Kombinatorische Einheit des SC Freiburg

Bei April-typischem Wetter traten zu dieser Einheit 26 Spieler, inklusive 3 Torwärten, zu einer 60- minütigen Trainingseinheit an. Der Fokus der Einheit lag auf einer kombinationsreichen Torabschlussübung.

Wie zu Beginn jeder Einheit, liefen sich die Spieler selbständig warm und bereiteten sich mit Mobilisations- und Dehnübungen auf das Training vor. Die drei Torwärte machten sich gesondert vom Rest der Mannschaft warm.

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Zum Klassiker in den öffentlichen Einheiten wurde inzwischen das Eckle-Spiel, welches auch in dieser Einheit wieder zu beobachten war. Die Spieler verteilten sich dazu auf drei Felder und spielten das Überzahlspiel mit 6:2. Für die in der Mitte stehenden Spieler galt es, den Ball zu erobern und zu kontrollieren, bevor sie auf die Außenposition wechseln durften.

Dabei wurden beide Spieler unabhängig davon, wer den Ball erobert hat, ausgewechselt. Für die Außenspieler galt es, 20 Ballkontakte miteinander zu erreichen und die individuelle Kontaktzahl bei einem bis maximal zwei Kontakten zu halten.

Kombinatorische Torabschlussübung mit vielen Wiederholungen

Auf einem mit Dummies bestücktem Feld verteilten sich die Spieler auf Abwehr-, Mittelfeld- und Angriffspositionen. Das Team wurde dabei in zwei Mannschaften aufgeteilt, sodass die Übung in beide Spielrichtungen durchgeführt werden konnte. So wurde der (relativ kleine) Raum optimal für die hohe Anzahl der am Training teilnehmenden Spieler genutzt.

Eine Übungsabfolge bestand dabei aus fünf Möglichkeiten, denn Ball bis zum Abschluss zu kombinieren.

1) Der Ball wird in der Abwehrreihe laufen gelassen (der Aufbau bleibt bei allen fünf Teilen gleich). Eröffnet wird die Kombination mit einem Pass auf den sich anbietenden (abwehrorientierten) 6er, den Ball auf einen der äußeren Abwehrspieler spielt. Von dort aus wird ein langer Flugball diagonal auf einen anlaufenden Außenspieler gespielt. Der zweite (offensiv orientierte) 6er läuft als Anspielstation mit. Vom Flügel wird der Ball dann aber in den Lauf eines Stürmers gepasst, der den Abschluss suchen kann.

Nach dem Torabschluss wird sofort ein Ball von einem in der Feldecke stehenden Trainer auf den selben (oder einen weiteren Stürmer) gespielt, der den Abschluss sucht. Dies geschieht nach jedem der fünf Durchgänge.

2) Selber Aufbau. Der Ball wird anschließend von einem der äußeren Abwehrspieler an einen sich an der Außenlinie anbietenden (geht auf die Abwehr ein Stück zu) Außenspieler geleitet. Dieser kontrolliert den Ball und passt ihn ebenfalls longline an einen sich nun nach außen hin orientierenden Stürmer weiter, der seinen Mit-Angreifer mit einem Pass in den Lauf bedient, sodass dieser den Abschluss suchen kann.

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3) Gleichbleibender Aufbau. Der Außenspieler hat mit der Doppelsechs gleich zwei zentrale Anspielstationen. In diesem Fall geht der Pass an den offensiv orientierten 6er, der den Ball kontrolliert, aufdreht und in den Lauf eines Stürmers spielt, sodass dieser abschließen kann. Der Flügelspieler läuft dabei dennoch als Anspielstation auf der Außenbahn mit.

4) Der Aufbau bleibt wieder gleich, diesmal kommt der entscheidende Pass für den Angriff allerdings aus der Mitte der Abwehrreihe. Der Spieler passt den Ball mit einem präzisen Flugball auf einen der Stürmer. Dieser lässt den Ball auf den offensiv orientierten 6er klatschen, welcher die Möglichkeit hat, den Ball mitzunehmen und selbst abzuschließen. Der Außenspieler läuft wieder mit, um eine Anspielstation zu bieten.

5) Der entscheidende Pass kommt wieder von einem der äußeren Abwehrspieler. Dieser wird wie zuvor auf einen Stürmer gespielt, der den Ball – diesmal auf den eigentlich defensiv orientierten 6er klatschen lässt. Dieser hat dann die Möglichkeit, entweder die Stürmer, den Außenspieler oder seinen offensiv orientierten 6er zu bedienen oder selbst abzuschließen.

In jedem Fall ist es bei dieser kombinatorischen Übung wichtig, dass alle Spieler aufmerksam sind und sich ihrer Position entsprechen mitbewegen, d.h. Anspielstationen bieten – auch wenn der Übungsteil ein Anspiel der jeweiligen Station im speziellen vielleicht nicht vorsieht – sodass die Übung spielgetreu erscheint.

Durch die Dummies werden die Bewegungsmöglichkeiten eingeschränkt, die Entscheidungsfindung nach Ballannahme muss schnell geschehen und die Pässe müssen präzise gespielt werden.

Die Torwärte profitieren durch die hohe Wiederholungszahl und die unterschiedlichen Winkel, aus denen der Abschluss gesucht wird ebenfalls von der Übung und können spielgetreu mit eingeplant werden. Weiterhin bietet diese variationsreiche Übung den Spielern verschiedenste Möglichkeiten des Angriffsaufbaus aus der Abwehrreihe heraus an, die im Spiel umgesetzt werden können.

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Gleichzeitig zeigt die Übung, wie das Tempo im Spiel zügig verändert werden kann – von einem ruhigen Zuspiel der Abwehr zu einem schnellen Angriff, bei dem Stationen überspielt werden. Das Video zeigt die gesamte Übungsabfolge.

Lockerer Abschluss nach konzentrierter Trainingseinheit

Den Abschluss gestalteten die Spieler locker und individuell. Einige suchten noch den Torabschluss nach vorangegangener Flanke von außen (auf sehr komprimiertem Feld), andere wiederum vom 16er aus. Insgesamt war es den Spielern am Ende freigestellt, wie sie die Einheit für sich beendeten und verließen nach und nach den Platz am Schwarzwaldstadion.

von Irina Schepp

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