Zirkeltraining im Fussball – So klappt‘s

Das sogenannte Zirkeltraining kann im Fussball sehr praktisch sein. Denn bei dieser Übungsform trainieren die Spieler viele verschiedene Dinge. Darüber hinaus kann der Trainer sie immer wieder etwas anders gestalten und dadurch für Abwechslung sorgen. Im folgenden Text wird beschrieben, was genau ein Zirkeltraining ist, wie es funktioniert und stellt zudem auch einige effektive Übungen vor.

Zirkeltraining FussballWas ist eigentlich Zirkeltraining im Fussball?

Im Fussball wird von Zirkeltraining gesprochen, wenn ein Kreis von mindestens vier bis fünf Übungen absolviert werden muss. Der Trainer kann Elemente einbauen, die die Technik, die Ausdauer, die Kraft und auch die Koordination verbessern. Der große Vorteil ist, dass die einzelnen Stationen sehr einfach und ohne großen Aufwand aufgebaut werden können. Hierfür werden noch nicht einmal komplizierte Hilfsmittel benötigt. Im Gegenteil, teilweise liegen an den Stationen nur zwei Medizinbälle oder die Spieler finden nur ein Springseil vor.

Es gibt viele Möglichkeiten, ein solches Zirkeltraining zu organisieren. Dabei muss der Ball nicht unbedingt an jeder Station eine Rolle spielen. Vielmehr können die Teilnehmer diverse andere Dinge trainieren, wie zum Beispiel Ihre Fitness. Zirkeltraining kann durchaus anstrengend sein und eignet sich daher bestens für die Saisonvorbereitung wie auch für das Fussballtraining nach einer Winterpause.

Maximale Effektivität bei viel Abwechslung

Da die Spieler viele unterschiedliche Stationen absolvieren müssen, werden sehr viele unterschiedliche Muskelgruppen angesprochen. Nachdem sie eine Übung durchgeführt haben, wechseln sie danach zu der nächsten Übung. Wann dies der Fall ist, bestimmt der Fussballtrainer mit einem lauten Signal, wie zum Beispiel mit einem Pfiff. In der Regel dauern die Übungen nur wenige Minuten und teilweise auch nur wenige Sekunden, da sie sehr anstrengend sein können. Wichtig ist auch, dass die Spieler nach jeder Runde und auch nach jeder Station eine kurze Pause erhalten.

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Durch den ständigen Wechsel von Belastung wird der Stoffwechsel angeregt. Wie die Übungen gestaltet werden und welche Intensität im Fussballtraining gefordert wird, hängt in erster Linie von den körperlichen beziehungsweise konditionellen Voraussetzungen der Teilnehmer ab. Auch die gesetzten Ziele spielen hierbei eine Rolle. So sollten im Fussballtraining vor einer Saison oder auch nach der Winterpause zunächst in erster Linie Ausdauer-Elemente genutzt werden. Ist dann eine gewisse Grundkondition erreicht, kann der Coach auch mehr und mehr Kraftübungen, Koordinationsübungen und auch Übungen mit Fussball in das Zirkeltraining integrieren.

Kraft-Ausdauer-Zirkel und seine Vorzüge

Beim Zirkeltraining werden im Fussball können unter anderem auch bestimmte Defizite ausgeräumt werden. Diese Übungsform ist hochintensiv und sollte immer wieder auf dem Trainingsplan stehen. Der Vorteil des Zirkelktrainings ist, dass der Coach es sehr gut steuern kann. Idealerweise wird es mit einem Co-Trainer durchgeführt. Denn so kann dieser auch einige Stationen im Auge behalten und schauen, ob die Spieler die verschiedenen Übungen richtig durchführen. Letztere werden, wie der Name bereits erahnen lässt, im Kreis aufgebaut. Wichtig ist, dass bei jeder Station andere Muskelgruppen gefordert werden.

Koordinationsleiter im FussballWas bewirkt das Ganzkörper-Workout im Zirkel?

Wie bereits erwähnt, ist das Zirkeltraining ein hochgradig effektives Training. Zudem warten viele verschiedene Stationen auf die Teilnehmer. Dadurch ist diese Übungsform auch sehr abwechslungsreich und wird nie Langeweile. Am Anfang gibt es immer wieder einige Spieler, die sehr schnell aus der Puste sind. Das ist ganz normal, vor allem nach einer langen Sommer- oder Winterpause. Mit der Zeit bauen aber auch sie immer mehr an Kondition auf. Dann fallen ihnen die Übungen deutlich leichter und machen ihnen daher auch mehr Spaß. Vor allem dann, wenn sie bemerken, dass sie fitter und stärker werden und eine bessere Koordination haben. Somit kann das Zirkeltraining sozusagen als effektives Ganzkörper-Work-out bezeichnet werden.

Der Coach muss nicht viel Zeit investieren, um die unterschiedlichen Stationen aufzubauen und kann diese stattdessen für andere Dinge nutzen. Während der Übungen sollte er gemeinsam mit seinem Co-Trainer stets kontrollieren, ob die Spieler alles richtig machen. Fallen ihm dabei eventuell einige Fehler auf, kann er nützliche Hilfestellungen geben.

Was kann alles Bestandteil des Zirkeltrainings sein?

Oben wurde bereits kurz erwähnt, dass viele unterschiedliche Übungen in das Zirkeltraining integriert werden können. Unter anderem eignen sich auch verschiedene Kraft- und Sprintelemente. Es werden auch nicht zwingend Hilfsmittel benötigt. Vielmehr können auch ganz einfache Übungen mit dem eignen Körpergewicht durchgeführt werden, wie zum Beispiel Liegestütz, Kniebeugen oder sogenannte Squats. Bei Letzteren handelt es sich um Hochsprünge, die aus der Kniebeugen-Position durchgeführt werden. Sie sind sehr effektiv, wenn es darum geht, Bein-Muskulatur aufzubauen. Diese sind gerade im Fussball sehr wichtig.

Darüber hinaus lässt sich das Zirkeltraining auch sehr gut mit unterschiedlichen Stabilisations-Übungen kombinieren. Denn diese sind sehr wichtig, um die Gelenke und auch die Wirbelsäule zu stärken. Dadurch bleiben die Spieler in Zweikämpfen stabil und können sich den entscheidenden Vorteil verschaffen. Dadurch wird klar, dass das Zirkeltraining viele nützliche Zwecke erfüllen kann.

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Was gilt es beim Zirkeltraining sonst noch zu beachten?

Vor jeder Trainingseinheit sollten sich die Sportler gründlich aufwärmen. Hierbei absolvieren sie ein leichtes Laufprogramm und dehnen sich einige Minuten. Darüber hinaus sollten sie bei allen Übungen eine richtige Haltung einnehmen. Denn sonst können sie den gewünschten Effekt nicht erreichen und leiden im schlechtesten Fall sogar unter Verspannungen. Das kann verhindert werden, indem der Trainer ihnen jede Übung ganz genau erläutert und ihnen nützliche Hilfestellungen gibt. Bei Stationen, an denen Kraft gefragt ist, ist zum Beispiel ein gerader Rücken sehr wichtig.

Darüber hinaus sollten die Spieler auf hektische Bewegungen verzichten und stattdessen auf eine saubere Ausführung achten. Nach jedem Durchgang wird ein Pause von zwei bis drei Minuten durchgeführt. Zudem sollten die Muskeln nach dem Zirkeltraining mindestens 24 Stunden, besser aber noch 48 Stunden, regenerieren. Denn nur wenn sie sich ausreichend regenerieren können, ist ein guter Trainingserfolg möglich.

Zirkeltraining draußen und in der Halle

Zirkeltraining kann im Fussball sowohl draußen wie auch bei einer Trainingseinheit in der Halle durchgeführt werden. Somit muss der Fussballtrainer auch in der Winterzeit nicht auf die vielseitige Übungsform verzichten. Auch in der Halle gibt es viele Möglichkeiten und Hilfsmittel, die sich für diese Zwecke eignen. Zum Beispiel können die Spieler durch Ringe laufen, Medizinbälle über ein Seil werfen oder Kopfbälle trainieren.

Einige praktische Beispiele für das Zirkeltraining im Fussball

Übung 1: Zirkel für Ausdauer, Sprints, Kraft und Koordination

Für dieses Zirkeltraining werden folgende Hilfsmittel benötigt:

  • 14 rote Hütchen
  • drei gelbe Hütchen
  • ein grünes Hütchen
  • ein blaues Hütchen
  • zwei Koordinationsleitern
  • zwei Medizinbälle
  • zwei Powerspanngurte
  • einige Fussbälle (mindestens fünf)
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Der Coach teilt die Spieler in Zweierpärchen ein, die sich an den unterschiedlichen Stationen aufstellen, an denen sie folgende Übungen durchführen müssen:

  • Station 1: seitliche Sprünge über den Ball (mit oder ohne Zwischensprung)
  • Station 2: durch die Leiter tippeln und wieder von vorne anfangen
  • Station 3: Medizinball zuwerfen bei einem Abstand von circa drei Metern
  • Station 4: Powerspanngurte auf Spannung bringen
  • Station 5: schnelle und kurze Sprints um den Hütchenparcours
  • Station 6: Sprünge auf den Ball (abwechselnd mit links und rechts)
  • Station 7: mit Doppelsprüngen durch die Kooridantionsleiter
  • Station 8: Medizinball liegend zuwerfen
  • Station 9: auf Ansage des Trainers das richtige Hütchen berühren (auf die Farbe achten)
  • Station 10: Sprint und Kopfball

Jede Übung wird bei dieser Trainingseinheit zunächst zweieinhalb Minuten durchgeführt. Auch hier sollte zuvor ein gründliches Aufwärmprogramm erfolgen, um die Muskeln aufzuwärmen die Gelenke, Bänder und Sehnen auf die kommende Belastung vorzubereiten.

Übung 2: Zirkeltraining für Ausdauer und Kraft

Der Trainer baut den Parcours wie auf dem Bild zu sehen auf und verteilt die Spieler dann auf die einzelnen Stationen. An diesen müssen sie folgende Übungen durchführen:

  • Station 1: zwischen den Hütchen hin und zurück sprinten
  • Station 2: vier Spieler halten den Ball hoch
  • Station 3: seitlich über die Hürde springen
  • Station 4: Pässe, Sidesteps und Rückpass
  • Station 5: im Slalom mit Ball durch den Fähnchen-Parcours laufen
  • Station 6: Pass, Sprung und Rückpass
  • Station 7: platzierte Torschüsse und Bälle holen

Fazit zu Zirkeltraining im Fussball

Das Zirkeltraining ist im Fussball dann sehr praktisch, wenn viele Sportler auf einer relativ geringen Fläche beschäftigt werden müssen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn zwei Mannschaften zur selben Zeit auf einem Platz trainieren. Mit dieser Übungsform lassen sich viele unterschiedliche Fähigkeiten verbessern, wie zum Beispiel die Ausdauer, die Kraft oder auch die Sprintfähigkeit. Somit sollte das Zirkeltraining immer Mal wieder in den Trainingsplan aufgenommen werden.

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