Wahnsinns Bogenlampen im Fußball

An einem Wochenende fallen Tausende Tore im Amateurfußball. Immer Mal wieder kommt es auch zu kuriosen Treffern, wie eben auch durch eine sogenannte Bogenlampe. Fällt auf diese Weise ein Tor, ist das immer sehr spektakulär. Nicht selten werden so teilweise sogar Aufstiegsspiele entschieden, die ansonsten sehr eng sind. Im folgenden Text wird beschrieben, was überhaupt eine Bogenlampe ist, wie sie funktioniert und stellt auch einige sehr interessante Beispiele vor.

fußball bogenlampeWas ist eigentlich eine Bogenlampe?

Bei einer sogenannten Bogenleuchte handelt es sich um einen speziellen Schuss, der sehr häufig bei einem Freistoß genutzt wird. Der Ball hat eine sehr hohe Flugkurve und senkt sich dann kurz vor der Latte wieder. Dadurch kann der Keeper nur sehr schwer reagieren und den Treffer nur selten verhindern. Der Ball wird bei einem solchen Freistoß nicht mit dem Vollspann oder mit der Seite geschossen, sondern nur mit dem Vorderfuß und der Fußspitze angehoben. Damit die Bogenleuchte wie gewünscht funktioniert, ist viel Training erforderlich. Zwei Profis, die diesen Freistoß sehr gut beherrschen sind Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) und Pierre-Emerick Aubameyang (FC Arsenal).

Sie gehen mit dem Fuß unter das Spielgerät und heben erst dann den Fuß an. Dadurch fliegt es auch in kurzen Entfernungen sehr hoch und senkt sich dementsprechend auch wieder schnell. Das ist für einen Torwart sehr unangenehm, da er nicht weiß, wann er den Ball abwehren muss. Die Bogenleuchte wird unter anderem auch dafür genutzt, um einen zu weit vor dem Tor stehenden Keeper zu überlupfen.

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Einige praktische Übungen für die Bogenlampe

1. Übung: Kurzer Pass und Lupfer

Das Torschusstraining macht den meisten Spielern am meisten Spaß. Mit dieser Übung wird gezielt die Bogenlampe trainiert. Denn diese ist aus dem Stand schon alles andere als einfach. Aus dem Lauf wird es sogar noch schwerer. Zunächst einmal ist ein gutes Ballgefühl sehr wichtig. Das ist nicht immer in ausreichendem Maß vorhanden, kann aber mit dieser Übung sehr gut trainiert werden. Denn eigentlich ist ein Freistoß nur Übungssache.

Was viele Sportler nicht wissen ist, dass auch bekannte Stars immer wieder einige Extraeinheiten einlegen, um Erfolg zu haben. Der oben erwähnte Cristiano Ronaldo von Juventus Turin zum Beispiel ist sehr fleißig und feilt auch immer noch nach dem Training an seiner sowieso schon sehr guten Schusstechnik. Jeder von ihm geschossene Freistoß ist gefährlich, da die Bälle eine sehr spezielle Flugbahn haben. Aber nun zur Übung:

Zunächst setzt der Coach zur Orientierung drei Bodenmarkierungen und stellt zusätzlich auch noch zwei Hütchen auf. An den beiden Äußeren Punkten stellen sich jeweils einige Spieler mit Ball auf. Der zentrale Sportler läuft los und bekommt von links oder von rechts einen Pass in den Lauf gespielt. Gleichzeitig startet auch der Keeper bis zu den beiden gelben Hütchen durch. Er muss versuchen, den Winkel für den Angreifer so gering wie möglich zu halten. Denn dadurch kann dieser den Flugball im Idealfall nicht mehr über ihn spielen. Somit ist bei dieser Übung unter anderem auch Geschwindigkeit gefragt.

Erst wenn der Ball gespielt wurde, darf der Keeper wieder nach hinten laufen. Wenn er Glück hat, ist tickt das Spielgerät vor dem Tor auf und er kann es halten. Nach jedem Versuch tauschen der Passgeber und der Angreifer die Rollen. Die Bälle werden abwechselnd von links und von rechts zugespielt.

Alternativ werden sie den Angreifern auch immer Mal wieder halbhoch zugeworfen. Im Idealfall treffen diese sie dann am höchsten Punkt und sorgen so für einen gelungenen Lupfer über den Keeper. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer immer auf eine gute und saubere Ausführung achten. Der Angreifer wie auch der Keeper starten immer erst auf Kommando des Trainers. Da der Torwart immer wieder nach vorne und auch wieder nach hinten laufen muss, sollte er nach rund zehn Durchgängen abgelöst werden und eine Pause einlegen. Die Angreifer sollten den Flugball sowohl mit dem stärkeren Fuß wie auch mit dem schwächeren Fuß trainieren.

Denn in einem Pflichtspiel bleibt häufig nicht die Zeit, den Ball erst noch auf das andere Bein zu legen. Vielmehr muss schnell reagiert werden, damit der gegnerische Torwart oder Abwehrspieler die Situation nicht klärt, bevor es überhaupt zu einem Schuss gekommen ist. An dieser Übung sollte die komplette Mannschaft teilnehmen.

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2. Übung: Seitliche Bogenlampe

Der Torwart steht auf der Linie und der Trainer stellt sich leicht seitlich versetzt mit einem Ball in der Hand auf (circa vier bis fünf Meter vor dem Tor). Zwischen ihnen liegt ungefähr mittig noch ein weiteres Spielgerät. Auf Kommando des Trainers startet der Keeper und sprintet zu dem freien Ball. Er tippt diesen nur ganz kurz an und läuft dann die drei bis vier Meter so schnell er kann wieder zurück ins Tor. Während er das tut, wird der Coach den anderen Ball als Bogenleuchte über ihn drüber.

Hierbei kann eine Flanke oder auch ein Torschuss simuliert werden. Wichtig ist daher, dass der Keeper beim Zurücklaufen stets die Augen auf dem Ball hat und dem Angreifer (hier der Trainer) nie den Rücken zudreht. Um immer perfekt reagieren zu können, sollte er kurze und schnelle Schritte auf dem Fußballen durchführen und beim Zurücklaufen seitliche Kreuzschritte machen. Der Keeper muss situativ entscheiden, ob den geworfenen Ball versucht zu fangen oder aber besser über die Latte oder zur Seite abwehrt.

3. Übung: Volley & More

Die Spieler dribbeln den Ball und lupfen es wie in der Animation zu sehen über die Hütchen. Zusätzlich kommt in dieser Zeit der Keeper aus dem Tor und hält den Winkel möglichst klein. Die Angreifer müssen nun situativ entscheiden, ob sie auch noch den Schlussmann mit einer Bogenlampe überlupfen, ausspielen oder den Ball seitlich an ihm vorbeispielen. Auch diese Übung sollte abwechselnd mit dem starken und dem schwachen Bein durchgeführt werden. Zudem besteht die Möglichkeit einen direkten Freistoß über die Hütchen zu machen und dabei den Keeper zu überlupfen.

Wie kann der Torwart eine Bogenleuchte als Freistoß verhindern?

Auch wenn es sehr schwer ist, einen solchen Freistoß zu halten, ist auch das Übungssache. Der Keeper sollte daher ebenfalls einige zusätzliche Einheiten einlegen, wenn er sich auf solche Situationen perfekt vorbereiten will. Denn dadurch kann er den ein oder anderen Treffer verhindern und so eventuell den Sieg in einem Freundschaftsspiel und vor allem in einem Pflichtspiel für die eigene Mannschaft sichern. Wenn er vermutet, dass der Schütze einen Freistoß mit der oben beschriebenen besonderen Flugkurve schießt, sollte er sich darauf auch mental vorbereiten. Wichtig ist, dass er maximal zwei Meter vor dem Tor steht. Denn sonst kann er von der Bogenleuchte überrascht werden.

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Fazit

Die sogenannte Bogenlampe oder Bogenleuchte kann ein sehr effektives Mittel sein und eventuell sogar in knappen Spielen über Sieg und Niederlage entscheiden. Hierbei kann der Freistoß auch von weiter weg erfolgen. Der Ball selber ist viele Meter in der Luft und senkt sich dann erst kurz vor dem Tor ab. Dadurch kann der Keeper ihn nur schwer einschätzen und muss blitzschnell reagieren. Einige der oben erwähnten Übungen können ihm dabei helfen, solche Situationen besser einschätzen zu können. Dadurch wird er nicht mehr so leicht durch einen solchen Freistoß überrascht.

Es gibt sogar Aufstiegsspiele, die auf diese Weise entschieden werden. Wichtig ist, dass der Keeper in einer solchen Situation nicht zu viele Meter vor dem Tor steht. Denn dann kann er nicht so schnell von einem solchen Flugball überrascht werden.

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