Der SC Freiburg trainiert ein neues Spielsystem ein

Nach dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga versucht der SC Freiburg flexibler zu werden und sich an den modernen Fußball anzupassen. Dazu wird vermehrt an einem neuen Spielsystem gearbeitet, einen kleinen Einblick darin gibt es in diesem Bericht. Christian Streich konnte 20 Feldspieler auf dem Trainingsplatz hinterm Schwarzwaldstadion begrüßen, später kamen noch zwei Torhüter dazu.

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Erwärmung mit Sprüngen und Läufen

Wie gewohnt übernahm Simon Ickert zunächst die Erwärmung, wobei die ersten Minuten keine Vorgaben gemacht wurden, außer, dass jeder Spieler sein eigenes Programm abspulen sollte. Ein 20m x 20m großes Feld war nochmal in vier kleinere Quadrate unterteilt, deren Mitte ein Quadrat aus vier kleinen Hürden bildete. Diese Hürden bildeten die Grundlage der Erwärmung.


Die Spieler bewegten sich locker im Feld und mussten an den Hürden einbeinig in die Feldmitte und gerade herausspringen. Nachdem dies jeder Spieler einige Male getan hatte, sah die nächste Übung einen Sprung über das gesamte Quadrat ohne Zwischenlandung in der Mitte vor.



Nun wurde das Tempo ein wenig angezogen. Es wurde zurückgekehrt zur ersten Übung, wobei nach den einbeinigen Sprüngen in die Feldmitte und gerade heraus ein schnellerer Rückwärtslauf an den Hürden vorbei folgte. Nach einer kurzen Dehnung folgten einige Sprints. Die Einbeinsprünge wurden jetzt durch seitliche Sprünge ergänzt. Wahlweise von links oder rechts wurde einbeinig in die Feldmitte gesprungen und von dort gerade heraus. Es folgte ein Sprint zur nächstliegenden blauen Stange.



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Der nächste Teil der Übung sah längere Sprints vor. Gestartet wurde mit einbeinigen Sprüngen aus der Feldmitte hinaus, durch einen direkten Absprung zurück in die Feldmitte wurde die Ausgansposition wieder erreicht, von wo aus ein letzter Sprung aus dem Feld und ein Sprint zu einer weiter entfernt liegenden roten Stange folgte.



Der Kopf wird gefordert

Christian Streich übernahm das Kommando über die nächste Übung. Eine Standardübung des Fußballs wurde ein wenig abgeändert. Anfangs wurde ganz normal im Rondo 8-gegen-2 gespielt. Wenn ein Spieler zwei Kontakte benötigte, musste der nächste Spieler zwingend direkt spielen. In die Mitte musste, wer einen Fehlpass spielte, wobei die Verteidiger den Ball erobern mussten, ein einfaches Berühren des Balles genügte nicht. Nach zwei Minute wurde die Kontaktbegrenzung verschärft auf einen Kontakt.




Da in zwei Feldern nebeneinander gespielt wurde, machten sich die Trainer diesen Umstand zunutze um die Übung komplexer zu gestalten. Nach einem Ballverlust musste ein Spieler weiterhin verteidigen, jedoch nicht in seinem Feld, sondern in der anderen Gruppe. Dadurch kam es phasenweise zu einer Verschärfung der Situation, da sich die ballbesitzenden Spieler drei Abwehrspielern gegenübersahen. Die Kommunikation innerhalb der Gruppe spielte dabei eine wichtige Rolle, um sich vor den neu ins Feld kommenden Verteidigern zu warnen und keine leichten Ballverluste zuzulassen.



Eintrainieren des neuen Spielsystems

Traditionell spielt Freiburg unter Christian Streich in einem 4-4-2 System, welches nun durch eine Variante mit Dreierkette und drei Stürmer ergänzt werden soll. Dafür ließ der Trainer eine Gruppe bestehend aus zwei Angriffsreihen das Spielsystem trocken einüben. Zwei Viererketten aus Stangen bildeten dabei die gegnerischen Abwehrspieler.

Diese sollten durch schnelle Kurzpässe überspielt werden. Der Ablauf sah vor, dass die Außenverteidiger Stenzel und Günther, sowie Kapitän Höfler aus dem zentralen Mittelfeld bei beiden Mannschaften agierten. Drei Stürmer und ein zusätzlicher Mittelfeldspieler bildeten dann jeweils die beiden Angriffsreihen.

Über Höfler fand eine Eröffnung aus dem zentralen Mittelfeld statt. Diese erfolgte durch einen flachen Pass entweder nach außen oder auf den Partner im zentralen Mittelfeld. Jetzt sah Christian Streich einen schnellen Pass in die Spitze vor. Die Stürmer agierten zentrumsorientiert und sollten dort durch kurzes prallenlassen und Pässe in die Gasse schnell durch die Abwehrkette kombinieren. Wenn ein Spieler mit Blick Richtung Tor an der Abwehr vorbeikam sollte der Abschluss spätestens nach dem zweiten Kontakt erfolgen.




Die andere Mannschaftshälfte trainierte unter Aufsicht von Lars Voßler die Torabschlüsse. Wiederum zwei, respektive drei Flügelspieler und ein zentraler Spieler blieben fest auf ihren Positionen. Der zentrale Spieler, in diesem Fall wechselten sich die Innenverteidiger ab, bekamen von Lars Voßler einen Ball zugespielt.

Dies konnten flache Pässe, aber auch zugeworfene Bälle auf Brust oder Kopfhöhe, die entweder angenommen oder nochmals prallen gelassen und dann auf erneutes Anspiel direkt verteilt werden sollten.

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Die Anschlussaktion war ein diagonaler Flugball auf einen Flügelspieler. Es folgte auf eine Ballan- und mitnahme, bestenfalls mit dem ersten Kontakt, eine scharfe Flanke vor das Tor. Dort lauerten die restlichen Spieler und suchten in Paaren den Torabschluss. Durch eine einfache Kreuzbewegung sollten die imaginären Abwehrspieler verwirrt werden.

Autor: Lars Petersson

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