9 geniale Trainer Tipps fürs Kinder Fußball

Viele Kinder beginnen bereits schon in jungen Jahren mit dem Fussball und werden dann zunächst in die sogenannte Bambini- oder Mini-Kicker-Mannschaft gesteckt. Auch schon in der Anfangszeit sollte der Trainer einiges beachten, damit die Kleinen immer mit Spaß bei der Sache sind. Zudem ist dies auch eine wichtige Zeit, um sie auf die kommenden Karrieren vorzubereiten. Wer als Trainer die folgenden 9 Tipps beachtet, wird mehr Erfolg mit seinen Minikickern haben.

Kinder Fussball - 3er Kette üben1. Tipp: Vielseitige Bewegungsschule

Am Anfang steht im Fussball natürlich der Spaß an erster Stelle. Dennoch ist das Bambini-Training auch die ideale Zeit, um mit einer ersten Bewegungsschule zu beginnen. Hierbei lernen die Kleinen, wie sie sich in bestimmten Situationen am besten bewegen und schulen ihre motorischen Grundbewegungen, wie das Laufen, das Springen, das Hüpfen, das Kriechen und auch das Balancieren. Hierfür kann der Coach diverse Geräte und andere Hilfsmittel einsetzen, wie etwa Kästen, Matten, Seile, Bänke und Medizinbälle. Es gibt viele Möglichkeiten, den Kleinen die Grundbewegungen im Fussball beizubringen. Sie lernen was Neues und verlieren dadurch auch nicht so schnell den Spaß am Training.

Für mehr Ideen zum Thema Bewegungsspiele, schau gerne mal hier vorbei: Bewegungsspiele als Abwechslung im Fussballtraining.

2. Tipp: Spielformen nutzen

Gerade in den ersten Jahren sollten regelmäßig auch Spielformen in das Fussballtraining integriert werden. Denn so haben die Kinder immer Spaß und lernen dabei auch noch wichtige Dinge, die im Fussball immer wieder gefordert werden. Bei den Spielformen sollten bei den ganz Kleinen aber noch andere Regeln gelten als bei den höheren Jugend-Mannschaften. Wichtig ist, dass immer wieder Tore fallen, die ein Erfolgserlebnis sind. Um das zu erreichen, kann der Coach folgende Dinge beachten:

  • möglichst kleine Mannschaften
  • kleine Spielfelder
  • diverse Tore (zum Beispiel aus Stangen, Kästen oder Matten)
  • relativ einfache und schnell zu verstehende Spielregeln

Diese Punkte sind sehr wichtig, damit sich die Kinder langsam an die neue Sportart und die eigentlichen Regeln herantasten können. Denn wie gesagt, steht in den ersten Jahren immer noch der Spaß an erster Stelle. Am Anfang sollte möglichst auch noch ohne Abseits gespielt werden. Unter anderem auch dadurch fallen mehr Tore und die Kleinen können sich über ein Erfolgserlebnis freuen. Das ist in der Jugend noch sehr wichtig, da die Akteure erst noch lernen müssen, was es heißt, ein Teil einer Mannschaft zu sein. Der Spaßfaktor lässt sich noch weiter steigern, indem regelmäßig kleine Turniere stattfinden. Denn auch schon in der Jugend steigt bei einem Wettkampf der Ehrgeiz der Spieler. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass diese in der Bambini-Mannschaft erst drei oder vier Jahre alt sind. Daher sollten sie nicht überfordert werden.

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3. Tipp: Das LASSEN-Prinzip

Das sogenannte LASSEN-Prinzip ist ebenfalls ein sehr guter Tipp, um Kinder langsam an den Fussball heranzuführen. Die Abkürzung steht für:

  • L = Lange Wartezeiten vermeiden
  • A = Aufgaben einfach halten
  • S = Spielerisch trainieren
  • S = Spielangebot regelmäßig ändern
  • E = Erfolgserlebnisse ermöglichen
  • N = nicht lediglich fußballspezifische anstreben

Fußballtrainer TalentsucheWichtig ist, dass der Ball bei den meisten Übungen im Spiel ist. Denn gerade in der Jugend wollen die Spieler Tore schießen. Die ersten Jahre ist dies das wichtigste für die Kleinen. Erst ab der E-Jugend ist zumeist der richtige Punkt gekommen, auch taktische Elemente mit in das Training einzubauen. Denn dann zeigt sich auch langsam, welcher Spieler sich auf welcher Position am besten macht. Natürlich ist es immer noch wichtig Tore zu schießen.

Der Unterschied ist aber, dass dies in erster Linie von den Stürmern oder offensiven Mittelfeldspielern gemacht wird. Die Verteidiger sind dagegen recht selten vorne. Anders sieht es die ersten Jahre in der Bambini-Mannschaft aus. Denn nicht selten laufen hierbei viele Spieler hinter dem Ball her. Dabei spielt eine Ordnung oder Taktik zumeist noch keine Rolle. Durch die oben erwähnte LASSEN-Regel hält der Trainer den Spaß und damit auch die Motivation seiner Spieler hoch. Das ist die ersten Jahre im Fussball ein entscheidender Punkt, damit die Kinder weiterspielen und dauerhaft zum Training wie auch zum Spiel kommen.

4. Tipp: Abwechslungsreiche Trainingseinheiten

Es ist sehr wichtig, dass die Trainingseinheiten in der Jugend im Fussball abwechslungsreich gestaltet werden. Denn so kommt nie Langeweile bei Kindern auf. Einige Vereine achten sehr stark auf die Jugendförderung, andere hingegen weniger. Dabei ist dies ein sehr wichtiger Punkt. Denn es ist immer besser, die Kinder in den eigenen Reihen zu halten und sie im Idealfall später auch noch in der Seniorenmannschaft der Vereine spielen zu lassen. Dabei spielt der Coach eine sehr wichtige Rolle. Denn er hat die Aufgabe, das Training möglichst abwechslungsreich und spannend zu gestalten. Nur dann werden sich die Kinder dauerhaft für das Thema Fussball interessieren. Hierbei können die folgenden Tipps sehr wertvoll sein:

Zunächst einmal lebt ein gutes Kinder Fussballtraining von Torschüssen und den oben erwähnten Wettbewerben. Denn das ist für die meisten Spieler einfach das Highlight. So sollte der Trainer immer am Ende einer jeden Einheit noch eine Torschussübung und ein Abschlussspiel durchführen lassen. 

Kleiner Tipp: Torschussübungen können auch immer mit einem kleinen spielerischen Torschusswettbewerb verbunden werden. So erhältst du Abwechslung und motivierst deine Fussballkinder.

Auch die übrigen Spielformen können in der Bambini-Jugend ruhig alle mit Ball stattfinden. Denn auch schon in den ersten Jahren kann es nicht schaden, wenn die Kleinen sich ein gutes Ballgefühl aneignen. Das klappt natürlich nur, wenn das Spielgerät immer wieder in die Übungen integriert wird.

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5. Tipp: Offenheit und Ehrlichkeit

Wenn die Spieler in der D-Jugend, C-Jugend, B-Jugend oder auch A-Jugend angekommen sind, sollten sie etwas anders trainiert werden. Natürlich spielt auch hier, vor allem im Amateursport, der Spaß immer noch eine wichtige Rolle. Dennoch sind nun auch andere Dinge mehr und mehr von Bedeutung. So muss der Trainer auch in der Lage sein, seinen Akteuren ehrlich zu sagen, wenn sie einmal etwas falsch machen. Zudem muss auch er offen für Kritik und Verbesserungen sein. Wenn also zum Beispiel die Taktik des Coaches in einem Spiel einfach nicht greift und er dennoch nichts ändert, sollte er sich anhören, wenn der Kapitän oder auch ein anderer Spieler einen Verbesserungsvorschlag hat und diesen eventuell auch umsetzen. Natürlich hat er das letzte Wort. Dennoch sollte er offen für alle Vorschläge sein. Denn schließlich will auch er dass, das Team Erfolg hat. Nur ein ehrlicher und offener Trainer wird von der Mannschaft auf Dauer respektiert.

eltern und pubertät im Jugendfussball6. Tipp: Auf Augenhöhe kommunizieren

Auch wenn der Trainer im Fussball das letzte Wort hat, sollte er niemals herablassend sein. Besser ist es, seinen Schützlingen auf Augenhöhe zu begegnen. Hierbei kann es helfen, wenn er sich per Du und nicht per Sie ansprechen lässt. Dennoch muss er auch klar machen, dass er das Sagen hat. Er bietet seinen Spielern aber die Möglichkeit, ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Denn eine schlechte und ungerechte Kommunikation verunsichert die Kinder und kann den Erfolg des Teams negativ beeinflussen.

7. Tipp: Anerkennung und Lob

Ein Trainer sollte beim Fussball seine Spieler immer wieder loben, wenn sie etwas richtig gemacht haben. Denn sowohl die Kinder in den Jugendmannschaften wie auch die erwachsenen Akteure in den Seniorenmannschaften brauchen Anerkennung. Fussball ist immer auch mit Arbeit und einer großen körperlichen Anstrengung verbunden. Daher ist es immer eine gute Idee, die Spieler dafür zu loben.

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8.Tipp: Möglichst kurze Ansprachen halten

Viele Spieler haben im Fussball und insbesondere in der Jugend sehr wenig Geduld. Sie wollen kicken und Tore schießen. Dennoch ist es auch immer wieder wichtig, dass der Trainer bestimmte Übungen genau erklärt. Oft ist es auch sinnvoll, diese Spielformen einmal vorzumachen. So verstehen viele Kinder schneller, was genau gefordert ist. Grundsätzlich sollten die Ansprachen in der Jugend möglichst kurz ausfallen, da sonst bei einigen Teilnehmern schnell Langeweile aufkommt.

9. Von Anfang an Passübungen

Auch wenn in den ersten Jahren noch keine taktischen Dinge relevant sind, können ab der F-Jugend durchaus schon Passübungen durchgeführt werden. Hierbei spielen die Sportler den Ball zunächst mit der Innenseite. Wenn sie dies gut beherrschen, kann auch der Außenrist genutzt werden. Wichtig ist, dass sich alle Akteure immer sehr gut konzentrieren und den Ball stets im Auge haben. Der Passgeber muss auf eine richtige Fußhaltung achten und das richtige Timing für den Pass wählen. Wenn die Kleinen schon in frühen Jahren immer wieder Passübungen durchführen, werden sie später davon profitieren. Ideal ist es, diese mit Torschuss und Spielformen zu kombinieren. Denn so bleibt der Spaß stets erhalten.

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