2.6. Anspielpunkte schaffen

In dieser Einheit werden nochmal bereits eingeführte Spielformen angewandt, in denen das Herstellen von Anspielpunkten besonders betont wird. Die Spieler sollen die Inhalte der letzten Einheiten in möglichst hohem Spieltempo umsetzen: Anspielpunkte für den Ballbesitzer in alle Richtungen herstellen und dazu eine hohe Laufbereitschaft ohne Ball zeigen.
Damit finden die Trainingseinheiten zum grundsätzlichen Herstellen von Anspielpunkten ihren Abschluss. In den nächsten Wochen lernen die Spieler, mit welchen Laufwegen sie sich vom Gegner bzw. aus dem Deckungsschatten lösen und zum Anspiel absetzen können.

Freilaufen und Anspielen: Handball-Rugby als Erwärmung

Freilaufen und Decken

Organisation und Ablauf

• 4-gegen-4 bis 6-gegen-6 im abgesteckten Übungsfeld.
• Ziel: Über die Grundlinie des Gegners (Abb.: gelbe Linien) gelangen und dort den Ball ablegen – Touchdown!
• Der Ballbesitzer darf nicht mit dem Ball in der Hand laufen oder prellen. Seine Mitspieler müssen sich zum Anspiel anbieten, Laufarbeit ohne Ball.
• Überkopfwürfe sind verboten! So müssen Anspielangebote aus dem Deckungsschatten heraus geschaffen werden.

Hinweise

• Verteilung der Anspielpunkte zum Ballbesitzer: Stets nach links, rechts, in die Tiefe und für den Rückpass nach hinten eine Anspielstation bieten (vgl. 4-gegen-2). Laufarbeit ohne Ball!
• So kann der Ballbesitzer die taktisch günstigste Anspieloption wählen. Er muss eine spielnahe, schnelle Entscheidung treffen.
• Schaffen der Anspielpunke durch …
– Lösen aus dem Deckungsschatten und
– Absetzen vom Gegner.

Variationen

• Rückpässe sind nicht erlaubt: schnelles Spiel nach vorne, schnelles Umschalten.
• Rugby: Der Ballbesitzer darf mit dem Ball laufen und alleine durchbrechen – die Gegner dürfen ihn zu Boden reißen. Motivierender Abschluss des Aufwärmens, Betonung des Durchsetzungsvermögens.

Anspielstationen und Kombinieren: Spiel auf Ballhalten

Übung zum Kombinationstraining

Organisation und Ablauf

• 6-gegen-6 im Übungsfeld, Feldgröße je nach Alter und Leistungsstand der Spieler.
• Ziel: Ballhalten und Ballzirkulation in den eigenen Reihen.
• Spielt eine Mannschaft 10 (erschweren: 15 oder 20) Stationen ohne zwischenzeitlichen Ballverlust, müssen die Gegner 10 Liegestützen machen.

Hinweise

• Anspieloptionen wie im Aufwärmen herstellen, dafür ist viel Laufarbeit ohne Ball nötig!
• Spielvorgabe zur Ballzirkulation (s. Bildreihe):
– Aus dem Druck heraus in den freien Raum kombinieren.
– Überspielte Positionen rücken zum Ball nach.
– Im freien Raum die Überzahl nutzen, Gegner anlocken.
– Bei erhöhtem Druck wieder in den freien Raum spielen.
– Dadurch Rhythmuswechsel zwischen Kurzpasskombinationen und gezielten schnellen Spielverlagerungen,
• Weitere Coachingschwerpunkte und Varia¬tionen: vgl. Montagstraining vom 11. Juli 2011.

Abschluss:6-gegen-6 im doppelten Strafraum

Organisation und Ablauf

• 6-gegen-6 im doppelten Strafraum auf Großtore mit Torhütern.
• Freies Abschlussspiel, aber weiterhin auf das Herstellen von Anspieloptionen achten.
• Die letzten 10 Minuten komplett frei und ohne Coaching spielen lassen.

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