Angst im Fussball – So gehst du richtig mit ängstlichen Spielern um!

Fußballspieler können grundsätzlich nur erfolgreich sein, wenn sie sowohl körperlich wie auch geistig fit sind. Wenn sie ängstlich in ein Spiel gehen, ist das nicht besonders förderlich und kann sogar gefährlich sein. Wer entspannt ist und völlig frei an alle anfallenden Aufgaben herantritt, kann mehr leisten. Daher ist es wichtig, dass der Coach das auch seinen Schützlingen übermittelt.

Geduld zahlt sich irgendwann aus

Eine Fußballmannschaft besteht in den meisten Fällen aus vielen unterschiedlichen Spielern. Das bedeutet dann auch, dass verschiedene Charaktere aufeinandertreffen. Einige Spieler sind sehr selbstbewusst und gehen ganz entspannt in jedes Spiel, andere haben damit immer wieder ein Problem. Das hat unterschiedlichste Gründe. Zum einen stehen die Spieler im Fokus und werden von den Zuschauern betrachtet, angefeuert und nicht selten auch ausgebuht oder beleidigt. Alle negativen Dinge sollten sie so gut es geht für die 90 Minuten ausblenden und versuchen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

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Damit das klappt, ist eine mentale Stärke sehr wichtig. Diese lässt sich durchaus trainieren. Es kann schon helfen, wenn die Spieler immer Mal wieder gemeinsam über alle alltäglichen Dinge sprechen. Dadurch wissen die Kollegen auch, welche Ängste die anderen haben und können ihnen helfen, diese zu überwinden.ängstlicher Spieler - Angst im Amateurfussball ist schon lange keine Seltenheit mehr

Angst hemmt die Leistung

Angst kann die Leistung der Spieler hemmen und das gilt es natürlich zu vermeiden. Viele Fußballer befürchten, dass sie versagen und damit die ganze Mannschaft in eine Niederlage treiben. Das ist durchaus möglich, aber sollte kein Grund sein Angst zu haben. Denn schließlich muss eine Mannschaft zusammenhalten und alle Fehler eines Einzelnen gemeinsam ausbügeln. Nicht immer gewinnt das spielerisch bessere Team. Vielmehr ist es die Mannschaft, die den größeren Willen und den besseren Zusammenhalt hat. Ein Trainer, der immer wieder das Beste aus seinen Spielern holt und sie wie kein andere motivieren kann, ist Jürgen Klopp.

Als er mit Borussia Dortmund die Bayern zwei Jahre in Folge auf den zweiten Platz verwies und sie zudem auch noch im DfB-Pokal-Finale pulverisierte, hatte er sicherlich auch nicht die spielerisch bessere Mannschaft. Vielmehr konnte er die Spieler so gut motivieren, dass diese über ihre Leistungsgrenze hinaus gehen konnten. Unter anderem wuchsen mit Shinji Kawaga ein Akteur aus der zweiten japanischen Liga und ein bis dahin weitestgehend unbekannter Lukas Barrios über sich hinaus. Klopp wusste einfach perfekt, wie er mit ihnen umgehen musste und nahm ihnen jegliche Angst.

Positive Ansprachen sind sehr wichtig

Grundsätzlich bestimmen die Gedanken, wie sich ein Sportler fühlt. Wer schon vor dem Spiel ängstlich ist und dies auch ausstrahlt, wird sicherlich keinen Erfolg haben. Daher sollte der Trainer vor dem Wettkampf immer positive Worte an seine Schützlinge richten. Dadurch nimmt er ihnen die Angst und vermittelt ihnen, dass Fehler immer Mal passieren können und kein Weltuntergang sind. Wenn sich in der Mannschaft einige besonders ängstliche Spieler befinden, sollte der Coach diese beim Aufwärmen noch einmal einzeln zur Seite nehmen und ihnen gut zu sprechen. Das kann ein sehr wichtiger Punkt sein und das Selbstvertrauen stärken.

Wie du wirklich motivierende Ansprachen hälst, erfährst du hier.

Eine gute Körpersprache signalisiert Selbstvertrauen

Körpersprache hat im Fußball eine sehr große Wirkung. Denn sie beeinflusst das ganze Handeln eines Spielers und sendet zudem auch Signale an den Gegenspieler. Wer schon mit gesenktem Kopf und hängenden Schultern den Platz betritt, wirkt ängstlich und unterwürfig. Das ist nicht zu empfehlen und sollte unbedingt vermieden werden. Denn der Gegner wird dadurch nur unnötig gestärkt. Besser ist es, Selbstvertrauen auszustrahlen und dies auch auf dem Platz zu zeigen. Eine gute Körpersprache lässt sich ganz einfach trainieren.

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Daher sollte der Coach dies auch immer Mal wieder in seine Einheiten einbauen. Denn Angst sollte beim Fußball niemals vorkommen. Fehler passieren durch diese leichter und es kommt schneller zu Verletzungen. Wer dagegen immer selbstbewusst in jeden Zweikampf geht, sendet auch an seinen Gegenspieler Signale. Im Idealfall wird dieser dann selber eingeschüchtert und meidet das Aufeinandertreffen.

Die Angst vorm Zweikampf

Angst ist ein bestimmter emotionaler Zustand, der im Fußball gerade in Zweikämpfen nicht sinnvoll ist. Sie kann sich zum Beispiel in starker Besorgnis, Versagensängsten und auch in Befürchtungen äußern. Die Spieler gehen dann nur halbherzig in die Zweikämpfe und genau das kann ein großes Problem sein. Es kommt schneller zu Verletzungen und die Gegner spüren, dass das Selbstbewusstsein nicht besonders hoch ist. Nicht zu vergessen ist, dass der Gegenspieler sich dadurch auch immer wieder einen Vorteil verschafft. Das schadet dann der kompletten Mannschaft und sollte unbedingt vermieden werden.

Hier ist in erster Linie der Trainer gefragt. Aber auch die Führungsspieler sollten ihren ängstlichen Mannschaftskollegen immer gut zureden und ihnen damit die Angst nehmen. Das muss übrigens nicht immer nur im Spiel selber erfolgen. Vielmehr sollten auch im Training oder vor dem Wettkampf Gespräche erfolgen, um Angst zu nehmen und Selbstvertrauen zu stärken. Vielen Spielern hilft es auch, bestimmte Dinge auszusprechen und aus der Welt zu schaffen. In einem Team sollte es immer möglich sein, Probleme zu klären und alle Ängste zu beseitigen. Denn genau das ist es, was eine gute Mannschaft ausmacht. Auch wenn sich sicherlich nicht alle Spieler auch immer privat treffen, sollten sie zumindest mit ihren Kollegen zurechtkommen und alle Ängste beseitigen.

Wie kann ich als Trainer Jugendspielern die Angst vorm Zweikampf nehmen?

Gerade viele Jugendspieler haben noch Angst vor Zweikämpfen, auch wenn sie vielleicht noch nie schlechte Erfahrungen gemacht haben. Der Trainer sollte sie langsam an solche Situationen heranführen. Hierbei kann er zum Beispiel einige Fang-Übungen nutzen. Die Spieler können sich beweisen und müssen sich gegen einen Mannschaftskollegen durchsetzen. Zudem kann der Coach hierbei genau sehen, wie sich die Sportler verhalten und kann ihnen zeigen, wie sie sich in einem Zweikampf besser verhalten. Das Schöne ist auch, dass Fangspiele sehr einfach und ohne besonders viel Material aufgebaut und organisiert werden können.

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Fazit

Angst ist im Leben wie auch im Fußball kein guter Ratgeber. Wer ängstlich in ein Spiel geht, wird in den meisten Fällen keinen Erfolg haben. Zudem verletzt er sich eventuell auch schneller, wenn er ohne Selbstvertrauen und nur halbherzig in einen Zweikampf geht. Daher sollte der Trainer seinen Schützlingen immer gut zu sprechen und ihnen alle Ängste nehmen. Auch die Führungsspieler sind hier gefragt. Denn schließlich kann das Team nur Erfolg haben, wenn alle Beteiligten ihre volle Leistung abrufen und nicht durch Angst ausgebremst werden.

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