Der Trainerschein – machen oder nicht?

Trainer, Psychologe, Motivator, Stratege. Und manchmal auch Mutti oder Vati – Der Trainer, das Multitalent. Er leitet und plant, koordiniert und entscheidet, lehrt und motiviert, tröstet und baut auf. Die Herausforderungen an einen Fußballtrainer sind heutzutage vielfältig und gleichen manchmal einer Herkulesaufgabe. Zum Glück gilt Deutschland bei seiner Trainerausbildung als weltweit führend. Die Möglichkeit einen Trainerschein zu machen oder an verschiedenen Einstiegs- und Qualifizierungsmöglichkeiten teilzunehmen, bieten angehenden und bereits ausgebildeten Trainern zahlreiche Optionen der Aus- und Weiterbildung.

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Aber wie genau funktioniert das eigentlich mit dem Trainerschein? Welche Scheine bzw. Trainerlizenzen gibt es, welche Voraussetzungen müssen Anwärter mitbringen und wie lange dauern die einzelnen Ausbildungen?

Wir haben für Euch einen umfassenden Artikel erstellt, der alle Fragen beantworten sollte. In der folgenden Inhaltsangabe findet Ihr einen groben Überblick über die einzelnen Trainerscheine und ihre Anforderungen, sodass Ihr direkt zu dem Trainerschein springen könnt, zu dem Ihr Euch gerade informieren wollt:


Inhaltsverzeichnis

Warum sollte ich überhaupt einen Trainerschein machen und welche Vorteile genießen lizenzierte Trainer?

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Nicht umsonst gilt die Trainerausbildung in Deutschland als vorbildlich: Die Ausbildungen sind eine harte Lehre – vermitteln jedoch auch wertvolles und hilfreiches Wissen, Kenntnisse und Fähigkeiten, die man während einer aktiven Spielerkarriere wenig bis gar nicht mitbekommt. Angefangen von Didaktik und Wissensvermittlung, über Kaderzusammenstellung, Trainingsplanung und taktischem Wissen bis hin zu Psychologie und Ansprache unterschiedlicher Altersgruppen.

Ein Trainerschein bzw. eine Lizenz ermöglicht also nicht nur formal das Trainieren der angestrebten Klasse, sondern stärkt auch das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, fördert den Austausch mit anderen, ermutigt zu fortwährender Weiterbildung und bietet spannende Entwicklungsmöglichkeiten.

Ein Trainerschein sorgt zudem für Transparenz und Vergleichbarkeit bei einem Vereinswechsel und nicht zuletzt sind die Lizenzen auch ein Qualitätsmerkmal, welche von staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen und auch im Ausland oftmals als Qualifikationsnachweis anerkannt und geschätzt werden.

Welchen Vorteil hat ein Verein, wenn er einen lizenzierten Trainer beschäftigt?

Diese Vorteile kommen natürlich nicht nur dem Trainer und den Spielern zugute, sondern ebenfalls dem Verein: Natürlich ist ein Trainerschein keine Garantie für eine erstklassige Ausbildung der Spieler – er legt jedoch einen entscheidenden Grundstein. Ein Trainer mit Fachkenntnis in Theorie und Praxis, gestärkt durch die Erteilung der Lizenz, ist nicht nur ein wertvolles Aushängeschild. Er sorgt zudem für eine altersgerechte und leistungsorientierte Ausbildung der Spieler und ist bestens geschult und vorbereitet für seine Aufgaben in einer immer komplexer werdenden Vereinsarbeit.

Das System der Lizenzverlängerungen sorgt zudem für Anreize in der kontinuierlichen Weiterbildung. Hier gibt es durch den Austausch und die wechselseitigen Maßnahmen von formalem Erwerb von Kompetenzen in den Weiterbildungsmaßnahmen und der praktischen Anwendung im Verein auch für letzteren Vorteile durch kontinuierlichen Austausch und den vielgerühmten „Blick über den Tellerrand“.

FC Eschborn (ws) - TSV Eintracht Stadtallendorf (gn) / v.l. Co-Trainer Mario Jung (FCE)

FC Eschborn (ws) – TSV Eintracht Stadtallendorf (gn) / v.l. Co-Trainer Mario Jung (FCE)

Und schließlich genießen Vereine auch finanzielle Vorteile: Sie können einen Antrag auf Förderung der Übungsarbeit stellen. Die Höhe des Zuschusses ist dann unter anderem auch von der Anzahl der anerkannten Lizenzinhaber abhängig.

Welcher Trainerschein ist für mich der richtig?

Eine Trainerlizenz ist nur dann nicht unbedingt nötig, wenn man als Teamleiter in den unteren Spielklassen Kinder-, Jugend- oder Seniorenmannschaften trainieren möchte – natürlich ist aber auch hier eine Weiterbildung und der dementsprechende Erwerb einer Lizenz hilfreich und auch sinnvoll.

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Wer höherklassige Teams trainieren möchte, sollte auf jeden Fall eine Lizenz erwerben. Hier gilt es nun zu entscheiden, ob man sich ausschließlich im Breitenfußball bewegen möchte oder möglicherweise plant, auch den Leistungsfußball zu trainieren. Natürlich ist auch ein späterer Wechsel keineswegs ausgeschlossen. Nachfolgend werden die einzelnen Lizenzstufen ausführlich erläutert. Dabei wird auch auf Einsatzfelder und Tätigkeitsbereiche eingegangen, die mit der jeweiligen Lizenz verbunden sind.

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Welche Trainerscheine gibt es?

Bei der Ausbildung zum Trainer unterscheidet der DFB zwischen Ausbildungen im Breitenfußball und im Leistungsfußball – beide Bereiche sind voneinander unabhängig. Die Inhalte aller Ausbildungen werden in Lerneinheiten (LE) angegeben, eine Lerneinheit dauert 45 Minuten.

Ausbildung im Breitenfußball

Zur Ausbildung im Breitenfußball zählen die Lizenzvorstufen und die Trainer C-Lizenz (1. Lizenzstufe). Die Lizenzvorstufen sind nicht zwingend Voraussetzung für die C-Lizenz, können allerdings ein Teil von ihr sein (Basiswissen & 1. Profilausbildung).

Das Lizenzsystem des DFB

Hinweis der Redaktion:

Die Trainerausbildung des DFB und der Landesverbände wird regelmäßig weiterentwickelt. Lehrgangsgebühren, Zulassungsvoraussetzungen und Ausbildungswege können sich ändern und unterscheiden sich teilweise zwischen den Landesverbänden. Die nachfolgenden Angaben dienen daher als Orientierung. Maßgeblich sind stets die aktuellen Ausschreibungen des DFB und der zuständigen Landesverbände.

Das Trainer-Lizenz-System ist stufenförmig aufgebaut und hat die verpflichtende Eingangsstufe mit der Trainer-C-Lizenz oder der Trainer B-Lizenz des DFB. Nach dem Trainer B folgen die B+ Lizenz, A Lizenz oder A+ Lizenz und abschließend die Pro Lizenz. Somit wurden nicht nur die Bezeichnungen einiger Lizenzen verändert, sondern auch eine zusätzliche Stufe ergänzt.

1. Die Lizenzvorstufen (KiTZ, JuTZ, DFB-Basis-Coach, DFB-Junior-Coach)

Kindertrainer-Zertifikat (KiTZ)

Das Kindertrainer*innen-Zertifikat ist ein moderner, praxisnaher Einstieg in die Trainerarbeit. Es vermittelt die wichtigsten Grundlagen für das Training mit den jüngsten Altersklassen und kann voll als erster Teilbaustein auf das Kinder-Profil der C-Lizenz angerechnet werden.

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Mitgliedschaft in einem DFB-Verein
  • Mindestalter von 15 Jahren
  • Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in den Online- und Präsenzphasen
  • Ein internetfähiges Endgerät für die Online-Lernphasen
  • Je nach Landesverband: Ein erweitertes Führungszeugnis. Ein ärztliches Attest oder ein Erste-Hilfe-Kurs sind vorab meist nicht nötig.

Umfang und Inhalte
Das Kindertrainer*innen-Zertifikat umfasst insgesamt 20 Lerneinheiten.
Diese setzen sich in der Regel zusammen aus:

  • Online-Phasen im Blended-Learning-Format (ca. 10 LE)
  • Präsenztage auf dem Sportplatz (ca. 10 LE)

Profile:

  • Dieses Zertifikat bildet selbst den Einstieg in das Profil Kinder.

Vermittelt werden unter anderem:

  • Die neuen, verpflichtenden Kinderfußball-Spielformen (z. B. 3 gegen 3 / Funino)
  • Ziele und Werte des Kinderfußballs
  • Gestaltung von kindgerechten, spielerischen Trainingseinheiten
  • Grundlagen der Aufsichtspflicht und des Kinderschutzes
  • Elternarbeit und altersgerechte Kommunikation mit Kindern

Nötig für / Einsatzbereich:

  • Altersklassen: Bambini (G-Jugend), F-Jugend und E-Jugend im Breitensport.
  • Nutzen: Gesetzlich oder vom Verband her ist es für diese Ligen nicht zwingend vorgeschrieben, aber viele Vereine verlangen es intern als Mindestqualifikation für ihre Kindertrainer. Zudem spart es dir später 20 Lerneinheiten beim großen C-Lizenz-Lehrgang (Profil Kinder).

Jugendtrainer-Zertifikat (JuTZ)

Das Jugendtrainer-Zertifikat bietet Einsteigern und Betreuern ein fundiertes Fundament für das Training älterer Kinder und Jugendlicher. Es vermittelt das Rüstzeug für den Umgang mit Teenagern und lässt sich voll als erster Teilbaustein auf das Jugend-Profil der C-Lizenz anrechnen.

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Mitgliedschaft in einem DFB-Verein
  • Mindestalter von 15 Jahren
  • Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit in den Online- und Präsenzphasen
  • Ein internetfähiges Endgerät für die Online-Lernphasen
  • Je nach Landesverband: Ein erweitertes Führungszeugnis. Ein ärztliches Attest oder ein Erste-Hilfe-Kurs sind vorab meist nicht nötig.

Umfang und Inhalte
Das Jugendtrainer*innen-Zertifikat umfasst insgesamt 20 Lerneinheiten.
Diese setzen sich in der Regel zusammen aus:

  • Online-Phasen im Blended-Learning-Format (ca. 10 LE)
  • Präsenztage auf dem Sportplatz (ca. 10 LE)

DFB-Basis-Coach

Der DFB-Basis-Coach ist das fundamentale, überfachliche Einstiegsmodul im deutschen Fußball. Er vermittelt sportartübergreifende sowie grundlegende fußballspezifische Kompetenzen und ist der zwingend erforderliche Baustein (Teil 1) für jede reguläre C-Lizenz.

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Mitgliedschaft in einem DFB-Verein
  • Mindestalter von 15 Jahren
  • Ein internetfähiges Endgerät für die Online-Lernphasen
  • Je nach Landesverband: Ein erweitertes Führungszeugnis. (Die vollständigen Unterlagen wie Attest und Erste-Hilfe-Kurs werden meist erst beim anschließenden Profillehrgang zur finalen C-Lizenz-Ausstellung fällig).

Umfang und Inhalte
Der DFB-Basis-Coach umfasst insgesamt 40 Lerneinheiten.
Diese setzen sich in der Regel zusammen aus:

  • Online-Aufgaben zur Selbstlernphase auf der DFB-Lernplattform
  • Praktischen Präsenztagen in der Sportschule oder auf regionalen Stützpunkten

Profile:

  • Dieses Modul ist für alle Trainer gleich und besitzt keine Unterprofile. Erst nach diesem Lehrgang wählt man sein C-Lizenz-Profil (Kinder, Jugend oder Erwachsene).

Vermittelt werden unter anderem:

  • Das eigene Rollenverständnis und Werte als Trainer*in
  • Grundlagen der Trainingsplanung, -durchführung und -nachbereitung
  • Prinzipien des Coachings und Verhaltens auf dem Platz
  • Grundlagen des Konfliktmanagements und der Feedbackkultur
  • Erste Hilfe bei Sportverletzungen und rechtliche Grundlagen (Aufsichtspflicht)

Nötig für:

  • Zwingendes Fundament: Den Einstieg in die offizielle DFB-C-Lizenz (unabhängig vom gewählten Profil).
  • Teil-Zulassung: Höherwertige Vereinslehrgänge im Landesverband.
  • Mannschaften: Ideal für Co-Trainer und Betreuer im Amateurbereich aller Altersklassen, die noch keine vollständige Lizenz erwerben, aber die offizielle Grundausbildung vorweisen wollen. 

DFB-Junior-Coach

Der DFB-Junior-Coach ist die spezielle Variante des Basis-Coaches für schulpflichtige Jugendliche. Er verbindet die sportliche Grundausbildung mit gesellschaftlicher Verantwortung und ebnet Schülern direkt im schulischen Umfeld den Weg in das offizielle DFB-Lizenzsystem.

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Status als Schüler an einer offiziellen DFB-Partner- oder Kooperationsschule
  • Mindestalter von 15 Jahren
  • Ausgeprägte Fußballbegeisterung und Motivation, Verantwortung zu übernehmen
  • Ein erweitertes Führungszeugnis oder ärztliches Attest ist für diesen rein schulischen Vorkurs in der Regel noch nicht notwendig.

Umfang und Inhalte
Die 40 Lerneinheiten (LE) werden oft als Kompaktkurs (z. B. Projektwoche, AG) mit Praxisphasen an Schulen oder mit Partnervereinen umgesetzt.

Profile:
Entspricht inhaltlich dem
DFB-Basis-Coach ohne spezifische Unterprofile.

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2. Trainer C-Lizenz

Mit der C-Lizenz beginnt die offizielle Trainerausbildung im deutschen Fußball. Sie vermittelt die wichtigsten Grundlagen für die Trainerarbeit und ist gleichzeitig die Voraussetzung für den späteren Erwerb der B-Lizenz. 

Für was nötig (Einsatzbereich)?

Die C-Lizenz wird benötigt, um alle Mannschaften im Breitensport und im regionalen Amateurbereich zu trainieren. Sie berechtigt offiziell zum Training von: 

  • Jugend-Teams: Für alle Kinder- und Jugendmannschaften auf Kreisebene sowie in den unteren Bezirksklassen (z. B. bis zur C-Jugend im Breitensport).
  • Männer-Teams: In den unteren Amateurklassen auf Kreisebene (in der Regel bis zur Kreisliga oder Bezirksliga).
  • Frauen-Teams: In den regionalen Spielklassen unterhalb der Regionalliga (z. B. Bezirksliga, Landesliga). 

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Erfolgreicher Abschluss des DFB-Basis-Coach-Lehrgangs (40 LE) oder eine Gleichstellung (z. B. DFB-Junior-Coach)
  • Mitgliedschaft in einem DFB-Verein
  • Mindestalter von 15 Jahren
  • Nachweis über eine Erste-Hilfe-Grundausbildung (9 LE, nicht älter als 2 Jahre)
  • Erweitertes Führungszeugnis im Original (nicht älter als 3 Monate)
  • Nachweis der sportlichen Tauglichkeit durch ein ärztliches Attest (nicht älter als 12 Monate) 

Umfang und Inhalte
Die C-Lizenz umfasst insgesamt 120 Lerneinheiten (LE).
Diese setzen sich in der Regel zusammen aus: 

  • DFB-Basis-Coach (40 LE)
  • Profilausbildung (80 LE)

Profile:

  • Kinder (hierauf werden die 20 LE des Kindertrainer*innen-Zertifikats voll angerechnet)
  • Jugend (hierauf werden die 20 LE des Jugendtrainer*innen-Zertifikats voll angerechnet)
  • Erwachsene 

Vermittelt werden unter anderem:

  • Trainingsplanung und Trainingssteuerung im breitensportlichen Kontext
  • Methodik, Didaktik und die spielorientierte Vermittlung von Fußballinhalten
  • Coaching, motivierende Ansprache und altersgerechte Kommunikation
  • Altersgerechte Spielerentwicklung und Förderung von Spielfreude

Trainer B-Lizenz

Die B-Lizenz stellt den offiziellen Einstieg in den leistungsorientierten Amateur- und Jugendfußball dar. Sie baut direkt auf den Inhalten der C-Lizenz auf.

Für was nötig (Einsatzbereich)?

Die B-Lizenz wird benötigt, um Mannschaften im ambitionierten, überregionalen Amateurbereich zu trainieren. Sie berechtigt offiziell zum Training von:

  • Mädchen- und Jugend-Teams: Für alle Junioren- und Juniorinnen-Mannschaften auf Landesebene (z. B. spielstarke C-Jugend-Leistungsteams in der Verbandsliga).
  • Männer-Teams: In allen Amateurklassen bis einschließlich zur 5. Spielklasse (z. B. Oberliga / Verbandsliga).
  • Frauen-Teams: In allen Ligen unterhalb der 1. und 2. Frauen-Bundesliga (z. B. Regionalliga).

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Besitz einer gültigen DFB-C-Lizenz
  • Nachweis von mindestens 6 Monaten aktiver Trainertätigkeit nach Erhalt der C-Lizenz
  • Erfolgreiches Bestehen eines verbandseigenen B-Eignungstests
  • Mitgliedschaft in einem DFB-Verein
  • Mindestalter von 16 Jahren 

Umfang und Inhalte
Die B-Lizenz umfasst insgesamt 120 Lerneinheiten (LE).
Diese setzen sich zusammen aus: 

  • Überfachliches Basiswissen (60 LE)
  • Spezifische Profilbildung (60 LE)

Profile:

  • Jugend
  • Erwachsene

Der Weg in den Profifußball: Höhere DFB-Lizenzstufen

Ab hier werden die Lizenzen nicht mehr von den Landesverbänden, sondern zentral von der DFB-Akademie in Frankfurt vergeben. Sie sind für Trainer relevant, die im absoluten Spitzennachwuchs oder im Profibereich arbeiten wollen

Trainer B+-Lizenz

Für was nötig: Cheftrainer*in in den offiziellen DFB-Nachwuchsligen (U19/U17), Co-Trainer*in in der 3. Liga oder Cheftrainer*in in der 2. Frauen-Bundesliga.

» Mehr Infos & Bewerbung bei der DFB-Akademie

Trainerschein A Lizenz

Trainer A-Lizenz

Für was nötig: Cheftrainer*in im ambitionierten Amateurbereich (Regionalliga / 4. Liga Männer), Cheftrainer*in in der 1. Frauen-Bundesliga.

» Mehr Infos & Bewerbung bei der DFB-Akademie

Trainer A+-Lizenz

Für was nötig: Die höchste Spezialisierung für den Jugendbereich. Pflicht für sportliche Leiter und Cheftrainer in den Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Profivereine.

» Mehr Infos & Bewerbung bei der DFB-Akademie

UEFA Pro Lizenz (Ehemals Fußballlehrer)

Für was nötig: Die höchste Trainerstufe im Weltfußball. Zwingend vorgeschrieben für alle Cheftrainer in der 1. Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga der Männer.

» Mehr Infos & Bewerbung bei der DFB-Akademie

Torwarttrainer-Ausbildung

Für die Torwarttrainer-Ausbildung gibt es im DFB-System einen komplett eigenen Entwicklungsweg. Seit der großen Reform können Torwart-Spezialisierungen gemäß UEFA-Vorgaben nicht mehr als Profil in der normalen C-Lizenz absolviert werden. 

DFB-Torwart-Basiskurs

Der Torwart-Basiskurs ist der offizielle Einstieg für alle, die sich speziell dem Torwartspiel widmen möchten. Er vermittelt das grundlegende Handwerkszeug, um Torhüter*innen im Breitensport gezielt zu fördern, und ist das zwingende Fundament für alle höheren Torwarttrainer-Lehrgänge. 

Für was nötig (Einsatzbereich)?

Der Basiskurs reicht für den normalen Vereinsalltag völlig aus. Er wird benötigt für das gezielte Torwarttraining von:

  • Jugend-Teams: Für das wöchentliche Torwarttraining im Kinder- und Jugendbereich (z. B. von den Bambini bis hin zur C-Jugend im Amateurbereich).
  • Senioren-Teams: Für das Torwarthandwerk in allen regionalen Amateurklassen auf Kreisebene.

Voraussetzungen
In der Regel sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Mitgliedschaft in einem DFB-Verein
  • Mindestalter von 15 Jahren
  • Fußballbegeisterung und Interesse am Torwartspiel (eigene Torwarterfahrung ist von Vorteil, aber keine Pflicht)
  • Hinweis: Dieser Kurs kann ohne jegliches trainerisches Vorwissen oder andere Lizenzen direkt gebucht werden. Er wird dezentral über die Landesverbände organisiert. 

Umfang und Inhalte
Der DFB-Torwart-Basiskurs umfasst insgesamt 40 Lerneinheiten (LE).
Diese werden im Blended-Learning-Format absolviert: 

  • Online-Phasen zur Theorie-Erarbeitung
  • Präsenztage mit hohem Praxisanteil auf dem Platz
  • Anwendungsphasen im eigenen Heimatverein

Vermittelt werden unter anderem:

  • Das Anforderungsprofil und die Rolle der modernen Torhüter*in
  • Grundtechniken des Torwartspiels (z. B. Grundstellung, Fangtechnik, richtiges Abkippen)
  • Methodische Grundlagen für ein altersgerechtes und abwechslungsreiches Torwarttraining
  • Einbindung des Torwarts in das Mannschaftstraining (Zusammenspiel mit der Abwehr)
  • Besonderheiten beim Aufwärmprogramm von Torhüter vor dem Spiel 

Der Weg in den Profibereich: Höhere Torwart-Lizenzen

Wer Torwarttalente in Leistungszentren, Stützpunkten oder Profivereinigungen coachen möchte, verlässt den Basiskurs. Diese weiterführenden Stufen werden – nach dem Basiskurs im Landesverband – zentral über die DFB-Akademie in Frankfurt vergeben: 

DFB-Torwart-Leistungskurs

Für was nötig: Vertiefung für ambitionierte Trainer. Voraussetzung ist der Basiskurs + der normale DFB-Basis-Coach. Er berechtigt zum Training in höheren Jugend-Leistungsklassen.

» Mehr Infos zum Torwart-Leistungskurs

  • Torwart B-Lizenz

Für was nötig: Offizielle Lizenzstufe. Pflicht für Torwarttrainer an DFB-Stützpunkten, in den Nachwuchsleistungszentren (NLZ) der Profis (bis U15) oder in den höchsten Jugend-Landesligen.

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  • Torwart A-Lizenz

Für was nötig: Die höchste Spezialisierungsstufe im Torwartbereich. Zwingend vorgeschrieben für Torwarttrainer im Profifußball der Männer (1. Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga) sowie für die älteren Jahrgänge in den Top-Leistungszentren.

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Redaktion: Sport-Medienagentur Goetz&Media