SpoWi-Ecke: Studie über die Vorteile von vibrierendem Krafttraining im Fußball

Krafttraining erscheint für den ambitionierten Fußballer heute ein essentielles Instrument, um seine Optimum zu erreichen. Nicht nur in Fitness-Studios und Krafträumen, sondern auch auf den Plätzen der Republik werden teilweise Gewichte ausgepackt und zur zusätzlichen Reizsetzung verwendet, um schlussendlich eine Leistungssteigerung zu erzielen.

Ein verhältnismäßig neue Form des Krafttrainings ist das Vibrationstraining. Dessen positive Aspekte stellten beispielsweise Völkel und Henning bereits 2012 in einer Untersuchung bei Sportstudenten bezüglich einer Verbesserung koordinativer Fähigkeiten fest. In einfachen Bewegungsformen wurden deutliche Fortschritte festgestellt, beispielsweise die Gleichgewichtsfähigkeit im Stehen oder eine verbesserte Handkoordination betreffend.

In einer Studie von Bertuzzi et al. (School of Physical Education and Sport, University of Sao Paulo) sollte nun untersucht werden, ob Krafttraining mit Vibration einen Vorteil gegenüber konventionellem Krafttraining erbringt.

22 Probanden mit sechswöchigem Krafttraining

Bertuzzi und seine Kollegen untersuchten 22 Läufer, die ein sechswöchiges Krafttraining mit Kniebeugen absolvierten, wobei deren Training entweder mit oder ohne Ganzkörper-Vibrationstraining durchgeführt wurde. Acht Probanden trainierten mit Vibration, acht ohne und sechs weitere wurden als Kontrollgruppe behandelt. Untersucht wurde hierbei einerseits die Kraft- und andererseits die Ausdauer-Komponente.

Vor und nach der Durchführung wurden mit Hilfe von diversen Tests die Größen Kraftfähigkeit als maximales Gewicht und die Ausdauerleistungsfähigkeit als Time to Exhaution sowie maximale Sauerstoffaufnahme festgehalten.

Ergebnisse Vibrationstraining-Gruppe

Sowohl bei der Vibrationstraining-Gruppe als auch bei der konservativen Krafttraining-Gruppe wurde eine Steigerung der Kraftverhältnisse im Maximalkraftbereich festgestellt, die bei etwa 18 bis 25 Prozent lag.

Die Ausdauerleistungsfähigkeit wurde hingegen – kaum überraschend – in beiden Gruppen durch das Krafttraining nicht verbessert.
Die Studie zeigt also keinen leistungsverbessernden Effekt der Ganzkörpervibration auf die Maximalkraft bei den 22 Läufer-Probanden.

Fazit, Nutzen von Vibrationsplatten

Krafttraining kann für viele Fußballer eine tolle Möglichkeit bieten, um Leistungsreserven des Körpers zu mobilisieren und sich einen Wettbewerbvorteil zu erarbeiten. Laut der vorliegenden Studie kann dabei jedoch getrost auf die zusätzlichen Kosten der Vibrationsplatten verzichtet werden, da diese bei den getesteten Personen keinen außergewöhnlichen Leistungsanstieg herbeiführten.

Von Dominik Langenegger

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