ein Weizenbier! Dies hebe nicht nur die Stimmung, sondern sei darüber hinaus auch noch genau das richtige, um die verbrauchten Reserven wieder aufzufüllen. Aber hält diese Behauptung in der Praxis wirklich stand? Das wäre ja fast zu schön um wahr zu sein, schließlich hat das Bier für viele im Fußball eine ganz besondere Bedeutung.

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Fakt ist erst einmal: Ein Weizenbier enthält verhältnismäßig viele Kalorien. Dies liegt insbesondere an dem intuitiv unerwartet hohen Brennwert des Alkohols. Wer also beim Fußball „nebenbei“ ein paar Kilo abnehmen möchte, der macht hier den Trainingserfolg unter Umständen zumindest in punkto „verbrannte Kalorien“ schnell wieder zunichte. Außerdem verleitet das „Bier danach“ häufig darüber hinaus auch noch dazu, nach dem Training mehr zu essen, so dass dann weitere Kalorien aufgenommen werden. Etwas anders sieht es dagegen beim alkoholfreien Bier aus: Dieses enthält oftmals viele Mineralstoffe und darüber hinaus genügend Kohlenhydrate, um die Muskeln schnell wieder mit der notwendigen Energie zu versorgen. Aufpassen sollte man allerdings bei der Natrium-Versorgung: Typischerweise ist im alkoholfreien Bier nicht genügend Natrium vorhanden, um die beim Sport abgegebenpixelio_579165_Petra Bork Weizenbiere Menge auszugleichen. Deshalb sollte hier in diesem Falle das Natrium auf andere Weise (beispielsweise durch natriumreiches Mineralwasser) ergänzt werden. Außerdem ist es ideal, wenn das Bier als isotonisches Getränk gekennzeichnet ist.

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Fazit: Viele Möglichkeiten für verschiedene Zwecke

Bei der Frage, was das beste Getränk nach dem Fußballtraining ist, spielen sicherlich auch persönliche Präferenzen eine Rolle. So spricht aus physiologischer Sicht nichts dagegen, nach dem Sport mit Trainer und Mannschaft ein geeignetes alkoholfreies Bier zu genießen. Wer es fruchtiger mag, für den sind mit natriumreichen Wasser gemischte Fruchtschorlen eine geeignete Alternativen, um den Vorrat an Kohlenhydraten nach dem Training wieder aufzufüllen. Als solche vermarktete isotonische Getränke sind eigentlich eher etwas für den Semi- oder Vollprofibereich im Ausdauersport oder für ambitionierte Amateur-Marathonläufer, die während der Anstrengung ihren Energiehaushalt im Auge behalten müssen. Natürlich spricht aber für den Durchschnitts-Fußballer auch nichts dagegen, diese Produkte nach dem Training zu trinken. Wer dagegen beim Sport ein paar Kilo abspecken möchte, der sollte sich eher an stilles, natriumreiches Mineralwasser halten. Auf diese Weise wird der Körper dazu gezwungen, zur Energieversorgung der müden Muskeln die bereits vorhandenen Reserven anzuzapfen.
Für den Durchschnittsfußballer im Amateurbereich empfiehlt sich nach dem Training oftmals eine mit natriumhaltigem Wasser gemischte, leichte Saftschorle mit etwa einem Viertel Fruchtsaftanteil. Diese enthält im Normalfall alle notwendigen Nährstoffe, die der Körper nach einem absolvierten Training benötigt.
Natürlich sollte man sich als hartgesottener Fußballer aber ab und zu ruhig auch einmal mit Trainer und Mannschaft ein gutes altes Weizenbier gönnen. Das ist dann vielleicht aus gesundheitlicher Sicht nicht so empfehlenswert, macht dafür aber umso mehr Spaß.

Teil 1 findet ihr hier

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Bild: Petra Bork / pixelio.de