So gelingt dir die perfekte Sommervorbereitung

Im Fußball ist es immer wieder schwierig abzuschätzen, wie viel Training von Nöten ist, um die notwendige Leistung auf den Platz zu bringen. Viele Amateur-Fußballvereine stellen sich daher immer wieder die Frage, wie sie optimal vorbereitet in die Saison gehen.

Sommervorbereitung

Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie eine Mannschaft nach einer Sommervorbereitung bestens präpariert in das erste Saisonspiel geht. Hier spielt vor allen Dingen der Trainer eine wichtige Rolle, da dieser im Endeffekt die Saisonvorbereitung zu planen hat und alle Einheiten in der Sommervorbereitung ansetzt. Die meisten Mannschaften trainieren dabei häufiger als während der laufenden Saison, hinzu kommt im Fußball eine gewisse Anzahl an Freundschafts- und Testspielen. Trainiert eine Herrenmannschaft aus der Kreisliga beispielsweise während der Saison zweimal in der Woche, so kann sich diese Zahl im Lauf der Vorbereitung schon einmal verdoppeln. Daher ist die Sommervorbereitung häufig zeitintensiver als die laufende Fußball-Saison. In der Folge werden wichtige Bestandteile einer Sommervorbereitung vorgestellt, mit denen im Amateurfußball und im Training gearbeitet wird, um die einzelnen Spieler nach der Sommerpause wieder fit zu bekommen.

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Der Trainingsauftakt

Eine häufig gestellte Frage vor der Sommervorbereitung, ist die Suche nach dem optimalen Startschuss zur Sommervorbereitung. Während manche Trainer den Start bereits zwei Monate vor dem ersten Punktspiel ansetzen, fangen andere Vereine mit ihrer Saisonvorbereitung erst vier Wochen vor Vorrundenstart an. Viele Mannschaften machen im Amateurbereich den Fehler, dass sie zu lange und zu häufig in den Ausdauer- und Konditionsbereich gehen und dabei fußballerische Trainingseinheiten vernachlässigen. So kann es bei einer Unerfahrenheit des Trainers schon einmal vorkommen, dass die ersten sechs Einheiten einer Saisonvorbereitung aus reinem Laufen und Sprinten bestehen.

Dabei ist dies gar nicht so klug: Denn im ersten Training der Sommervorbereitung sind in den meisten Amateurclubs auch immer wieder neue Gesichter in Form von Neuzugängen dabei. Darum ist es hier zu empfehlen, in der ersten Einheit auch wirklich Fußball zu spielen. Selbstverständlich kann das Training auch Koordinationselemente beinhalten, sofern darauf auch Spielformen folgen und sich die Spieler somit gleich kennenlernen. Denn im Laufe der Saisonvorbereitung sind die Akteure oft genug auf dem Platz und trainieren deren Kondition und Ausdauer.

Die Konditionseinheiten

Sommervorbereitung

Ein relevanter Bestandteil der Sportart Fußball ist die Kondition. Denn wenn ein Spieler nicht genügend Ausdauer besitzt, um über den Zeitraum seines Einsatzes auf dem Platz alles zu geben, dann ist er ein Schwachpunkt in seiner Mannschaft. Die Saisonvorbereitung ist dabei der ideale Zeitpunkt um an diesem Faktor zu arbeiten: Dazu bedarf es eines Ausdauertrainings, welches allerdings nicht übertrieben werden sollte. Viele Trainer gehen nämlich davon aus, dass Ausdauer und Kondition die wichtigsten Faktoren für einen erfolgreichen Saisonstart sind. Das stimmt allerdings nur bedingt. Sicher benötigt jeder Spieler eine gewisse Kondition als Basis für die Vorbereitung. Jedoch sollten einzelne Trainingseinheiten nicht nur aus reinem Lauftraining bestehen, denn ein Fußballer hat nur dann Spaß am Sport, wenn ein Ball im Spiel ist.

Deshalb beinhaltet eine gute Sommervorbereitung einen ordentlichen Mix aus spielerischen Elementen und Läufen ohne Ball. Diese dienen eben dazu, Kondition aufzubauen und diese im Laufe der Vorbereitung durch spielerische Elemente und Testspiele weiter zu verbessern. Die Laufeinheiten können in ihrer Dauer variieren und sollten in verschiedenen Intervallen ausgeführt werden. Beispielsweise könnte ein Lauf von 30 Minuten im Training ein Aufwärmen, eine Steigerung, einen Dauerlauf und das Auslaufen beinhalten. Trotzdem ist der Sprint der wohl wichtigste Teil eines Fußballspiels, zumeist jedoch auf kurze Distanzen. Auch dieser gehört in irgendeiner Form zu einer Saisonvorbereitung dazu.

Das Krafttraining

Zusätzlich zu dem Konditionstraining ist im Fußball auch das Krafttraining relevant, vor allen Dingen in der Saisonvorbereitung. Hierbei sollen Stabilisationsübungen den Körper, wie der Name bereits sagt, stabil machen, um gegen Verletzungen besser geschützt zu sein. Auch dies ist für den Trainer ein relevanter Aspekt in der Vorbereitung, will doch eine Mannschaft möglichst verletzungsfrei durch eine Saison kommen. Zu den Stabilisationsübungen zählen, neben dem Dehnen der Muskulatur, auch Liegestützen und Situps, welche zur Stärkung und Stabilisation der Muskeln dienen. Auch dieses Training ist ein essenzieller Bestandteil einer Sommervorbereitung im Fußball, unabhängig von Profis oder Amateuren. Zudem gibt es spezielle Programme, mit welchen eine Mannschaft arbeiten kann, wie etwa das sogenannte Core-Training. Dieses dient zur Energiegewinnung und beinhaltet ebenfalls sämtliche Übungen für die körperliche Fitness.

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Natürlich ist dieses Training nicht spezifisch auf eine Sportart ausgelegt, sondern wirkt sportartübergreifend. In der Sommervorbereitung im Fußball kann es daher helfen, Verletzungen vorzubeugen.

Die Regenerationsphase

Natürlich kann eine Vorbereitung im Fußball nicht ausschließlich aus Training bestehen. Zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt das Team auch mal eine Pause, in der es sich ausruhen und erholen kann. Deswegen sollte auch zwischen einem Training und Spielen der Saisonvorbereitung immer eine gewisse Ruhephase sein. Optimal wäre es zudem, wenn eine Amateurmannschaft einen Physiotherapeuten zur Seite stehen hat, welcher das Team während der Vorbereitung versorgt und das ein oder andere Schmerzproblem eines Spielers löst. Ein Testspiel und eine Trainingseinheit an einem Tag durchzuführen, kann im schlimmsten Fall zu Verletzungen bei den Akteuren führen.

Trainingslager – Wozu?

Ein weiterer wichtiger Faktor für eine funktionierende Mannschaft im Fußball ist der Zusammenhalt innerhalb des Teams. Der Trainer hat die Möglichkeit, diesen in der Sommervorbereitung speziell zu fördern – in Form eines Trainingslagers. Die Saisonvorbereitung bietet dafür die ideale Gelegenheit. Fußball kann nämlich auch in anderen Ländern gespielt werden, wenn die Mannschaft sich in einem Trainingslager befindet. Neben dem Training und möglicherweise auch speziellem Ausdauertraining ist die Mannschaft abseits des Platzes zudem eine Zeit lang zusammen unterwegs und die einzelnen Akteure sehen sich tagtäglich.

Dabei kann der Teamgeist sowohl durch das gemeinsame Abendessen als auch durch gemeinsame Aktivitäten abseits des Platzes gefördert werden. Beispielsweise besteht in Österreich die Möglichkeit, dass deutsche Amateurvereine ihr Trainingslager hier abhalten und neben den Trainingseinheiten auch Kulturelles erleben. Im Sommer bietet sich hier etwa eine Canyoning-Tour an, bei der jeder Teilnehmer, also auch der Trainer, von dem anderen Teilnehmer abhängig ist. Der Vorteil eines Trainingslagers während der Saisonvorbereitung ist, dass Mannschaft und Trainer einen Mix aus Fußball und Freizeitaktivitäten erleben. Auch dies gehört dazu, will das Team im Fußball sowohl körperlich als auch kameradschaftlich auf die neue Saison vorbereitet sein.

Testspiele in der Sommervorbereitung

Neben dem Ausdauertraining, Kraft- und Koordinationseinheiten und dem gewöhnlichen Trainingsalltag werden im Fußball in der Vorbereitung vor allen Dingen Testspiele dazu genutzt, Spielsysteme zu testen, verschiedene Akteure auf unterschiedlichen Positionen zu versuchen und auch Verbesserungen vorzunehmen. Trainer haben dabei diverse Ansichten, wie viele Testspiele eine Mannschaft in der Sommervorbereitung absolvieren muss, um ideal vorbereitet zu sein. Dies hängt gleichzeitig auch damit zusammen, wie lange die Vorbereitung dauert.

Beispielsweise ist es widersprüchlich in einer sechs Wochen langen Vorbereitung zehn Freundschaftsspiele anzusetzen, denn dann sind die Zeiträume zwischen einzelnen Trainingseinheiten und den Spielen deutlich zu kurz. Zudem ist es im Fußball üblich Freundschaftsspiele gegen Gegner aus unterschiedlichen Spielklassen anzusetzen. In welcher Reihenfolge dabei gegen diese angetreten wird, hängt sicherlich auch mit deren individueller Vorbereitung ab, jedoch gibt es auch hier keine Vorgaben für die Reihenfolge.

Die Teilnahme an Vorbereitungsturnieren

Eine Sonderform, wie im Fußball die Sommervorbereitung gestaltet werden kann, ist das Vorbereitungsturnier. Bei diesem werden in aller Regel mehrere Spiele von kürzerer Dauer gespielt, beispielsweise zweimal über eine Halbzeit von zehn Minuten. In der Sommervorbereitung wird solch ein Turnier statt dem Training eingebaut, weil der Trainer die Möglichkeit hat, neue Spieler zu testen und auch andere auf unterschiedlichsten Positionen an einem Tag spielen zu lassen. Zudem kann der Trainer mehrere Akteure einsetzen und seine Aufstellungen während des Turnierverlaufs mehrfach rotieren.

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Ein Nachteil kann es sein, dass bei solchen Turnieren in der Saisonvorbereitung auch Mannschaften teilnehmen, deren Klasse sich stark unterscheiden. Dadurch kann der Trainer die Leistung seiner Spieler möglicherweise schlecht beurteilen.

Fazit

Neben dem terminlich richtigen Trainingsstart ist es für den Trainer in der Sommervorbereitung auch wichtig, einen idealen Mix zwischen Ausdauertraining, Koordinations- und Krafteinheiten und Testspielerfahrungen zu finden. Mit einem Trainingslager wird zudem der kameradschaftliche Aspekt gefördert, gleichzeitig kann aber auch die sportliche Leistung gefördert werden. Zudem muss der Trainer darauf achten, dass die Spieler auch Ruhephasen bekommen und nicht täglich auf dem Sportplatz stehen. Dann sollte der optimale Saisonstart gelingen.

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