Welche Hilfsmittel benötigt ein Fußballtrainer?

Fußball ist ein bunter, spannender Sport. Das Lieblingshobby der Deutschen, so sagt man. Ein Trainer ist daher im besten Fall mit Leidenschaft diesem Sport gegenüber ausgestattet. Doch Faszination und Liebe für das Kicken allein reichen eben auch nicht, um als Fußballtrainer durchzustarten.

Welche Trainingsausrüstungbenötigt ein Trainer?

Kommunikation mit den Spielern

Zu den wichtigsten Aufgaben im Alltag eines Fußballtrainers gehört wohl die tägliche Auseinandersetzung mit den Spielern. Natürlich gibt es auf die Frage nach der richtigen Einstellung gegenüber den eigenen Mannen keine Universalantwort. Selbst die Coach-Vorbilder im Profifußball verfolgen unterschiedliche Ansätze. So manch ein Trainer schwört auf einen freundschaftlichen Umgang mit der Mannschaft, während andere einen distanzierten und mehr auf fairer Härte basierenden Kontakt bevorzugen. Klar ist jedoch: Kein Fußballtrainer – weder der in der Rolle des besten Freundes, noch der Spielfeldrand-Diktator – kommt weit, wenn er nicht über das nötige Know-how verfügt und dieses gemeinsam mit der Liebe für den Fußball vermitteln kann. Und da reicht selbst dem geübten Rhetoriker oft nicht das blanke Wort, um jedem verständlich zu machen, was von ihm verlangt wird.

Prestige durch Gadgets

Ernst genommen zu werden ist eine Pflicht für jeden, der sich als Fußballtrainer beweisen will. Ein gut vorbereiteter Trainer rüstet sich dementsprechend bestenfalls mit all dem aus, was ihm nicht nur den Arbeitsalltag erleichtert, sondern ihn als jemanden darstellt, der weiß was er tut. Folgende Helfer können den Alltag im Fußball erheblich erleichtern:

  • Trainingsplan
  • Taktiktafel/Taktikfolie
  • Anwesenheitslisten
  • Notizheft/-mappe

Trainingsplan und Anwesenheitslisten helfen für die tägliche Struktur. Gerade Amateurfußball lebt durch die Leidenschaft zum Sport und das Wir-Gefühl innerhalb der Mannschaft. Anwesenheitslisten assistieren dabei, nachzuweisen, wenn Spieler aus der Reihe tanzen und dieses Mannschaftsgefüge beschädigen.Taktikfolie

Ein Ablaufplan lässt den Fußballtrainer fähig aussehen und sorgt so auch für den nötigen Respekt. Gibt es diesen nicht oder haben die Spieler keine Einsicht in den Plan, könnten sie womöglich davon ausgehen, dass bei der Planung Willkür herrscht und es dem Trainer an Struktur und Fachwissen mangelt. Kurze, schriftliche Erläuterungen helfen hier, die einzelnen Einheiten und Übungen in wenigen Worten zu erklären und leicht verständlich anzuleiten. Nicht immer kann man im Fußball davon ausgehen, dass Trainer und Spieler sich verstehen. Neben dem gesprochenen Wort auch Schrift und Zahlen kommunizieren zu lassen, kann also zur Notwendigkeit werden.

Wenn es in die Tiefe des Spiels geht, kommt der Fußballtrainer an einer visuellen Darstellung geplanter Aufstellungen und Taktiken nicht herum. Natürlich unterscheidet sich die Praxis oft stark von der Planung, doch Spieltheoretiker sind auch als Trainer für Profivereine immer gefragter. Trotzdem ein Spiel mehr ist als trockene Zahlen und Fakten, die Dynamik eines Spiels mehr erfordert als das Verfolgen eines Plans, ist es doch wichtig, über eine Tafel vor dem Spiel und während der Trainingseinheiten grundlegende Muster einzustudieren und der Mannschaft so einen roten Faden zu geben, an dem sich grob orientiert werden kann.

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Die erwähnte praktische Umsetzung muss dann von den Spielern auf dem Platz erfolgen. Doch auch hier ist der Fußballtrainer nicht machtlos. Mit einem Notizbuch ausgestattet kann er während des Spiels zu Papier bringen, was ihm gefällt und was nicht. Wo gibt es Verbesserungspotenzial, wo muss man sich mehr auf den jeweiligen Gegner einstellen, was sind Probleme des Einzelnen oder des Kollektivs? Eine Möglichkeit, Fragen wie diese stichwortartig zu notieren ist die Grundlage dafür, in der Halbzeitpause oder nach dem Spiel Antworten zu finden und mit den Spielern zu teilen. Nur auf diese Weise bleibt der Taktikfuchs auch so spontan wie er sein muss, um seinen Teil zu einer erfolgreichen Saison bei zu tragen.

Der Fußballtrainer als Verwalter

Ein Trainer ist im Fußball nicht nur ein sportlicher Leiter, sondern gerade auf Amateurebene verantwortlich für diverse Verwaltungsaufgaben. So gehört zu den Aufgaben eines Fußballtrainers auch, sich mit den Pflichten zu beschäftigen, die nicht das Training und das Spiel direkt betreffen. Beispiele hierfür sind das strukturierte Behandeln von Dokumenten wie Spielplänen, Spielberichtsbögen und Spielerpässen, um das unkomplizierte Bearbeiten der bürokratischen Prozesse im Fußball zu gewährleisten und zu jeder Zeit den Überblick zu behalten.

In größeren Vereinen stellt sich im Training hin und wieder die Frage, welcher Platz belegt ist und auf welchem bedenkenlos gespielt und trainiert werden kann. Hierfür hat der Trainer jederzeit einen Belegungsplan bei sich und damit eine schnelle Antwort auf eventuelle Fragen diesbezüglich. Auch lassen sich Komplikationen beim spontanen Umdisponieren mit diesem Hilfsmittel zügig aus der Welt schaffen.

Im Fußball ist es gerade für Trainer von Kinder- und Jugendmannschaften wichtig, dass die Motivation hochgehalten wird, auch abseits des Platzes. Hierfür bietet sich zum Beispiel an, sich mit einem Kalender auszurüsten, anhand dessen man ablesen kann, wer wann Geburtstag hat, um entsprechende Daten mit einer kurzen Ehrung zu würdigen. Grundsätzlich ist es sinnvoll, eine Telefonliste anzufertigen, um bei einer kurzfristigen Änderung im Spiel- oder Trainingsplan Bescheid geben oder beispielsweise einen dem Training aus unbekannten Gründen fernbleibenden Spieler erreichen und mit ihm sprechen zu können.

Wer bin ich?

Letztlich stellt sich ambitionierten Fußballtrainern die Frage, wen und was sie darstellen möchten. Das erfahrene Raubein oder der taktierende Quereinsteiger? Seit nicht allzu langer Zeit gibt es im Fußball den Begriff ‚Laptoptrainer‘, der stellvertretend für die Problematik um vermeintlichen Sachverstand und der Frage nach dem perfekten Fußballtrainer steht.

Muss man selbst lange Zeit Fußball gespielt haben oder zeichnet man sich durch Fachwissen und Spielverständnis allein aus? Kann jemand überhaupt langfristig erfolgreich trainieren, der nicht selbst zahlreiche Spiele absolviert hat? Kann angelerntes Wissen echte Erfahrung ersetzen? Arbeitet man mit dem guten alten Stift und Papier oder greift man doch auf moderne Methoden zurück?

Diese Fragen muss wohl jeder für sich selbst beantworten, der Ambitionen hegt, als Trainer einer Mannschaft eben dieser beizustehen, für Zufriedenheit und gute Leistungen zu sorgen. Nichts ist wohl wichtiger als seinen eigenen Stil zu entwickeln; das gilt für Fußballtrainer genauso wie für Spieler. Auch in dieser Profession bleibt das Prinzip des sich selbst treu Bleibens zu beachten.

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Ob Taktik-App auf dem Notebook plus Beamer oder die gute, alte Folie und der Overhead-Projektor – keine Variante ist per se besser als die andere. Der Unentschlossene testet beides und entscheidet sich für die Alternative, die ihm zusagt. Auch hier führen Herz und Verstand zum Erfolg.

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