5.1 Spieletraining mit 2er Spielsystem

Das kleinste Spielsystem, das im Training stattfinden kann, ist das 2er-System im 2-gegen-2 oder im 2-gegen-3. Selbstverständlich ist die hier geforderte Zusammenarbeit zweier Spieler genau so ins 11-gegen-11 übertragbar. In dieser Einheit können die Spieler das Spielverhalten zu zweit lernen, in den nächsten Montagseinheiten wird dies bis zum 11-gegen-11 gesteigert.

Technikspiele in Zweiergruppen


Organisation und Ablauf

• Spiel 1: Fußballtennis. Der Ball darf 1x pro Feld aufspringen und muss von jedem Spieler abwechselnd gespielt werden. Ausball = Punkt, Spiel bis 15.
• Zweiergruppen in Spielfeldern wie abgebildet einteilen.
• Spiel 2: Volleyschüsse aus der eigenen Zone auf Anwurf. Passiert der Ball unter Kopfhöhe die gegnerische Grundlinie, so zählt dies als Tor. Fängt ein Spieler den Ball, wirft er ihn dem Partner schnell an.
• Spiel 3: Siehe Spiel 2, jedoch ohne Einsatz der Hände. Abwehren nur gemäß der Feldspielertechniken, den Ball mit dem Fuß anlupfen statt anwerfen.
• Spiel 4: Siehe Spiel 3, jedoch dürfen Schüsse nur per Fall- oder Seitfallzieher abgegeben werden.

Hinweise

• Ab den C-Junioren vor diesen Spielen 10 Minuten selbstständig aufwärmen, um keine Verletzungen zu riskieren. Das anfängliche Fußballtennis ist ebenfalls ein leichterer Einstieg vor den kraftintensiven Schüssen.
• Die Feld- und Zonengrößen bzw. die Abstände so wählen, dass sowohl Angreifer wie abwehrende Spieler eine Chance auf Erfolg haben.
• Weitere Spiele in diesem Feld je nach Kreativität des Trainers oder der Spieler!
• Die Einteilung in Zweiergruppen kann im Hauptteil aufrecht erhalten bleiben.

Variationen

• Variation der Pass-/Schussformen, der Ballmitnahmen und -abwehr usw.

2-gegen-2-Turnier


Organisation und Ablauf

• Im 10×15-Meter-Spielfeld wird 90 Sekunden 2-gegen-2 auf Jugendtore mit Torhütern gespielt.
• Bei Ausball spielt der Trainer sofort einen neuen Ball ein.
• Danach neue Paare.

Hinweise

• Im 2-gegen-2 eignet sich kein besonderes Spielsystem. Die beiden Partner spielen im Prinzip nebeneinander.
• Daraus können jedoch Strategien entwickelt werden:
– Der jeweils ballnahe Verteidiger stellt den Gegner, der Partner sichert (Detailabbildung 1). Analoges Verhalten zum Spiel der Innenverteidiger oder der Sechser.
– Zieht der Dribbler aber ins Zentrum (vgl. Detailabbildung 3), dann wird der Pass zum situativen Überzahlgegner zugestellt und zum Partner ins 2-gegen-1 gelenkt.
– Analog dazu versucht der Dribbler eine 2-gegen-1 Überzahl herzustellen, indem er auf den Verteidiger seines Partners andribbelt (Abb. 3). Haben die Angreifer mehrere Optionen, steht der Verteidiger unter Zugzwang!
– Aus der nebeneinander gestaffelten Forma­tion kann auch das Hinterlaufen zur Überzahl führen. Verschieben die Verteidiger richtig, muss der ballferne Verteidiger den Dribbler übernehmen, was zu Übergabefehlern führen kann.
• Kennen die Spieler die Optionen aus den 2-gegen-2-Systemen, können sie situativ immer neu entscheiden.

Freies Spiel als Abschluss


Organisation und Ablauf

• 8-gegen-8 auf zwei Tore mit Torhütern.
• Freies Spiel, keine Einschränkungen.

Hinweise

• Freudvoller Abschluss, evtl. Wetteinsatz, den die Verlierermannschaft einlösen muss. Siehe vorige Woche.

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