Der Übergang zur Sommerpause

Die Fußballsaison ist bald vorüber. Nur noch ein paar Spiele bis zur Sommerpause. Das Zeitfenster zwischen dem Ende der alten Saison und dem Beginn der neuen stellt für jeden Trainer eine Herausforderung dar. Erholung oder Belastung?

Im Profibereich ist die Sommerpause oftmals von großen Turnieren ausgefüllt. In einem Turnus von zwei Jahren haben die Spieler kaum eine Möglichkeit zur Erholung. Und auch in Jahren, in denen EM oder WM nicht stattfinden, haben die Profis nur einen sehr begrenzten Urlaub. Vier bis sechs Wochen sind da das höchste der Gefühle.

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Die Verhältnisse im Amateurbereich unterscheiden sich grundlegend von denen im Profibereich. Hier haben die Trainer mehr Spielraum. Es geht nicht um das große Geld. Es hängen keine millionenschweren Sponsorenverträge mit dem Abschneiden in der Liga zusammen. Trotzdem ist die Vorbereitung auf die neue Saison ein häufiger Diskussionspunkt in der Saisonplanung. Die Vereine im Amateurbereich werden zunehmend ambitionierter. Es fließt mehr Geld in kleine Spielergehälter und in die äußeren Rahmenbedingungen. Erfolg ist auch hier wichtig. Das Streben nach mehr bewirkt, dass das komplette Abschalten und Faulenzen, das ältere Semester noch von der SommerpauAuslaufen3se kennen, mittlerweile verpönt ist.

Was passiert in den ersten Tagen bzw. Wochen nach dem Saisonabschluss?

Mit dem letzten Spiel ist die Saison nicht gleich beendet. Zunächst einmal sollte eine Abschlussbesprechung der Saison veranstaltet werden. Die Spieler sollten die vergangene Spielzeit reflektieren, mit der Mannschaft besprechen und dem Trainer bei seinem Resümee zuhören. Zugleich können erste Erwartungen an die neue Saison formuliert werden, damit jeder Spieler während der Sommerpause weiß, für welches Ziel er bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes kämpfen wird. Wurden während der Saison Videomitschnitte aufgezeichnet und konserviert, können diese eingesetzt werden, um die Fehler der letzten Spielzeit zu visualisieren und taktische Blaupausen anzufertigen, die sich die Spieler in der Zwischenzeit schon mal anschauen können.

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Die Besprechung sollte sich jedoch nicht in die Länge ziehen, da auch Hobbyfußballer nach einer Saison ausgelaugt sind und ihre Ruhe haben möchten. Im Anschluss kann man die dröge Arbeit mit einem abschließenden Mannschaftsabend entgelten, bei dem der Mannschaftscharakter noch einmal bekräftigt und Weichen für den Teamgeist der neuen Saison gestellt werden.

Wie sieht die Sommerpause aus?

Viele Spieler denken zu Beginn der Sommerpause nur daran, auszuspannen und ungehemmt zu feiern. Sie wollen am liebsten wochenlang auf der faulen Haut liegen. Natürlich gibt es auch diejenigen, die von sich aus in Form bleiben wollen. Solch eine Disziplin ist aber eher eine Ausnahme denn die Regel.

Deswegen lohnt es sich, Regeln aufzustellen. Manche Trainer bereiten zum Beispiel Ernährungs- und Trainingspläne für die Sommerpause vor. Gerade die konditionelle Leistungsfähigkeit leidet schon unter geringen Phasen der Inaktivität. Nach vier Wochen hat das Lungenvolumen schon 50 Prozent vom Trainingsfortschritt der letzten Saison eingebüßt. Deswegen werden ausgiebige Lauf- und auch Krafteinheiten veranschlagt, die mit der richtigen Ernährung wenigstens eine Konservierung der alten Verhältnisse ermöglichen sollenKind Strand Hochhalten.

Erfahrungsgemäß halten sich aber längst nicht alle Spieler an eine solche Vorgabe. Auf die treuesten Bekenntnisse seitens der Spieler folgt die Enttäuschung des Trainers zu Saisonbeginn. Die Spieler sind außer Form und müssen langsam wieder an das Niveau der Vorsaison herangeführt werden, obwohl faktisch nur ein paar Wochen zwischen der jetzigen und der Bestform liegen.

Eine Alternative zu detaillierten Trainings- und Ernährungsplänen besteht darin, physische Daten der Spieler zu erheben, also Indikatoren wie Größe, Gewicht, Fettgehalt, Muskelmasse, Cooper-Test etc., und zu fordern, dass sich die Werte während der Pause vom Fußball kaum verändern. Ob die Spieler zwei Wochen gar nichts machen, um dann zwei Wochen in ihrem Urlaub mächtig angreifen zu müssen, ist bei dieser Methode egal. Hauptsache, sie sind auf den Punkt fit. Einen besonderen Anstrich bekommt das Ganze, indem sich die Spieler beim Verpassen einer Fast-Bestform Sanktionen entgegensehen. Finanzielle Einbußen oder Straftrainings können als Drohung wahre Wunder wirken.

Der schmale Grat – Belastung und Erholung

Es ist aber mindestens ebenso wichtig, den Spielern die regenerative Wirkung einer Pause ans Herz zu legen. Nach einer schweißtreibenden, anstrengenden Saison benötigt der Körper selbst im Amateurbereich einige Zeit, um sich wieder vollends von den Strapazen zu erholen.

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Dementsprechend notwendig ist ein gesundes Gleichgewicht zwischen Belastung und Regeneration. Der Spagat zwischen kräftezehrendem Training und kräfteweckender Erholung ist schwierig zu bewältigen. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Spieler im Rahmen der Vorbereitung auf diesen Seiltanz hinzuweisen und durch die Erhebung der Daten zu gewährleisten, dass die Mannschaft in einem Zustand auf den Platz zurückkehrt, der mit dem der Vorsaison übereinstimmt. In diesem Fall ist das Team ausgezeichnet für die eigentliche Vorbereitung gerüstet und kann auf den erreichten Ausdauer- und Kraftfortschritten der Vorsaison aufbauen. Außerdem ist durch die eingesparte Zeit ein vermehrtes Augenmerk auf die taktischen Feinheiten möglich.

Auf diese Weise verhindert man nicht nur, dass Erfolge der vergangenen Saison wieder verschwinden, sondern man übernimmt die Mannschaft in einer günstigen Verfassung, die weitere Verbesserungen ermöglicht.

Der Saisonausklang und die Sommerpause im Überblick:

  • Abschlussbesprechung inklusive Mannschaftsabend
  • Fitness- und Ernährungspläne bei Bedarf
  • Datenerhebung
  • Sanktionen, um die Aufmerksamkeit der Spieler zu sichern

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