Der Zehner in der heutigen Zeit: Gibt es noch Spielmacher?

Der Fussball verändert sich immer mehr. Früher wurde beispielsweise noch ohne Abseits gespielt und der Keeper durfte den Ball bei einem Rückpass eines Mitspielers in die Hand nehmen. Auch die Positionen verändern sich im Laufe der Zeit. Früher wurde das Spiel sehr häufig über einen sogenannten Spielmacher beziehungsweise Zehner aufgebaut. Heute wird die Last dagegen zumeist auf mehrere Schultern verteilt. Doch gibt es den Spielmacher wie früher gar nicht mehr? Der folgende Ratgeber geht der Sache auf den Grund.

talentsichtung von spielmachern und life kinetik im FußballWas macht einen guten Zehner im Fussball aus?

Ein Zehner beziehungsweise Spielmacher ist ein sehr kompletter Spieler. Denn er muss viele Dinge beherrschen, um erfolgreich zu sein. Zum einen sollte er über eine gute Spielauffassung verfügen. Das bedeutet, dass er bestimmte Situationen schnell erkennt und dann direkt die richtige Entscheidung trifft. Er muss das Spiel aufbauen und sich immer wieder anbieten. Dabei kann er sich eigentlich auf dem kompletten Feld bewegen. Zudem sollte der Spielmacher auch torgefährlich sein und über einen guten Schuss verfügen.

Auch eine gewisse Technik ist von Vorteil, um sich immer wieder auch aus schwierigen Situationen zu befreien und trotzdem den Ball zu behaupten. Somit wird also klar, dass der Spielmacher viele Fähigkeiten gut beherrschen sollte. Hierzu gehört zum Beispiel auch eine große Ausdauer. Denn schließlich sich muss der Zehner immer wieder anbieten und von Zeit zu Zeit auch in der Verteidigung aushelfen.

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Welche bekannten Spieler waren gute Spielmacher?

Im Laufe der Zeit gab es im Profifußball immer wieder einige sehr gute Zehner, die ein Spiel fast schon alleine entscheiden konnten. Hierzu zählten zum Beispiel:

  • Lothar Matthäus
  • Zinedine Zidan
  • Diego Maradona
  • Herbert Prohaska und
  • Michel Platini

Sie alle waren Experten auf diesem Gebiet und konnten zum einen sehr gefährliche Pässe spielen und zum anderen auch selber Tore erzielen. Die einen haben von Geburt an ein großes Talent, die anderen müssen sich ihr Können hart im Fussballtraining erarbeiten. Denn für diese Zwecke gibt es zahlreiche Übungen.

Welche Aufgaben hat der Zehner im Fussball denn nun genau?

Leider gibt es richtige Spielmacher nur noch sehr selten, worauf später noch genauer eingegangen wird. Dennoch sind sie auch heute noch immer Mal wieder zu sehen. Der Zehner muss hauptsächlich offensiv arbeiten und ist daher auch nur selten hinten. Er fordert den Ball im Spiel und im Fussballtraining, verteilt ihn und kommt auch selber zum Abschluss. Hierbei spielt er sehr häufig mit den Stürmern zusammen und rückt in die Spitze vor. Eine weitere Aufgabe des Spielmachers ist es, sich überall auf dem Platz anzubieten und so eine Anspielstation darzustellen. Im Idealfall beherrscht zudem Fernschüsse und Freistöße und strahlt Torgefahr aus. Diese Dinge lassen sich hervorragend im Fussballtraining üben und einstudieren.

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Doppelsechs ersetzt häufig den Spielmacher

Früher wurde im Fussballtraining gelernt, wie sich der Spielmacher zu verhalten hat. Er hatte einen oder auch zwei defensive Mittelfeldspieler hinter sich, die auch als sogenannte Ausputzer bezeichnet wurden. Genau diese haben dem Zehner ein wenig den Rang abgelaufen und deutlich an Bedeutung gewonnen. Denn sie erledigen ihre ursprüngliche Aufgabe, das Verhindern von gegnerischen Angriffen und übernehmen zudem auch noch die Aufgaben des Spielmachers. Dadurch ist Letzterer kaum noch zu finden. Die sogenannten Sechser sind am Spielaufbau beteiligt und sorgen dafür, dass das Mittelfeld dicht bleibt.

Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass ein echter Zehner auch viele Vorteile mit sich bringt. Denn er muss sich nur selten um die Defensivarbeit kümmern und kann sich stattdessen voll auf die Offensive kümmern. Durch ihn hat die eigene Mannschaft im Spiel wie auch im Fussballtraining immer einen Mann mehr vorne und strahlt dadurch auch mehr Torgefahr aus. Das bedeutet dann aber auch, dass ein Spieler weniger hinten ist. Aber auch das lässt sich durch ein gutes Verschieben im Fussballtraining sehr gut üben. Somit muss der Trainer sich entscheiden, welches System er am liebsten spielen lassen will. Ideal ist es, wenn die Spieler im Fussball beide Varianten beherrschen. Denn dann ist die Mannschaft nicht so leicht zu durchschauen.

 

Ein Grund, warum nur noch sehr selten mit einem Spielmacher gespielt wird, ist, dass kaum eine Mannschaft noch mit zwei echten Angreifern agiert. Stattdessen wird im Fussballtraining immer mehr ein 4-4-3 einstudiert. In diesem System ist dann kein Platz mehr für einen echten Zehner. Denn im Mittelfeld spielen zwei zentrale Sportler, die sich sowohl um die Offensive wie auch um die Defensive kümmern müssen. Somit handelt es sich eher um Achter oder Sechser.

Welche Nachteile hat der Zehner im Fussball?

Wenn eine Mannschaft zum Beispiel mit Spielmacher spielt, hat dies nicht nur Vorteile. Denn wenn der Gegner diesen Sportler aus dem Spiel nimmt, wie zum Beispiel mit einer Doppeldeckung, kann kein vernünftiger Spielaufbau stattfinden. In einem solchen Fall wäre seine Position also umsonst und der Coach müsste umstellen. Damit eine solche Situation nicht so einfach passiert, werden im Fussballtraining Abläufe einstudiert, um die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Denn dann ist das eigene Team nicht so leicht zu durchschauen und Gegner muss reagieren und kann nicht seinerseits agieren. Er kann also nicht einfach den Spielmacher zu stellen, sondern muss mehrere potenzielle Spielmacher im Blick haben.

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Fazit

Der Zehner oder Spielmacher war früher ein sehr wichtiger Spieler. Er baute zum Beispiel das Spiel auf und kam auch selber zum Abschluss. Zudem bot er sich überall auf dem Platz an, sodass die Mitspieler immer wussten, wohin sie den Ball spielen konnten. Heute wird die Last dagegen auf mehrer Schultern eines Teams verteilt. Das gilt sowohl für das Fussballtraining wie auch für das Spiel. Denn der Aufbau wird nicht mehr nur von einem Akteur vorangetrieben. Die Doppelsechs verteidigt und greift an, wodurch die Mannschaft nicht mehr so leicht auszurechnen ist. Beide Varianten haben Vorteile und auch Schwächen. Denn zwei defensive Mittelfeldspieler können im Normalfall einfach nicht so viel nach vorne machen wie ein Spielmacher. Dafür halten Sie die Defensive dicht.

Im Idealfall lässt der Trainer im Fussballtraining von seinen Spielern beide Systeme trainieren, um im Spiel umstellen zu können, wenn es einmal nicht so gut läuft. Abschließend lässt sich zu der gestellten Frage sagen, dass es den Spielmacher immer noch gibt, allerdings nur noch sehr selten.

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