17 neue Fussballregeln 19/20 – Diese Änderungen solltest Du kennen!

Auch in der Saison 19/20 wurden einige Änderungen in den Fussballregeln beschlossen. Sie betreffen unter anderem auch die Handspielregelung, die schon seit Jahren heiß diskutiert wird. Die wichtigsten Neuerungen im Fussball werden wir dir hier genauer vorstellen.

Neue Fussballregeln1. Auch Trainer und Offizielle können bestraft werden

Bis zu dieser Saison konnten im Fussball lediglich Spieler, die sich auf dem Platz oder an der Seitenlinie (beim Aufwärmen oder auf der Ersatzbank) aufhielten bei falschem Verhalten bestraft werden. Eine der neuen Fussballregeln der Saison 19/20 besagt nun, dass auch Trainer und Offizielle gelbe und rote Karten bekommen können. Sollte der Sünder in einer Situation nicht festzustellen sein, bekommt der Coach die Strafe. Diese Änderung kommt bei den Trainern natürlich nicht so gut an, weil sie einfach noch genauer darauf achten müssen, wie sie sich verhalten. Einige Coaches bemängeln, dass so die Emotionen, die ihrer Meinung nach den Fussball ausmachen, auf der Strecke bleiben.

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2. Der alte Münzwurf – reloaded

Wenn eine Mannschaft im Fussball den Münzwurf vor einem Spiel gewinnt, kann es nun wieder wie früher wählen, ob es lieber den Anstoß durchführen will oder sich eine Spielfeldseite aussuchen. Im Grund ist dies eine alte Regelung, die es früher schon einmal gab. In den letzten Jahren war es allerdings nur erlaubt, die Spielfeldseite auszuwählen und der Gegner hatte dann automatisch Anstoß.

3. Der Abwurf des Keepers

Eine der neuen Fussballregeln in der Saison 19/20 besagt, dass die Keeper von nun an keine Tore mehr erzielen können, indem sie den Ball ins gegnerische Tor werfen. Da dies sicherlich so gut wie nie vorgekommen ist, ist dies eine etwas komische Änderung. Dennoch muss auch sie erwähnt werden.

4. Keine Angreifer mehr in der Mauer

Wenn es zu einem Freistoß im Fussball kommt, dürfen nun keine Angreifer mehr in der Mauer stehen. Stattdessen müssen sie einen Abstand von mindestens einem Meter zu dieser einhalten. Wird dies nach Ansage des Schiedsrichters nicht eingehalten, bekommt der Gegner einen indirekten Freistoß. Diese Regel gehört nach der Meinung einiger Akteure und auch Fans zu den sinnvollen neuen Fussballregeln. Andere finden es dagegen spannender, wenn sich in der Mauer auch Angreifer aufhalten dürfen, da dann einfach mehr passieren kann. Es gab sogar einmal die Idee, die Mauerbildung sogar komplett zu verbieten. Diese konnte sich zum Glück durchsetzen. Denn auch wenn einige neuen Fussballregel durchaus Sinn machen, sollten keine Dinge verändert werden, die es immer schon gab und die damit fest zu diesem Sport gehören, wie zum Beispiel auch die Mauer bei einem Freistoß

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5. Der Schiedsrichter ist nicht mehr „Luft“

Eine der neuen Fussballregeln der Saison 19/20 ist, dass der Schiedsrichter nicht mehr „Luft“ ist. Früher wurde das Spiel einfach fortgeführt, wenn der Referee versehentlich das Spielgerät berührt hat. Laut der neuen Fussballregeln wird das Spiel unterbrochen, wenn er oder einer der anderen Offiziellen mit diesem in Kontakt gerät. Das gilt übrigens auch für den Fall, dass dadurch ein Tor fällt. Der Grund für diese Regeländerung ist, dass keine Mannschaft durch die Ballberührung des Schiedsrichters einen Vorteil haben soll. Dabei ist dies eigentlich eine versehentliche Aktion und sollte daher auch nicht abgepfiffen werden. Das wird aber ab dieser Saison so gehandhabt.

6. Der Keeper beim Elfmeter

Der Keeper muss bei der Ausführung eines Elfmeters zumindest mit einem Teil eines Fußes die Torlinie berühren oder sich mit diesem über der Linie befinden. Somit darf er nicht vor und auch nicht hinter dieser stehen. Wenn er die Torlinie verlässt, bevor der Schuss erfolgt ist, wird der Elfmeter wiederholt und der Torhüter bekommt eine gelbe Karte. Bei der letzten Frauen-WM gab es zu diesem Thema mehrere Proteste. Denn es wurde befürchtet, dass es bei einem Elfmeterschießen zu Platzverweisen durch mehrfachem Verstoß gegen die Änderung kommen könnte. Aus diesem Grund wurde diese vorläufig aufgehoben.

Auch nicht mehr erlaubt ist, dass der Keeper im Fussball die Pfosten und die Latte berührt, um den Schützen zu irritieren.

7. Farbige Unterhemden sind teilweise wieder erlaubt

In den neuen Fussballregeln steht auch, dass die Akteure nun auch mehrfarbig und sogar auch gemusterte Unterhemden tragen dürfen. Voraussetzung ist aber, dass diese zu dem Muster der jeweiligen Trikotärmel passen müssen. Diese Änderung gehört sicherlich zu den guten neuen Fussballregeln. Denn nicht jeder Amateurkicker hat ein viele verschiedene Unterhemden zur Verfügung. Er muss einfach nur darauf achten, dass das Kleidungsstück zu der Farbe des Trikots beziehungsweise zu den Ärmeln des Trikots passt.

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8. Das Handspiel

Dieses Thema wird im Fussballtraining, im Spiel und auch außerhalb des Platzes wohl am meisten im Fussball diskutiert. Immer wieder gab es neue Fussballregeln, die allerdings bis jetzt noch nicht ideal waren. Auch die diesjährigen Änderungen sind längst nicht alle klar. Ein Tor ist nun immer abzupfeifen, wenn es mit einer Hand beziehungsweise mit einem Arm erzielt wurde. Gleiches gilt auch, wenn der Schütze das Spielgerät mit diesen Körperteilen angenommen und dann mit dem Fuß geschossen hat. Denn auch dann hat er sich einen illegalen Vorteil verschafft. Hierbei ist es egal, ob es Absicht war oder nicht.

Darüber hinaus liegt im Fussball auch ein Regelverstoß vor, wenn der Sportler seine Körperfläche eher unnatürlich verbreitert oder vergrößert. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn er die Arme bei einer Ballberührung über seinen Schultern hat. Es ist egal, aus welcher Distanz das Spielgerät in einer solchen Situation kommt. Nach den neuen Fussballregeln handelt es sich dagegen um kein strafbares Handspiel, wenn der vom Körper des Spielers oder auch eines Mitspielers gegen seine Hand oder gegen seinen Arm gespielt wird. Auch wenn er zu Boden fällt und es dabei zu einem Kontakt kommt, ist dies kein Handspiel. Ob diese neuen Fussballregeln wirklich für mehr Klarheit sorgen werden, wird die Zukunft zeigen. Stand jetzt ist allerdings zu befürchten, dass es auch diese Saison wieder zahlreiche Diskussionen geben wird.

9. Karten gibt es später

Wenn der Schiedsrichter eine gelbe oder rote Karte vergeben will und das Spiel von einer Mannschaft schnell wieder aufgenommen wird, kann er das Vergehen auch noch in der nächsten Spielunterbrechung ahnden. Begründet wird dies damit, dass es unfair sei, die schnelle Ausführung wie zum Beispiel eines Freistoßes zu unterbinden. Denn dadurch würde die gefoulte Mannschaft einen Nachteil haben. Dieser wird mit der neuen Regel verhindert. Früher konnte der Schiedsrichter das Spiel noch abpfeifen und erst dann wieder freigeben, wenn er dem Spieler die Karte gezeigt hat. Heute kann die gegnerische Mannschaft dagegen selber entscheiden, ob sie schnell weiterspielt oder nicht.

fussballregeln10. Abstand bei Einwürfen

Bei einem Einwurf müssen alle Gegner mindestens einen Abstand von zwei Metern zum ausführenden Spieler einhalten. Hierbei ist es egal, wo die Aktion stattfindet. Dadurch hat der Einwerfende mehr Freiraum, um den Fussball wieder kontrolliert ins Spiel zu bringen.

11. Treten gegen die Eckfahne

Einige Akteure treten beim Jubeln oder auch aus Frust immer wieder gegen die Eckfahne. Auch hierzu gibt es eine neue Regel. Von dieser Saison an wird dies genauso bewertet, als wenn ein Gegenstand geworfen wird. Der Grund für diese Änderung war, dass ein Tritt gegen die Eckfahne ein schlechtes Licht auf den Fussball wirft.

12. Der Schiedsrichterball

Bei einer Spielunterbrechung wird der sogenannte Schiedsrichterball mit dem Keeper (wenn der Ball sich gerade im Strafraum befindet) oder aber mit einem anderen Sportler der Mannschaft durchgeführt, die den Ball beim Abpfiff zuletzt berührt hat. Die anderen Spieler müssen mindestens vier Meter Abstand zu ihm halten. Durch diese Regelung soll der Vorteil wiederhergestellt werden, den das ballführende Team vor der Unterbrechung hatte. Es gibt also auch nicht mehr den wilden Zweikampf um den Ball, sobald der Schiedsrichter diesen fallen lässt. Dabei waren Verletzungen vorprogrammiert.

13. Kühlpause und Trinkpause

Im Fussball gibt es nun auch Kühlpausen und Trinkpausen. Letztere dürfen maximal 60 Sekunden dauern, Erstere dagegen 90 Sekunden bis 180 Sekunden. Beide Pausen müssen allerdings medizinisch begründet sein. Wenn es zum Beispiel bei einem Spiel in Dubai sehr heiß ist, verlieren die Spieler viel Wasser und müssen dieses wieder dem Körper zuführen. Dafür ist die Trinkpause da, eher selten kommt es dagegen zu einer Kühlpause. Aber auch diese ist nun erlaubt und der Schiedsrichter kann sie anordnen, wenn ein Spiel zum Beispiel bei sehr heißen Bedingungen stattfindet.

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14. Der Gefoulte darf den Elfmeter schießen

Wenn ein Akteur im Strafraum gefoult wird und der Schiedsrichter auf Elfmeter entscheidet, darf der Betroffene diesen ausführen. Das heißt, dass der Referee bei einer Behandlung auf ihn warten muss. Das Spiel wird dann so lange unterbrochen, bis der Sportler schussbereit ist. Er muss nach der Behandlung nicht den Platz verlassen und sich anmelden.

15. Platz verlassen bei einer Auswechslung

Früher mussten die ausgewechselten Spieler immer dort das Feld verlassen, wo die Einwechselspieler dieses betreten. Nach den neuen Regeln ist das nicht mehr vorgeschrieben. Falls der Referee keine andere Anweisung gibt, muss der ausgewechselte Spieler den Platz über die von ihm nächste Begrenzungslinie verlassen. Das kann auch eine Torauslinie sein. Durch diese Regel wird Zeitspiel verhindert. Denn es gab immer Mal wieder Spieler, die sich beim Verlassen des Platzes extra viel Zeit ließen. Es soll sogar Trainer geben, die früher einen Akteur ausgewechselt haben, der sich am weitesten von der Wechselzone aufgehalten hat. Denn dieser braucht logischerweise auch am längsten, um den Platz zu verlassen.

16. Abstoß und Freistoß

Abstöße und Freistöße dürfen auch im Strafraum angenommen werden und müssen diesen also nicht mehr zwingend verlassen. Dadurch können sich Mannschaften besser aus dem Druck des Gegners befreien, wenn dieser Pressing spielt. Denn so ist ein ruhigerer Spielaufbau möglich.

17. Verbale Vergehen

Nach dieser Regeländerung werden verbale Vergehen von nun an mit einem indirekten Freistoß für den Gegner bestraft. Daher sollten sich alle Spieler genau überlegen, was sie auf dem Platz und vor allem zu wem sagen.

Fazit

Der Trainer sollte seinen Schützlingen im Fussballtraining alle neuen Regeln genau erklären. Denn vielen Akteuren wird sicherlich schwindelig, wenn sie sich alle Regeländerungen merken müssen. Einige neue Regeln sind gut und sinnvoll, andere hingegen eher schwammig. Die Handspiel-Regelungen beispielsweise könnten etwas klarer sein. Denn so bleiben viele Fragen offen und es wird sicherlich immer noch viele Diskussionen geben.

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