Training mit einfachen Mitteln improvisieren

Moderne Technik kann beim Training sehr hilfreich sein. Doch es wäre ein Irrglaube zu denken, dass nur mit teurem Gerät ein erstklassiges Training möglich wäre. Erinnert sei nur an Felix Magath und seine geliebten Medizinbälle. Mit ein wenig Kreativität kann auch mit bescheidenen Mitteln eine Mannschaft sinnvoll trainiert werden. Ein paar Anregungen:

Jackentore

Wohl jedes Kind, das Fußball spielt, hat schon einmal auf Jackentore gespielt. Wenn kein echtes Tor und nicht einmal Markierungshütchen vorhanden ist, werden Jacken oder andere Kleidungsstücke so positioniert, dass sie zu einem Tor werden. Pfosten und Latte gibt es freilich nicht. Der Trainer entscheidet, ob ein Tor gefallen ist oder nicht. Auch ein Spielfeld kann auf dies Weise markiert werden. Andere Gegenstände, die vorhanden sind, können natürlich ebenso genutzt werden. Es sollte aber darauf geachtet werden, dass keine Verletzungsgefahr besteht, z.B. durch scharfe Kanten.

Gewichte

Es gibt viele Übungen, die mit Gewichten absolviert werden können. Wenn keine Hanteln oder Medizinbälle vorhanden sind, können z.B. kleine Eimer mit Steinen gefüllt werden. Auch Wasser kommt als Füllung in Frage. Eine Übung kann darin bestehen, einen Wassereimer über eine Strecke zu transportieren. Dies kann auch als Staffel organisiert werden.

Hindernisse

Ein Hindernisparcours kann mit Stöcken, Bällen, Jacken und vielen anderen Gegenständen improvisiert werden. Bei einem Waldlauf können natürliche Hindernisse genutzt werden. Ein umgefallener Baum kann z.B. zum Balancieren verwendet werden. Ein kleiner Bach muss übersprungen werden.

Fußballtennis mit einem Seil

Fußballtennis ist ein sehr beliebtes Spiel. Ein Netz kann durch ein Seil ersetzt werden, dass an zwei Stöcken befestigt ist. Damit besser entschieden werden kann, ob der Ball über oder unter dem Seil war, können in kurzem Abstand kurze Seilstücke angeknotet werden. Diese hängen herab, so dass der Ball sie bewegt, wenn er unter dem Seil fliegt.

Training mit einem Tennisball

Wenn einmal kein Fußball vorhanden ist, kann auf einem Hartplatz oder einem Betonboden auch mit einem Tennisball gespielt werden. Viele Kinder und Jugendliche kennen dieses Spiel. Es schult die Technik und kann durch taktische Übungen ergänzt werden. Für die Bewegung auf dem Platz ist es letztlich egal, ob der Ball groß oder klein ist.

Training mit einem kaputten Ball

Wenn nur ein Ball zur Verfügung steht und dieser defekt ist, muss deswegen nicht gleich das Training ausfallen. Statt Fußball kann auch Handball gespielt werden. Dafür muss nicht einmal Luft im Ball sein. Der Schwerpunkt einer Übung kann z.B. das Freilaufen bei Ballbesitz sein. Ebenso kann auch das Defensivverhalten oder auch das Kontern geübt werden.

Eine Wand verwenden

Eine große Wand kann mit ein bisschen Kreide zu einer Zielscheibe werden. Markierte Felder können mit Punktzahlen versehen werden. Auf spielerische Weise kann so die Treffsicherheit erhöht werden. Der Schwierigkeitsgrad kann mit der Entfernung zur Wand verändert werden.

Mannschaften ohne Markierungshemden

Im Sommer kann eine Mannschaft auf T-Shirts verzichten, so dass eine einfache Unterscheidung möglich ist. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn ein Sonnenbrand kann einen Spieler außer Gefecht setzen. Oft ergibt sich auch die Möglichkeit, die Teams nach den vorhandenen Kleidungsstücken einzuteilen, also z.B. alle Spieler mit einer blauen Hose einer Mannschaft zuzuteilen.

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