Beachsoccer (Teil 1)

Auch wenn Beachsoccer heute als junge, trendige Sportart und als die etwas lockere und ungezwungene Alternative zum Fußball gilt, so liegen ihre Ursprünge doch fast soweit zurück wie die des Fußballs selbst. Denn bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert trafen sich regelmäßig Seeleute, die den Fußball aus Europa kannten, während ihrer Landgänge zum Fußballspielen an den Stränden der brasilianischen Küste. Bald übernahmen auch die Einheimischen diese Sitte und Beachsoccer wurde nach und nach zur Lieblingsfreizeitbeschäftigung vieler Brasilianer. Den Weg zur Professionalität fand der Sport dann im Jahre 1957, als zum ersten Mal offizielle Beachsoccer-Turniere in Brasilien ausgetragen wurden.

Von Brasilien in die Welt

Doch Beachsoccer blieb keine Sportart nur für Brasilianer. Schon bald fand der Fußball am Strand seinen Weg nach Nordamerika, genauer gesagt in die USA. Dort wurde er auch das erste Mal richtig vermarktet und über Fernsehübertragungen und groß angelegte Turniere einem großen Publikum zugänglich gemacht. Die Ausrichtung der Fußball WM in den USA im Jahre 1994 hatte zudem entscheidenden Anteil daran, dass die amerikanische Bevölkerung sich mehr und mehr für den Fußball interessierte und so auch Beachsoccer zu einer höheren Popularität gelangen konnte.

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Mit der Gründung der European Pro Beach Soccer League 1998, der ersten Beachsoccer-Profiliga in Europa, war der Sport dann endlich auch bei uns angekommen. In dieser spielten Nationalmannschaften in den Sommermonaten Juli und August in einer Art Liga gegeneinander, welche mit einem großen Finalturnier in Marseille endete, bei dem der Gesamtsieger ermittelt wurde. Mittlerweile wurde die Serie in Euro Beach Soccer League (EBSL) umbenannt.
Heute ist Beachsoccer in fast jedem Land der Welt, das über einen Strand verfügt, verbreitet. Neben einer alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaft gibt es eine Ozeanien-Meisterschaft, eine Südamerika-Meisterschaft, eine Afrika-Meisterschaft, eine Asien-MeBeachsoccer1isterschaft, eine von Nord-, Mittelamerika und der Karibik sowie mit dem jährlich im Mai stattfindenden Euro-Beachsoccer-Cup eine Europa-Meisterschaft.

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Die Organisation der Verbände läuft – mit Ausnahme von Europa – über die jeweiligen Fußball-Verbände der Kontinente. In Südamerika ist das z.B. die CONMEBOL, also die Confederación Sudamericana de Fútbol, und in Asien die Asian Football Confederation, kurz AFC. In Europa ist allerdings nicht die UEFA für die Organisation zuständig, sondern die Beach Soccer Worldwide (BSWW), die gleichzeitig auch die größte und einflussreichste Organisation im Beachsoccer ist. Diese ist sowohl verantwortlich für die Austragung von Beachsoccer-Turnieren in Europa, aber auch – gemeinsam mit der FIFA – für die Weltmeisterschaft, die erstmals im Jahre 2005 an der Copacabana in Rio de Janeiro stattfand und das weltweit größte und medienintensivste Turnier seiner Art ist. Zuvor wurde zwischen 1995 und 2004 einmal im Jahr die Strand-Weltmeisterschaft ausgetragen, die ebenfalls von der BSWW organisiert wurde.
Neben Nationalmannschaften treten aber auch Ableger europäischer Top-Klubs gegeneinander an. So z.B. bei der Mundialito de Clubes, einer Vereins-Weltmeisterschaft, bei der sich regelmäßig die besten Mannschaften der Welt untereinander messen. In vielen Ländern gibt es mittlerweile auch eigene Beachsoccer-Ligen.

Teil 2 lest Ihr hier

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Bildquelle: Sergei Bachlakov / Shutterstock.com